Panorama

Coronavirus-Liveticker+++ 23:21 Israel vergibt Grünen Pass nur noch mit Dritt-Impfung +++

03.10.2021, 00:02 Uhr

Israel verschärft die Bestimmungen für den Grünen Pass. Nur wer eine dritte Impfung gegen Covid-19 erhalten hat, bekommt ab Dienstag das Dokument. Mit dem Grünen Pass erhalten Personen Zutritt zu Restaurants, Fitnessstudios oder anderen kulturellen Veranstaltungen. Zuvor waren nur zwei Impfungen notwendig. Rund 37 Prozent der 9,4 Millionen Israelis haben die Auffrischungsimpfung (dritte Immunisierung) bekommen. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie erhöht Israel damit den Druck auf doppelt Geimpfte.

+++ 22:09 Leichter Anstieg: 55.700 Neuinfektionen in aktueller Woche erfasst +++

In der zurückliegenden Kalenderwoche (KW 39) haben die Behörden der Bundesländer insgesamt 55.703 neue Fälle verzeichnet. Wie aus einer ntv.de-Auswertung der Angaben hervorgeht, ist das im Vergleich zur Vorwoche ein Anstieg um 2,5 Prozent. In der KW 38 waren 54.340 Neuinfektionen registriert worden. Die Zahlen des aktuellen Wochenendes sind allerdings unvollständig, da Thüringen keine Daten geliefert hat. Der Anstieg im Wochenvergleich dürfte also höher ausfallen.

+++ 21:38 Mehrheit der Bundesländer registriert sinkende Fall-Inzidenz +++

Neun Bundesländer registrieren eine sinkende Sieben-Tage-Inzidenz: Bayern, Berlin, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Sachsen-Anhalt. Das geht aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Länder hervor. Thüringen hat als einziges Bundesland am Wochenende keine aktuellen Daten gemeldet. Das höchste Fallaufkommen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche weist unverändert Bremen auf. Im Vergleich zum Samstag sinkt die dortige Inzidenz jedoch leicht um 1,77 auf nunmehr 113,3. Die niedrigste Inzidenz meldet Schleswig-Holstein (mit leicht steigender Tendenz): 28,6.

+++ 20:58 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 15 Bundesländer melden 5032 neue Fälle +++

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.253.326 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden von 15 Bundesländern hervorgeht, kamen damit 5032 neue Fälle hinzu. Wie bereits am Samstag hat Thüringen auch am heutigen Abend keine aktuellen Daten geliefert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 10 auf 93.777. Als aktuell infiziert gelten rund 142.500 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,07 angegeben (Vortag: 1,12). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1336 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 795 davon werden beatmet. Rund 4170 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 20:19 Lauterbach feiert Portugal: 98 Prozent der über Zwölfjährigen geimpft +++

Wenn es nach dem SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach geht, sollte sich der Rest der Welt ein Beispiel an Portugal nehmen. In dem Land sind bereits 98 Prozent der über Zwölfjährigen gegen Covid-19 geimpft, twittert Lauterbach. "Dieser fantastische Erfolg geht zurück auf eine fast militärisch organisierte Impfkampagne und eine sehr offensive Aufklärung zu Wirkung und Nebenwirkungen der Impfung." Damit bezieht er sich auf einen von ihm verlinkten Artikel der "New York Times". Darin wird beschrieben, wie etwa der Vizeadmiral Henrique de Gouveia e Melo als Spitze einer Taskforce öffentlich in seiner Uniform auftrat und Werbung fürs Impfen machte. Ganz offensichtlich mit Erfolg.

+++ 19:36 Täglich gemeldete Todeszahlen gehen in Großbritannien allmählich zurück +++

Die Situation in Großbritannien entspannt sich etwas. Zuletzt meldeten die örtlichen Gesundheitsbehörden 43 weitere Todesfälle. Damit sinkt der Sieben-Tage-Schnitt auf 112. Der Abwärtstrend hält seit nunmehr anderthalb Wochen an. Zu Spitzenzeiten im Januar lag dieser Wert noch rund zehnmal so hoch. Seit Beginn der Pandemie kamen bislang 136.953 Menschen durch Covid-19 ums Leben. Mehr als 7,9 Millionen Infektionen wurden insgesamt nachgewiesen. In den vergangenen 24 Stunden wurden 30.439 Neuinfektionen gemeldet.

+++ 18:58 Gesundheitssystem im Nordosten der USA stark belastet +++

Die Bundesstaaten im Nordosten der USA registrieren trotz verhältnismäßig hoher Impfquoten Schwierigkeiten bei der Versorgung von Intensivpatienten. Wie die Associated Press berichtet, füllen sich die Stationen mit Ungeimpften. Teilweise sind keine Betten in den Kliniken frei. Zur gleichen Zeit herrscht an einigen Standorten Personalknappheit. Verantwortliche aus dem Gesundheitswesen appellieren an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. Die ansteckendere Delta-Variante breitet sich in vielen Staaten der USA weiter aus. Vermont führt mit einer Impfquote von 69,4 Prozent das Ranking in den USA dem Bericht zufolge an. Und auch in den anderen Staaten in New England - etwa Connecticut, Massachusetts und Maine - sind relativ viele Menschen vollständig geimpft. Doch diejenigen, die noch nicht immunisiert sind, sind einem höheren Risiko ausgesetzt, sich mit Sars-CoV-2 zu infizieren und durch einen schweren Krankheitsverlauf auf der Intensivstation zu landen. "Wir haben es in der Hand, diesem unnötigen Leiden und Herzschmerz ein Ende zu setzen; eine Möglichkeit, unsere Gesundheit und die der Menschen, die wir lieben, zu schützen; eine Möglichkeit, unseren heldenhaften Ärzten, Krankenschwestern und anderen medizinischen Fachkräften eine dringend benötigte Pause zu geben; eine Möglichkeit, unsere Kinder zu schützen - bitte lassen Sie sich heute impfen", sagte die demokratische Gouverneurin von Maine, Janet Mills, kürzlich.

+++ 18:15 33 weitere Tote in Italien - vergleichsweise ruhiger Herbst +++

Das einst so schwer von der Pandemie gebeutelte Italien erlebt einen vergleichsweise ruhigen Herbst. Die Zahl der Neuinfektionen befindet sich im Abwärtstrend. Zuletzt meldet das Land 2967 neue Fälle binnen 24 Stunden. Und auch die Zahl der Toten bewegt sich auf einem relativ niedrigen Niveau. Zuletzt kamen 33 weitere Todesfälle hinzu. Insgesamt starben seit Beginn der Pandemie rund 131.000 an den Folgen der Viruserkrankung.

+++ 17:23 Landesminister wirbt fürs Impfen: "Auch bei jungen Erwachsenen sind schwere Krankheitsverläufe aufgetreten" +++

Unmittelbar vor Beginn der Herbstferien in Schleswig-Holstein ruft Gesundheitsminister Heiner Garg Ungeimpfte auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Das Sars-CoV-2-Virus ist weiterhin präsent und im Laufe der nächsten Monate besteht weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit, mit dem Virus in Kontakt zu kommen", sagt der FDP-Politiker. "Für Menschen, die nicht geimpft sind, ist dies in Abhängigkeit vom Alter mit einem Erkrankungsrisiko verbunden." Ab dem Erwachsenenalter steige das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf mit zunehmendem Alter, erläutert der Ressortchef. "Auch bei jungen Erwachsenen sind schwere Krankheitsverläufe aufgetreten." Alle Erwachsenen sollten daher ein eigenes Interesse an einem Impfschutz haben.

+++ 16:44 Kontrolle wegen fehlender Maske bringt Haftbefehl zum Vorschein +++

Eine Kontrolle wegen einer fehlenden Mund-Nasenbedeckung im Hauptbahnhof von Dortmund hat bei einem 22-Jährigen eine offene Strafe enthüllt: Denn der Mann war zur Festnahme ausgeschrieben, wie die Bundespolizei mitteilt. Das Amtsgericht im niedersächsischen Vechta hatte ihn im September 2020 rechtskräftig wegen besonders schweren Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von 100 Tagen verurteilt. Seine Schwester half dem jungen Mann. Sie zahlte fast 1600 Euro und wendete damit die Haft ihres Bruders ab. Wegen Verstoßes gegen Corona-Schutz-Regeln läuft gegen ihn nun ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit.

+++ 16:10 Drei Bauarbeiter für Expo in Dubai starben an Covid-19 +++

Drei Bauarbeiter der kürzlich eröffneten Expo in Dubai sind an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das berichtet der "Guardian" unter Berufung auf eine Bilanz der Veranstalter. Demnach sei es zu den Todesfällen im Verlaufe der Pandemie gekommen. Darüber hinaus seien 72 weitere Arbeiter beim Bau des Expo-Geländes schwer verletzt worden. Das riesige Ausstellungsgelände in einem Vorort Dubais war von mehr als 200.000 Arbeitern errichtet worden, die nach Angaben der Veranstalter 247 Millionen Arbeitsstunden ableisteten.

+++ 15:27 Städte- und Gemeindebund gegen Ende der Maskenpflicht an Schulen +++

Der Städte- und Gemeindebund lehnt die Aufhebung der Maskenpflicht an Schulen ab. Schülerinnen und Schüler seien eine besonders gefährdete Gruppe, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Funke Mediengruppe. "Deswegen ist es weiterhin wichtig, dass Schülerinnen und Schüler regelmäßig getestet werden und insbesondere in Gebieten, wo die Inzidenzzahlen vergleichsweise hoch sind, auch an der Maskenpflicht festgehalten wird."

+++ 14:44 Biontech-Chef: Nächstes Jahr womöglich Impfstoff-Anpassung nötig +++

Die Corona-Impfstoffe müssen Biontech-Chef Ugur Sahin zufolge 2022 womöglich an neuen Virusvarianten angepasst werden. Im laufenden Jahr sei dies unnötig, denn die Impfstoffe wirkten auch gegen die bisherigen Varianten, auch wenn diese ansteckender seien, sagt Sahin der "Financial Times". "Aber Mitte nächsten Jahres könnte die Situation schon anders aussehen", fügt er hinzu. Gegenwärtig schienen Auffrischungsimpfungen in der Lage zu sein, die Hauptvarianten zu bekämpfen. Das Virus werde jedoch mit der Zeit weitere Mutationen entwickeln. Möglicherweise könnte eine neue Variante der durch den Impfstoff ausgelösten Immunantwort entgehen, sodass eine "maßgeschneiderte" Version erforderlich werden könnte, sagt Sahin. "Dieses Virus wird bleiben, und das Virus wird sich weiter anpassen."

+++ 14:08 1336 Covid-Patienten auf deutschen Intensivstationen +++

In Deutschland werden aktuell 1336 Covid-19-Erkrankte auf Intensivstationen behandelt. Das ist im Vergleich zum Vortag ein Anstieg um zwei Patienten, wie aus dem Divi-Intensivregister hervorgeht. Von den Betroffenen werden 795 invasiv beatmet (im Vergleich zu Samstag ein Anstieg um drei). Aktuell gelten 83,2 Prozent der Intensivbetten in deutschen Kliniken als belegt - Tendenz sinkend. 4170 Betten sind den Angaben zufolge aktuell noch frei.

+++ 13:31 30.000 Läufer zu Marathon-Lauf in Peking erwartet +++

In Peking findet der vergangenes Jahr wegen der Pandemie ausgesetzte Stadt-Marathon am 31. Oktober statt. Erwartet werden 30.000 Läufer. Die Teilnehmer müssen sich mindestens 21 Tage vor dem Startschuss in der Hauptstadt aufhalten und jeden Tag online ihren Gesundheitszustand melden, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua. Zudem müssen sie eine Impfung und einen negativen Test nachweisen.

+++ 12:48 Nach nur drei Fällen: Strenger Lockdown in Neuseeland +++

Nach drei neuen Corona-Infektionsfällen gelten ab diesem Montag in Teilen Neuseelands wieder strengere Beschränkungen im Alltagsleben. Premierministerin Jacinda Ardern erklärt, es seien drei Fälle außerhalb der Millionenstadt Auckland auf der Nordinsel festgestellt worden. Die verschärften Regeln in den betroffenen Gebieten gelten mindestens fünf Tage. So müssen die Unternehmen auf kontaktlosen Handel umstellen. Bildungseinrichtungen müssen zumachen, sofern sie wegen der Schulferien nicht ohnehin geschlossen sind. Neuseeland gilt weltweit als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus und verfolgt eine sogenannte Null-Covid-Strategie. Bislang wurden rund 4000 Infektionsfälle bestätigt, 27 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

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+++ 11:59 Petition für Maskenpflicht an Berliner Grundschulen +++

Die Maskenpflicht an vielen Orten sorgt immer wieder für Ärger und sogar Gewalt. In Berlin setzten sich allerdings nun zahlreiche besorgte Eltern für eine Beibehaltung der Pflicht im Unterreicht an Grundschulen ein. Mehr als 1000 Menschen haben eine Petition die Aufhebung ab kommender Woche unterschrieben. "Die Maske ist im Vergleich zu möglichen Schäden durch eine Infektion nur ein kleines Übel. In der Schule sind unsere Kinder unter 12 durch nichts anderes geschützt", sagt Initiatorin Julia A. Noack. In Berliner Schulen wird von diesem Montag an die Maskenpflicht für Kinder bis zur sechsten Klasse aufgehoben. Auch andere Bundesländer wie beispielsweise Bayern oder das Saarland gehen ähnliche Schritte. Die Behauptung, Covid-19 sei für Kinder harmlos, sei nicht haltbar, sagt Noack.

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+++ 11:25 Trauriger Rekord bei Todesfällen in Russland +++

Bei der Impfstoffentwicklung war Russland besonders schnell. Doch mehr als ein Jahr nach der Zulassung des ersten Präparats im eigenen Land läuft die Impfkampagne schlecht. Offiziellen Angaben zufolge haben erst 50 Millionen Menschen mindestens die erste von zumeist zwei notwendigen Impfungen bekommen. Das sind 34 Prozent der Bevölkerung. Die Infektionslage bleibt angespannt. Die Zahl der Corona-Toten erreicht mit 890 einen neuen traurigen Höhepunkt. Im Vergleich mit anderen Ländern ist zu beachten, dass Russland die Todesopfer der Pandemie nicht nach den Kriterien der WHO registriert, sondern nur die nach Behördenangaben offiziell "an" Corona-Infektionen Verstorbenen.

+++ 10:47 Klopp: Impfung ist keine Freiheitsbeschränkung +++

Für Jürgen Klopp ist die Verweigerung einer Corona-Impfung wie Alkohol am Steuer. Die gesetzlichen Bestimmungen dagegen seien auch "nicht dazu da, mich zu schützen, wenn ich zwei Bier trinke und fahren will, es ist zum Schutz anderer Leute, weil ich betrunken bin, und wir akzeptieren das als ein Gesetz", sagt der Trainer des FC Liverpool. Er habe sich nicht nur impfen lassen, um sich gegen das Virus abzusichern, sondern auch die Menschen um ihn herum. "Ich verstehe nicht, warum das eine Einschränkung der Freiheit ist. Wenn es so ist, dann ist das Verbot betrunken zu fahren auch eine Freiheitsbeschränkung."

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+++ 10:01 Lage in Europa: Pandemie in Serbien außer Kontrolle +++

In Europa entwickelt sich das Infektionsgeschehen regional höchst unterschiedlich. So entspannt sich die Lage in Spanien immer weiter. Die Inzidenz liegt dort nur noch bei gut 25 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Dagegen ist die Lage in Serbien weiter völlig außer Kontrolle. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt hier über 700.

Hier finden Sie eine Übersicht zur Pandemie-Lage in Europa.

+++ 09:32 Betten und Sauerstoff in Kliniken in Alaska knapp +++

Alaska erlebt gerade den schnellsten Anstieg an Corona-Infektionen unter allen US-Bundestaaten. Wie die Zeitung "Anchorage Daily News" berichtet, stieg die Zahl der bestätigten Neuinfektionen auf mehr als 1000, die Krankenhäuser behandelten eine Rekordzahl an Corona-Patienten. Den Kliniken fehle es an ausreichend Betten, Pflegepersonal und medizinischem Sauerstoff, um die Kranken zu behandeln. 20 Krankenhäuser stellten dem Bericht zufolge ihren Betrieb auf einen Krisen-Modus um. Das beinhaltet unter anderen, die Priorisierung medizinischer Behandlung, da nicht alle Patienten im normalen Ausmaß versorgt werden können.

+++ 08:55 Bericht: Mehr Einreisende nach Großbritannien ohne Hotel-Quarantäne +++

Großbritannien wird mehr Rückkehrern und Touristen aus dem Ausland die Einreise ohne Hotel-Quarantäne erlauben. Der "Sunday Telegraph" berichtet, die "rote Liste" der britischen Reiseziele werde im Laufe der Woche von 54 auf 9 reduziert. Demnach müssten vollständig geimpfte Reisende aus Ländern wie Südafrika, Brasilien, Mexiko und Indonesien ab Oktober nicht mehr zehn Tage lang in einem von der Regierung bestimmten Hotel unter Quarantäne stehen. Die Änderungen sollen dazu führen, dass wieder mehr Menschen Reisen und Flüge buchen.

+++ 08:21 Ausreißer an der Küste ist Deutschlands schlimmster Hotspot +++

Insgesamt zeigt die Deutschlandkarte mit den Inzidenzen der Landkreise, wie sich die Infektionslage in Deutschland von Nord nach Süd verschärft. Doch es gibt Ausreißer bei diesem Trend: etwa in Bremerhaven. Die Stadt an der Nordseeküste hebt sich bei der Sieben-Tage-Inzidenz deutlich von ihrem Umland ab. Mit 259,8 weist sie sogar den höchsten Wert bundesweit auf.

+++ 07:57 Amtsärztin: Gesundheitsämter sollten sich auf Ungeimpfte konzentrieren +++

Die Amtsärzte in Deutschland sprechen sich dafür aus, dass die Gesundheitsbehörden den Corona-Impfstatus von positiv getesteten Personen mitgeteilt bekommen. "Hilfreich wäre es, wenn die knapp besetzten Gesundheitsämter informiert würden, wer von den positiv Getesteten geimpft ist", sagt die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Medizinerin erklärt, auf diese Weise könnten sich die Behörden mit ihren Maßnahmen zunächst auf diejenigen konzentrieren, die ungeimpft seien. Ein solches Vorgehen würde den Gesundheitsämtern die Nachverfolgung von Corona-Infektionen erheblich erleichtern. Denn Ungeimpfte seien bei den Ansteckungen "eine größere Gefahr für andere". Die Verbandchefin betont: "So wie es jetzt ist, müssen wir dagegen alle Fälle gleich behandeln, auch wenn Geimpfte ein viel geringeres Risiko für die Allgemeinheit darstellen. Das erhöht den Arbeitsaufwand unnötigerweise."

+++ 06:49 Air New Zealand lässt nur Geimpfte an Bord +++

Die neuseeländische Fluglinie Air New Zealand wird ab dem 1. Februar 2022 nur noch vollständig geimpfte Passagiere auf ihren internationalen Strecken befördern. "Das ist die neue Realität internationaler Reisen. Viele Länder lassen Ungeimpfte ohnehin nicht einreisen", schreibt Air New Zealand-Chef Greg Foran in einer Mitteilung. Neuseeland möchte seine seit März 2020 geschlossenen Grenzen Anfang des nächsten Jahres wieder öffnen.

+++ 06:01 RKI: Neun neue Todesfälle +++

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag leicht gefallen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 64,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 64,4 gelegen, vor einer Woche bei 61,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6164 Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.09 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 7774 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 9 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 28 Todesfälle gewesen.

+++ 05:25 Ärzteverband beklagt Personalmangel in Gesundheitsämtern +++

Die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, beklagt sich über anhaltende personelle Engpässe in der Corona-Krise in den Gesundheitsämtern. "In den ersten drei Wellen hatten wir befristet Beschäftigte, die jetzt nicht mehr da sind." Es gebe nach wie vor Personalmangel, sagt Teichert den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zudem habe auch die Bundeswehr zeitweise ausgeholfen. "Aber es kann nicht sein, dass es nach wie vor keine Lösungskonzepte gibt und die Gesundheitsämter in der Pandemie jedes Mal die Bundeswehr rufen müssen, wenn es eng wird."

+++ 04:38 Lufthansa befürwortet Impfpflicht für Flugpersonal +++

Die Lufthansa spricht sich für eine Impfpflicht für Flugpersonal in Deutschland aus. "Als weltweit operierende Airline befürworten wir eine verpflichtende Impfung für unsere Crews und brauchen darüber hinaus eine Möglichkeit zur Erfassung der Impfdaten", sagt Lufthansa-Vorstand Detlef Kayser der "Bild am Sonntag". Als Begründung teilt die Lufthansa mit, dass mit Hongkong gerade das erste internationale Flugziel eine Impfung für Piloten und Flugbegleiter vorgeschrieben habe. Der Konzern rechne damit, dass Kanada und die USA bald ähnliche Regelungen erlassen werden. Zuletzt hatte die Lufthansa-Tochter Swiss in der Schweiz ungeimpftem Flugpersonal mit der Kündigung gedroht.

+++ 03:22 Australien lobt Millionen bei Impf-Lotterie aus +++

Unentschlossene Bewohner Australiens sollen mit Hilfe einer Millionen-Lotterie dazu bewegt werden, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Insgesamt rund 2,5 Millionen Euro haben Firmen und Philanthropen aufgebracht, um die Impfquote im Land auf über 80 Prozent zu bringen, berichten Medien. Als Höchstpreis winkt ein Scheck über eine Million Dollar, das sind rund 625.000 Euro. Der Sieger soll am 5. November ausgelost werden. Den übrigen Teilnehmern winken in den kommenden Wochen 3100 Preise in Höhe von jeweils 1000 Dollar. "Je schneller wir hohe Impfquoten erreichen, über 80 Prozent, desto schneller können wir sicher zum vollen Umfang von Geschäfts- und Gesellschaftsaktivität zurückkehren", sagt einer der Organisatoren. Aktuell sind in Australien 54 Prozent aller Erwachsenen über 16 Jahren durchgeimpft.

+++ 02:37 Israels "Grüner Pass" erfordert nun Drittimpfung +++

Wegen hoher Infektionszahlen erhöht Israels Regierung in der Corona-Krise den Druck auf zweifach geimpfte Personen: Der sogenannte Grüne Pass, der den Zugang zum öffentlichen Leben erleichtert, gilt nur noch bis zu sechs Monate nach der zweiten Impfung. Danach müssen Betroffene eine dritte Spritze als Auffrischung erhalten. Auch wer positiv auf Corona getestet wurde, muss spätestens sechs Monate danach noch eine Impfung erhalten. Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums könnten von der neuen Regelung mehr als eine Million Menschen betroffen sein. Rund 61 Prozent der rund 9,4 Millionen Einwohner sind laut Gesundheitsministerium zweifach geimpft, rund 37 Prozent dreifach. Der Grüne Pass gilt in Israel für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens: Alle Personen ab drei Jahren müssen nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind, wenn sie Sport- oder Kulturveranstaltungen, Fitnessstudios, Museen, Restaurants, Universitäten oder Konferenzen besuchen wollen.

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+++ 02:05 Techno-Club Berghain nach Lockdown wieder geöffnet +++

Mehr als eineinhalb Jahre nach Beginn der Pandemie und der folgenden Lockdowns ist das Nachtleben in Berlin zurückgekehrt. Im bekanntesten Club der deutschen Hauptstadt, dem Berghain im Stadtteil Friedrichshain, wird seit der Nacht zum ersten Mal seit März 2020 wieder gefeiert - die sogenannte Klubnacht soll ununterbrochen noch bis Montag gehen.

+++ 01:29 Brasilianer protestieren gegen "Völkermörder" Bolsonaro +++

Tausende Menschen haben in rund 60 brasilianischen Städten wieder gegen die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro protestiert. Das Nachrichtenportal "G1" berichtet von Kundgebungen in 20 der 26 Bundesstaaten. Die Demonstranten trugen Plakate und Banner mit Aufschriften wie "Bolsonaro raus" und "Bolsonaro Völkermörder". Sie forderten unter anderem die Amtsenthebung Bolsonaros, mehr Impfstoffe gegen das Coronavirus und Arbeitsplätze in Zeiten der Pandemie. Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost und Schutzmaßnahmen sowie Einschränkungen abgelehnt. Auch den Sinn von Impfungen zieht er in Zweifel und hat mehrmals betont, dass er selbst noch nicht gegen Corona geimpft sei. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zum Corona-Krisenmanagement seiner Regierung läuft.

+++ 23:35 US-Präsident Biden: "Schmerzhafter Meilenstein" +++

Angesichts der mehr als 700.000 registrierten Todesopfer der Corona-Pandemie zeigt sich US-Präsident Joe Biden betroffen. Er spricht von einem "schmerzhaften Meilenstein". Diese erstaunliche Zahl an Todesopfern zeige einmal mehr, wie wichtig es sei, sich impfen zu lassen. Biden ruft Ungeimpfte eindringlich dazu auf, sich eine Spritze geben zu lassen. "Es kann Ihr Leben retten und das der Menschen, die Sie lieben", mahnt er.

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