Coronavirus-Liveticker+++ 23:32 Laborkette Synlab macht wegen Delta-Ausbreitung mehr Umsatz als erwartet +++
Europas größter Laborkette Synlab hat wegen der Ausbreitung der Delta-Variante im Sommer deutlich bessere Geschäfte gemacht als erwartet. Der Umsatz werde in diesem Jahr mit 3,5 Milliarden Euro voraussichtlich um gut ein Drittel über Vorjahr liegen, teilt Synlab mit. Bisher hatte der Börsenneuling mit 3,2 bis 3,3 Milliarden gerechnet. Das Unternehmen hatte schon im Vorjahr massiv vom Test-Bedarf in der Pandemie profitiert.
+++ 22:26 Geschlagen, bedroht, festgehalten: Dorfbewohner in Guatemala gehen auf Impf-Mitarbeiter los +++
Dorfbewohner in Guatemala haben eine Impfkampagne gegen das Coronavirus gewaltsam unterbrochen und 50 Impfdosen zerstört. Ein etwa zehnköpfiges Team des Gesundheitsministeriums wurde am Vortag in dem Ort Maguilá geschlagen und mehrere Stunden lang festgehalten, wie das Ministerium mitteilte. Die Bewohner drohten demnach damit, sie zu lynchen - die Lokalverwaltung musste vermitteln. Die aufgebrachte Menge warf den Angaben zufolge die Fläschchen mit dem Vakzin auf den Boden und zerbrach diese, unter anderem mit Steinen. Die Bewohner von Maguilá, das zur zentralguatemaltekischen Gemeinde Fray Bartolomé de las Casas gehört, hätten sich zuvor organisiert, um die Impfkampagne zu verhindern, hieß es. Sie lehnten es ab, dass dort gegen das Coronavirus geimpft werde - warum, wurde nicht mitgeteilt.
+++ 21:50 Krawalle bei Demo vor EU-Gipfel in Slowenien - Rapper abgeführt +++
Sloweniens Polizei hat mehrfach Tränengas und Wasserwerfer gegen Tausende Demonstranten eingesetzt, die in der Hauptstadt Ljubljana gegen Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen sind. Wie slowenische Medien berichteten, haben Demonstranten dabei auf einem von der Polizei gesperrten Platz das Auto einer ausländischen Delegation umzingelt. Der Rapper Zoran Stefanovic, der als Anführer der Proteste gilt, wurde demnach von der Polizei abgeführt. Die öffentlich-rechtliche slowenische Nachrichtenagentur STA berichtete, dass bei den Protesten Journalisten beleidigt, bedroht und weggestoßen wurden. Beim TV-Sender "N1" zertrümmerten Demonstranten laut STA eine Glastür am Eingang des Sendergebäudes. Eine Sendung musste unterbrochen werden, da Tränengas in die Studios drang.
+++ 21:27 EMA erwägt Prüfung von Merck-Medikament +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA könnte schon bald mit der Prüfung des Corona-Medikaments von US-Pharmakonzern Merck & Co. beginnen. EMA-Experten erwägen, "in den nächsten Tagen eine fortlaufende Prüfung für diesen Wirkstoff einzuleiten", sagte Marco Cavaleri, Leiter der Impfstoffstrategie bei der in Amsterdam ansässigen EMA. Merck & Co. hatte am Freitag angekündigt, "so bald wie möglich" eine Notfallzulassung in den USA und anderswo beantragen zu wollen. Zuvor hatte das Unternehmen mit seiner Partnerfirma Ridgeback Biotherapeutics mitgeteilt, das antivirale Medikament Molnupiravir halbiere bei infizierten Patienten das Risiko einer Krankenhauseinlieferung oder eines tödlichen Krankheitsverlaufes. Bei Studien mit 770 Patienten seien bei den Empfängern eines Placebos acht Menschen gestorben, bei den Empfängern des Medikaments hingegen niemand.
+++ 20:41 Bundesländer melden 7387 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.264.240 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 7387 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich steigen die Fallzahlen leicht an: Der aktuelle Tageszuwachs liegt um 4,9 Prozent über dem Niveau von Dienstag vergangener Woche. Am 28. September hatten die Landesbehörden in der Summe 7041 neue Ansteckungen verzeichnet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 85 auf 93.887. Das sind weniger als noch vor einer Woche. Am vergangenen Dienstag wurden insgesamt 95 Todesfälle gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 132.968 Personen.
Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,92 angegeben (Vortag: 0.98). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1360 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 790 davon werden beatmet. Rund 3864 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
+++ 20:16 Schüler in Bayern mit Klage gegen Nasenabstrich gescheitert +++
Das Verwaltungsgericht Würzburg hat den Eilantrag zweier Schüler abgelehnt, die ihre Corona-Selbsttests mit einer Speichelprobe statt mit einem Nasenabstrich machen wollten. Die 13-jährige Gymnasiastin und ihr 12-jähriger Bruder hatten erklärt, sie hätten häufig Nasenbluten und Angst vor den Tests mit einem in die Nasenhöhle eingeführten Fremdkörper. Die Verwaltungsrichter entschieden, die Landesregierung schließe eine Wahlfreiheit der Schüler bei den Tests bewusst aus. Sie wolle einheitliche Tests im Klassenverband durch die Lehrkraft. Dass andere Bundesländer das anders regeln, mache die bayerische Regelung nicht rechtswidrig. Die beiden Kläger könnten die Tests in der Schule durch eine Impfung vermeiden.
+++ 19:31 20 Infizierte nach Barbesuch auf St. Pauli trotz 2G-Regel +++
In einer Hamburger Bar im Stadtteil St. Pauli hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Dort hatten sich 200 Menschen aufgehalten, 20 von ihnen haben sich mit Corona angesteckt, wie ein Sprecher der Hamburger Sozialbehörde sagte. Es gebe keinerlei Anzeichen, dass es in der Bar Verstöße gegeben habe. Dort gelten die 2G-Regeln (geimpft, genesen). Die 20 Betroffenen müssen nun zwei Wochen lang in Quarantäne, die übrigen Gäste nicht.
+++ 18:55 Hunderte-Millionen-Dollar-Zahlungen erwartet: Indiens höchstes Gericht verordnet Hilfe für Hinterbliebene +++
Indien ist einer der weltweiten Brennpunkte der Pandemie. Das Oberste Gericht in Indien hat nun bestimmt, dass den Familien von Corona-Toten ein Betrag in Höhe von 671 Dollar (579 Euro) zustehen. Das berichtet die "New York Times". Die offiziellen Toten-Zahlen in Indien liegen bei 449.260 Fällen. Zwar wird davon ausgegangen, dass die tatsächliche Zahl viel höher liegt, doch geht man von den genannten Fällen aus, könnten auf den indischen Staat Zahlungen von rund 300 Millionen Dollar zukommen.
+++ 18:21 Falscher Arzt leitete Impfzentrum in Hagen: Geständnis vor Gericht +++
Vor dem Hagener Landgericht hat der Prozess gegen einen 33-jährigen Mann begonnen, der ohne ärztliche Ausbildung unter anderem das Impfzentrum in Hagen geleitet haben soll. Der Angeklagte soll gefälschte Urkunden vorgelegt und sich so als Doktor der Medizin ausgegeben haben. Laut Anklage rechnete er ärztliche Leistungen in Höhe von mehr als 270.000 Euro bei der Stadt und beim Deutschen Roten Kreuz ab. Für den Fall eines Geständnisses sagte die Kammer dem Angeklagten eine Haftstrafe von nicht mehr als vier Jahren und sechs Monaten zu. Der Angeklagte räumte daraufhin die Anklagevorwürfe ein. Für den Prozess sind noch weitere sieben Verhandlungstage bis zum 3. Dezember angesetzt.
+++ 18:00 Berlin streicht Besucher-Obergrenze bei 2G-Events +++
Bei Großveranstaltungen in Berlin gelten ab Sonntag keine Obergrenzen mehr für Besucherzahlen, wenn alle Teilnehmer gegen Corona geimpft oder genesen sind (2G). Das beschloss der Berliner Senat. Galt zuvor eine Obergrenze von 25.000 Menschen, so könnte nach den neuen Regeln etwa das Olympiastadion wieder komplett gefüllt werden - und die Teilnehmer müssten keine Maske tragen. Schon seit einiger Zeit gilt in Berlin, dass Betreiber etwa von Restaurants oder Veranstalter selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu ihren Innenräumen Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder nur noch Geimpften und Genesenen (2G). Im Falle von 2G entfällt die Maskenpflicht. Ergänzend dazu beschloss nun der Senat, dass bei einer 2G-Veranstaltung auch Personal mit unmittelbarem Kundenkontakt geimpft oder genesen sein muss.
+++ 17:28 Grüne Rechnungsprüfer beanstanden Boni an Parteichefs +++
Parteieigene Rechnungsprüfer der Grünen beanstanden Corona-Boni und Sonderzahlungen, die an die Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck sowie andere Mitglieder des Bundesvorstands gezahlt wurden. Das geht aus einem Bericht des Gremiums hervor. Der Bundesvorstand hat nach Angaben von Bundesschatzmeister Marc Urbatsch, der Mitglied des Gremiums ist, bereits beschlossen, die Sonderzahlungen für Vorstandsmitglieder abzuschaffen. Das gelte auch für das laufende Haushaltsjahr."Angesichts der nun vorgetragenen Kritik der Rechnungsprüfer werden die Vorstandsmitglieder zudem den Corona-Bonus an die Partei zurückzahlen", erklärte Urbatsch. "Das gilt auch für den im Prüfbericht bemängelten Anteil am Weihnachtsgeld von 2019." Den Corona-Bonus in Höhe von 1500 Euro pro Person bekamen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grünen-Bundesgeschäftsstelle im vergangenen Winter. Er sollte die Belastungen ausgleichen, die durch die Arbeit im Homeoffice und den Umbau des Gebäudes entstanden. Der Bonus wurde auch an die sechs Mitglieder des Bundesvorstands gezahlt, was laut den Rechnungsprüfern aber nicht durch die parteiinternen Regelungen gedeckt war.
+++ 16:52 Bericht: Infizierter Clubbesucher soll in Bayern ohne Impfung und Test mitgefeiert haben +++
Ein mit Corona infizierter Mann hat am Wochenende im Patersdorfer Club "Tenne" in Bayern mit rund 400 Menschen gefeiert, berichtet der BR. Es galt die 3G-Regel. Der Mann war ungeimpft, heißt es weiter. Zum Zeitpunkt seines Besuchs hätte er noch kein Ergebnis seines PCR-Tests vorliegen gehabt. Er habe sich am Freitag testen lassen, doch wegen einer Verzögerung hätte er am Samstagabend noch kein Testergebnis erhalten, er ging aber dennoch hin. Wie er trotzdem die Kontrolle vor Ort umgehen konnte, ist dem BR zufolge noch unklar. Erste Gäste hätten sich mittlerweile mit Krankheitssymptomen gemeldet. Das Landrats- und Gesundheitsamt des Kreises Regen ermittelt in dem Fall.
+++ 16:16 Eklat in Bayern mit Hunderten Betroffenen: Hausarzt soll falsche Impfausweise ausgestellt haben +++
Mehrere hundert Menschen im Landkreis Donau-Ries sollen mutmaßlich falsch ausgestellte Corona-Impfbescheinigungen einer Hausarztpraxis erhalten haben. Dies sagten Vertreter des Landratsamtes, der Polizei und der Staatsanwaltschaft in Donauwörth. Ein Hausarzt wird verdächtigt, seinen Patienten Impfausweise über Corona-Schutzimpfungen ausgestellt zu haben, ohne tatsächlich einen Impfstoff gespritzt zu haben. Seit dem Vortag werden die Patienten des niedergelassenen Arztes getestet, ob sie ausreichend Antikörper gebildet haben. Mehr als 130 Männer und Frauen hätten am ersten Tag von dem Angebot Gebrauch gemacht, hieß es. Es gebe nach bisherigen Erkenntnissen einerseits Betroffene, die nur für einen Stempel im Impfbuch in die Praxis in Nordschwaben gegangen seien und keine Spritze bekommen hätten. Andererseits gebe es Patienten, die davon ausgegangen seien, korrekt geimpft worden zu sein, obwohl dies wohl nicht der Fall gewesen sei. Wie CSU-Landrat Stefan Rößle betonte, habe seine Behörde dem Mediziner mittlerweile untersagt, die Praxis wieder zu öffnen.
+++ 15:47 935 Menschen lassen sich in der Elbphilharmonie piksen +++
An der zweiten Impfaktion in der Hamburger Elbphilharmonie haben am Vortag 935 Menschen teilgenommen. Das teilte die Sozialbehörde nun mit. Das sind gut einhundert Teilnehmer mehr als bei der ersten Impfaktion Anfang September. Von 14.00 bis 22.00 Uhr konnten sich Impfwillige in den Künstlergarderoben im zwölften Stock des Konzerthauses mit den Impfstoffen von Biontech oder Johnson & Johnson impfen lassen.
+++ 15:10 Umfrage: Mehrheit der Gastronomen in Hessen setzt auf 3G-Regel +++
Die Mehrheit der Gastronomen in Hessen ermöglicht Geimpften, Genesenen und negativ Getesteten (3G) den Zutritt. Laut einer neuen Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Hessen sprachen sich 64 Prozent von gut 600 befragten Betrieben gegen einen Zugang nur für Geimpfte und Genesene (2G) in der Pandemie aus. Lediglich 11 Prozent haben sich stattdessen für das 2G-Modell entschieden. Gut ein weiteres Viertel wechselt zwischen beiden Modellen. Gleichzeitig fordern 58 Prozent der Befragten, Abstände und Maskenpflicht in den Innenräumen beim 3G-Modell abzuschaffen.
+++ 14:41 Mehr psychische Auffälligkeiten bei Kindern +++
Wissenschaftler schlagen in jüngster Zeit in mehreren Studien Alarm in Sachen psychischer Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen. Die Landesärztekammer Hessen hat nun einen "Runden Tisch" initiiert, um über Erfahrungen, Vorbeugung und Warnsignale zu sprechen. Mehrere Experten sprachen dabei in Frankfurt einen "Brennglaseffekt" der Pandemie an. "Wir stellen häufig fest, dass Symptome stärker ausgeprägt sind als vor Corona", sagte die Kinder und Jugendpsychiaterin Martina Pitzer, Direktorin einer Fachklinik in Eltville. So habe es eine deutliche Zunahme von Essstörungen gegeben mit massiv untergewichtigen jungen Patienten, die in die Klinik gekommen seien.
+++ 14:15 J&J legt weitere Daten für Auffrischungsimpfung vor +++
Johnson & Johnson, die einen Einmal-Impfstoff auf den Markt gebracht haben, hat den US-Antrag auf eine Notfallgenehmigung für die Auffrischungsimpfung seines Covid-19-Impfstoffs ergänzt. Es seien der US-Gesundheitsbehörde FDA zusätzliche Daten übermittelt worden, die zeigen, dass die Impfung den Schutz auf 94 Prozent gegen mittelschwere bis schwere oder kritische Covid-19 in den USA erhöht, teilte der US-Pharmakonzern mit. Der Antrag umfasst aktuelle Daten aus einer Phase-3-Studie, die zeigen, dass die Auffrischungsimpfung, die 56 Tage nach der ersten Dosis verabreicht wird, 94 Prozent Schutz vor symptomatischen Erkrankungen bei mittelschwerem bis schwerem/kritischem Covid-19 und 100 Prozent Schutz vor schwerem/kritischem Covid-19 mindestens 14 Tage nach der Auffrischungsimpfung bietet.
+++ 13:51 Rechtsextreme beeinflussen verstärkt Proteste +++
Sachsen-Anhalts Verfassungsschützer beobachten eine verstärkte Einflussnahme von Rechtsextremisten bei Anti-Corona-Protesten. Mehrere rechtsextremistische Protagonisten und Organisationen hätten dazu aufgerufen, sich an Demonstrationen gegen staatliche Eindämmungsmaßnahmen zu beteiligen und so auch außerhalb der rechtsextremistischen Szene in der Öffentlichkeit Präsenz zu zeigen. Das geht aus dem Verfassungsschutzbericht für 2020 hervor.
+++ 13:30 Italienischer Patient bedankt sich bei Kretschmer +++
Eineinhalb Jahre nach seiner Behandlung in Leipzig bedankt sich der Corona-Intensivpatient Felice Perani bei Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer für die Hilfe in Deutschland. "Sie haben mir das Leben gerettet", sagt er mit Tränen in den Augen an die Ärzte gerichtet. Er überreicht Kretschmer eine Nachbildung des Turiner Grabtuches. Sachsen hatte Perani im Frühjahr 2020 als ersten Patienten aus Bergamo einfliegen lassen, weil die dortigen Krankenhäuser voll waren. Am Ende lag er 76 Tage auf der Intensivstation.
+++ 13:05 Zahl der freien Intensivbetten sinkt +++
Die Anzahl der hierzulande freien Intensivbetten geht deutlich zurück, auf aktuell 3864 - das sind 445 weniger als noch am Montag. Damit sind nun nur noch 15,4 Prozent der Intensivbetten frei, nach 17,2 Prozent am Vortag. 1360 Covid-19-Patienten müssen zurzeit auf einer Intensivstation behandelt werden, elf mehr als am Montag.
+++ 12:44 JP Morgan schränkt Reisen für Ungeimpfte ein +++
Die amerikanische Großbank JP Morgan will Geschäftsreisen ihrer US-Mitarbeiter einschränken, die nicht geimpft sind oder ihren Impfstatus nicht angeben. Das geht aus einem internen Dokument hervor, das Reuters einsehen konnte. Die Bank verlangt von solchen Beschäftigten zudem, sich zweimal wöchentlich testen zu lassen. Zudem müssten sie höhere Beiträge zur Krankenversicherung leisten, um Kosten im Zusammenhang mit dem Testen abzudecken. Das Finanzinstitut will außerdem ab sofort einen Impfnachweis von Mitarbeitern, die persönlich an Kundenveranstaltungen teilnehmen.
+++ 12:18 Ex-Verfassungsrichter: Vertrauen in Staat erschüttert +++
Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, mahnt eine Aufarbeitung der Corona-Pandemie an. "Bei aller Hoffnung, dass die Zeit der wesentlichen Freiheitseinschränkungen zu Ende geht, ist diese Aufarbeitung dringend geboten: politisch und durch die Gerichte, die bislang ja fast nur vorläufige Eil-, aber keine endgültigen Entscheidungen über die Rechtmäßigkeit der Maßnahmen getroffen haben", sagt Papier der "Welt". Das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates und die Rationalität seiner Entscheidungen sei "im Laufe der Zeit erschüttert worden". "Es wurde nicht generell, aber doch teilweise ziemlich irrational, widersprüchlich, kopflos und im Übermaß reagiert."
+++ 11:58 Deutsche machen sich weniger Sorgen +++
Trotz anhaltend hoher Infektionszahlen machen sich die Menschen in Deutschland weniger Sorgen über die Auswirkungen des Coronavirus. In einer Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung geben lediglich 12 Prozent der Befragten an, über körperliche Auswirkungen beunruhigt oder sehr beunruhigt zu sein. 17 Prozent erklären, beunruhigt über ihre psychische Gesundheit zu sein. 11 Prozent machen sich demzufolge Gedanken über ihre wirtschaftliche Situation. Die Menschen gehen zum Herbstbeginn auch weniger auf Distanz zu ihren Mitmenschen, um sich vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Ende Juni, als die Infektionszahlen vergleichsweise niedrig waren, gaben noch 50 Prozent der Befragten an, weniger das Zuhause zu verlassen. Nun sind es nur noch 30 Prozent. 64 Prozent äußerten Ende Juni, seltener Freunde und Familie zu treffen. Das sagen nun nur noch 44 Prozent.
+++ 11:34 Australien sperrt Touristen bis 2022 aus +++
Australien will erst im nächsten Jahr wieder Touristen ins Land lassen. Das berichten mehrere Medien. Man werde sich zunächst auf qualifizierte Zuwanderer und Studenten aus dem Ausland konzentrieren, sagt demnach Premierminister Scott Morrison. Diese müssten vollständig gegen Corona geimpft sein. Ab November sollen Menschen mit dauerhafter Aufenthaltserlaubnis wieder ins Ausland reisen dürfen - das erste Mal seit Inkrafttreten strenger Reiseverbote im März 2020.
+++ 11:12 Impfquoten kommen nicht vom Fleck +++
In Deutschland wird inzwischen so wenig geimpft, dass sich an den Quoten im Vergleich zum Vortag nichts ändert. 68,2 Prozent der Bevölkerung sind geimpft, allerdings nur 64,7 Prozent bereits vollständig. In den vergangenen zwei Wochen ist die Impfleistung deutlich zurückgegangen.
+++ 10:50 1400 amerikanische Impfverweigerer verlieren Job +++
1400 Mitarbeiter des größten Gesundheitsdienstleisters des US-Bundesstaates New York, Northwell Health, lehnen eine Impfung ab und mussten deshalb ihren Arbeitsplatz aufgeben. Das berichtet die "New York Times". New York verlangt, dass die mehr als 650.000 Mitarbeiter von Krankenhäusern und Pflegeheimen geimpft werden. Die Regierung Biden hat eine Impfpflicht für viele Mitarbeiter des Gesundheitswesens zu einem zentralen Bestandteil ihrer Impf-Bemühungen gemacht.
+++ 10:20 Wirkung von Biontech lässt deutlich nach +++
Die Wirksamkeit des Impfstoffs von Pfizer/Biontech bei der Vorbeugung einer Infektion sinkt sechs Monate nach der zweiten Dosis von 88 Prozent auf 47 Prozent. Das zeigt eine Analyse von Pfizer und Kaiser Permanente, die in der Fachzeitschrift "Lancet" veröffentlicht wurde. Die Daten deuten laut den Forschern darauf hin, dass der Rückgang auf nachlassende Wirksamkeit und nicht auf ansteckendere Varianten zurückzuführen ist. Die Wirksamkeit bei der Verhinderung von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen blieb mindestens sechs Monate lang bei 90 Prozent, selbst gegen die hoch ansteckende Delta-Variante.
+++ 09:56 Pandemie gibt Online-Banking Schub +++
Der Trend geht zum Online-Banking. Sechs von zehn Erwachsenen in Deutschland nutzen Online-Banking oder mobile Zugänge etwa über das Smartphone, um zumindest einen Teil ihrer Bankgeschäfte zu erledigen. Das ergibt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Die Filiale ist demnach auf dem Rückzug: Während 2014 noch 27 Prozent der Menschen angaben, einmal pro Woche ihre Bank zu besuchen, sagen dies jetzt nur noch 13 Prozent. "Die Pandemie hat dem Online-Banking einen regelrechten Schub versetzt", stellt BdB-Hauptgeschäftsführer Andreas Krautscheid fest.
+++ 09:31 Kurzarbeit geht langsamer zurück +++
Die Zahl der Menschen in Kurzarbeit sinkt nach einer Schätzung des Ifo-Instituts weiter. Allerdings verlangsamt sich das Tempo des Rückgangs. Demnach waren im September noch 610.000 Menschen in Kurzarbeit, nach 694.000 im August. Im Juli hatte es mit 1,07 Millionen noch deutlich mehr Menschen in Kurzarbeit gegeben. Die aktuelle Schätzung basiert auf der Konjunkturumfrage des Instituts und Daten der Bundesagentur für Arbeit. Im Juli waren demnach 3,2 Prozent der abhängig Beschäftigten in Kurzarbeit, im August 2,1 Prozent und im September nun 1,8 Prozent.
+++ 09:10 Zahl der Neuinfektionen steigt wieder +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland fällt im Vergleich zum Vortag leicht. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche aktuell mit 63,6 an. Am Vortag hatte der Wert bei 64,7 gelegen, vor einer Woche allerdings bei 60,3. Die Gesundheitsämter in Deutschland melden binnen eines Tages 4799 Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4171 Ansteckungen gelegen.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 08:45 Astrazeneca beantragt Notfallzulassung für Prophylaxe +++
Astrazeneca beantragt bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für die Covid-19-Prophylaxe AZD7442. Es wäre der erste lang wirkende Antikörper, der eine Notfallzulassung für die Covid-19-Prophylaxe erhalten würde, so Astrazeneca. Daten aus einer Phase-3-Studie zeigten demnach eine 77-prozentige Verringerung des Risikos, eine symptomatische Covid-19-Erkrankung zu entwickeln.
+++ 08:26 Städte planen Weihnachtsmärkte +++
Mehrere Städte in Niedersachsen planen trotz der Corona-Pandemie mit Weihnachtsmärkten in diesem Jahr. In Hildesheim, Braunschweig und Göttingen ist dies der Fall, wie Sprecher der Städte mitteilen. Die Zahl der Stände soll in Hildesheim vergleichbar sein mit früheren Zeiten vor der Pandemie. Jedoch sei mehr Fläche dafür eingeplant. Alkoholausschank solle in jedem Fall möglich sein. Das Land will in dieser Woche die Regeln bekannt geben.
+++ 08:05 Test-Center legen Preise selbst fest +++
Wie teuer die ab 11. Oktober kostenpflichtigen Corona-Schnelltests sein werden, die Ungeimpfte zumeist beim Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen brauchen, ist noch unklar. Nach Auskunft des NRW-Gesundheitsministeriums ist keine bundeseinheitliche Preisvorgabe vorgesehen. "Auch seitens des Landes Nordrhein-Westfalen ist keine Vorgabe geplant", sagt eine Ministeriumssprecherin. Die Teststellen seien aber zum deutlich sichtbaren Aushang der Preise verpflichtet.
+++ 07:45 Bremerhaven überholt Traunstein bei höchster Inzidenz +++
Noch immer dominieren bayerische Kreise und kreisfreie Städte die "Top Ten" der am stärksten betroffenen Regionen. Doch nun erreicht Bremerhaven mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 255,4 Platz eins. Am Montag hatte dort noch der bayerische Kreis Traunstein gelegen. Auch drei Regionen in Baden-Württemberg tauchen weiterhin in der Liste auf.
+++ 07:20 Ohne digitale Dokumente droht Chaos an Flughäfen +++
Die Luftfahrtbranche warnt vor Chaos an den Flughäfen, wenn der Verkehr ohne digitale Verfahren für Corona-Tests und andere Dokumente wieder in Gang kommt. Vor der Pandemie hätten Reisende vor dem Abflug und nach der Ankunft im Schnitt eineinhalb Stunden in den Flughäfen verbracht, sagt der Vizechef des Branchenverbands IATA, Conrad Clifford. Im ersten Halbjahr dieses Jahres habe es in Spitzenzeiten aber bereits bis zu drei Stunden gedauert. "Und das Reiseaufkommen war gerade einmal bei 30 Prozent der Dimensionen vor Covid."
+++ 06:59 Schmidts Tivoli lässt nur Geimpfte und Genese ein +++
Mit einer Vorstellung des St.-Pauli-Musicals "Heiße Ecke" stellt das Schmidts Tivoli als erstes größeres Theater in Hamburg vollständig auf das 2G-Modell um. "Das bedeutet für uns und das Theatererlebnis unserer Gäste einen erheblichen Schritt in Richtung Normalität", heißt es auf der Homepage. Auch die Staatsoper stellt am 1. November auf 2G um. Viele andere Theater in Hamburg wollen zunächst bei 3G bleiben oder prüfen noch - bei 3G kommen die Getesteten hinzu. Zur Schmidt-Familie gehören das Schmidt Theater, das Schmidts Tivoli und das kleinere Schmidtchen auf der Reeperbahn.
+++ 06:39 Southwest Airlines fordert Impfung von allen Mitarbeitern +++
Southwest Airlines zieht mit den Wettbewerbern gleich und verlangt unter Berufung auf neue Vorschriften für Unternehmen, die mit der US-Regierung zusammenarbeiten, dass ihre Mitarbeiter gegen Covid-19 geimpft werden. Die US-Fluggesellschaft teilt ihren Mitarbeitern mit, dass sie sich bis zum 8. Dezember impfen lassen müssen, dem Stichtag, den die Regierung für Bundesauftragnehmer festgelegt hat. American Airlines, Alaska Air und Jetblue Airways hatten bereits letzte Woche angekündigt, dass sie ihre Angestellten impfen lassen werden.
+++ 06:19 Lehrer verlangen einheitliche Regeln für Schulen +++
Der Deutsche Lehrerverband fordert ein Ende der unterschiedlichen Corona-Regelungen an Schulen. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger verlangt in der "Rheinischen Post" einheitliche Kriterien für Tests, Maskenpflicht und den erforderlichen Mindestabstand bei stark steigenden Inzidenzen. Ebenso müssten die Infektions- und Quarantänezahlen wöchentlich bundesweit erfasst werden. Meidinger: "Das größte Ärgernis für uns als Lehrerverband ist die Tatsache, dass bei den Corona-Maßnahmen derzeit wieder ein Rückfall in die wildeste Kleinstaaterei stattgefunden hat."
+++ 06:01 Rekord-Zahlen trotz Lockdown +++
Die Corona-Zahlen im australischen Bundesstaat Victoria steigen trotz eines seit zwei Monaten andauernden Lockdowns weiter und haben einen neuen Höchstwert erreicht. Die Behörden in der Region mit der Metropole Melbourne melden 1763 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie und mehr als jemals in einem anderen australischen Bundesstaat verzeichnet wurden. Derzeit lägen mehr als 500 Einwohner Victorias in Verbindung mit Covid-19 in Krankenhäusern, davon rund 100 auf der Intensivstation, sagt Regionalpremier Daniel Andrews. 66 Prozent der Patienten seien nicht geimpft, 28 Prozent hätten eine Impfdosis erhalten, 6 Prozent seien vollständig geimpft.
+++ 05:00 Australien deckt sich mit antiviralen Pillen ein +++
Australien kauft 300.000 Dosen der experimentellen antiviralen Pillen von Merck&Co. Nach Ansicht von Experten könnte das erste orale Coronavirus-Medikament "Molnupiravir" bei besonders gefährdeten Patienten die Wahrscheinlichkeit zu sterben oder ins Krankenhaus eingeliefert zu werden auf die Hälfte reduzieren. Das Medikament muss in Australien noch zugelassen werden.
+++ 03:59 Stöhr fordert "Freedom Day" für Minderjährige +++
Der Virologe Klaus Stöhr plädiert für ein Ende aller Anti-Corona-Maßnahmen für Minderjährige, weil diese nicht schwer an dem Virus erkrankten. Auf die Frage, ob er einen sogenannten "Freedom Day" wie Kassenärztechef Andreas Gassen fordere, sagte Stöhr der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Ja, bei den Kindern und Jugendlichen sofort." Diese sollten "alle als geimpft oder genesen gelten". Masken in den Schulen und die Testpflicht für diese Gruppe sollten seiner Meinung nach verschwinden.
+++ 02:43 RKI-Befragung: Klinik-Personal zu über 90 Prozent geimpft +++
Die Impfquote in Krankenhäusern ist hoch: In einer Online-Befragung des Robert-Koch-Instituts (RKI) gaben im Sommer 91 Prozent der Teilnehmenden an, bereits vollständig geimpft zu sein. Weitere vier Prozent warteten im Studienzeitraum von Ende Juni bis Ende Juli noch auf die zweite Impfdosis. "Die Hauptgründe gegen eine Impfung waren die Furcht vor bleibenden Schäden, die Sorge, dass die neuen Impftechnologien nicht sicher sein könnten, der Wunsch, noch abwarten zu wollen und die Furcht vor starken Nebenwirkungen", schreiben die Autoren des Ergebnisberichts zu den Gründen. Rund ein Fünftel der Ungeimpften gab an, bereits mit Corona infiziert gewesen zu sein.
+++ 01:48 Städtetagspräsident für 2G-Regel auf Weihnachtsmärkten +++
Städtetagspräsident Burkhard Jung ruft alle Bundesländer zu größeren Anstrengungen bei den Corona-Impfungen auf - und zur Anwendung von 2G-Regeln. "Wer auf den Weihnachtsmarkt gehen will, soll sich vorher impfen lassen. Auch in pädagogischen Einrichtungen und in der Pflege sollte 2G gelten", sagte Leipzigs Oberbürgermeister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sinnvoll sei auch, wenn nur Geimpfte und Genesene Kinos, Clubs oder das Fitnessstudio besuchen könnten.
+++ 22:32 Immer weniger Menschen nutzen Bürgertests in Mecklenburg-Vorpommern +++
Kurz vor dem Auslaufen der kostenfreien Corona-Bürgertests in Mecklenburg-Vorpommern am 11. Oktober lässt die Nachfrage nach. In der Woche vom 12. April 2021 wurden laut dem ZEPOCTS-Portal mehr als 307.000 Tests vorgenommen, in der Woche vom 13. September waren es gerade einmal etwas mehr als 2.000, wie der NDR berichtet. Das Portal ist ein Forschungsprojekt der Universitätsmedizin in Greifswald, und es sind längst nicht alle Teststellen zu einer Meldung an das Portal verpflichtet. Dennoch gibt es nach eigener Darstellung einen guten Anhaltspunkt für die Entwicklung der Nachfrage. Insgesamt wurden im Nordosten den Angaben zufolge 4,5 Millionen Antigen-Schnelltests seit Mitte November 2020 gemacht.
+++ 22:01 Niedersachsen plant Studie zu Long Covid bei Kindern +++
In Niedersachsen soll in einer interdisziplinären Studie das neue Krankheitsbild Long Covid bei Kindern und Jugendlichen untersucht werden. In der Regel hätten coronainfizierte Kinder zwar relativ harmlose Verläufe, sagt der Kinderarzt Thomas Buck in Hannover. Studien zufolge müssten allerdings zwei bis vier Prozent der jungen Covid-Patienten mit Langzeitfolgen rechnen. Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler sagte, dass die Studie mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und ihr verbundenen Einrichtungen geplant sei, auch das Sozialministerium sei beteiligt.
+++ 21:23 Lauterbach fordert schnelle Regierungsbildung wegen Corona +++
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert eine schnelle Regierungsbildung, um in der Corona-Politik handlungsfähig zu bleiben. Angesichts des bevorstehenden Winters könne man sich langwierige Koalitionsverhandlungen nicht leisten, sagte Lauterbach im Inforadio vom rbb. Andernfalls plädierte er für ein Corona-Übergangsgremium: "Wenn es sich tatsächlich länger hinziehen würde, dann wäre es nicht dumm, ein Gremium zu schaffen, das zwischenzeitlich arbeitet. Aber ich glaube, das wird nicht notwendig sein, ich rechne mit einer schnellen Entscheidung für die Ampel-Koalition."
+++ 20:50 Sachsen-Anhalt will Corona-Verordnung bis Mitte November verlängern +++
Sachsen-Anhalts Landesregierung will die bestehende 14. Corona-Verordnung noch in dieser Woche verlängern. Das bestätigt ein Sprecher des Sozialministeriums. Die Verordnung wäre mit Ablauf des 7. Oktober außer Kraft getreten und soll nun bis zum 12. November per Umlaufbeschluss verlängert werden. Inhaltliche Veränderungen sind nicht geplant, in der Verordnung sollen lediglich die Bezeichnungen der Ministerien den neuen Ressortzuschnitten angepasst werden.
+++ 20:07 Bundesländer melden 3527 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.256.853 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 3527 neue Fälle hinzu. Der aktuelle Tageszuwachs liegt um 6,8 Prozent über dem Niveau von Montag vergangener Woche. Am 27. September hatten die Landesbehörden in der Summe 3302 neue Ansteckungen erfasst. Am Montag vor zwei Wochen waren es dagegen 4004, also 477 Neuinfektionen mehr als heute. Die Zahl der übermittelten Todesfälle zeigt sich im Wochenvergleich kaum verändert. Sie stieg um 25 auf 93.802. Vor einer Woche waren es 27 Todesfälle. Als aktuell infiziert gelten rund 135.521 Personen.
Die Ansteckungsrate ist laut des Robert-Koch-Instituts (RKI) wieder knapp unter die kritische Marke gefallen. Aktueller Stand: 0,98 (Vortag: 1,07). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1349 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 795 davon werden beatmet. Rund 4309 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
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