Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:41 US-Präsident Trump nimmt "täglich Hydroxychloroquin ein" +++

US-Präsident Donald Trump nimmt nach eigenen Angaben seit eineinhalb Wochen zur Vorbeugung gegen Covid-19 das Medikament Hydroxychloroquin ein - täglich eine Tablette. "Was hat man zu verlieren?" sagt er vor Journalisten. Es sei gut möglich, dass die Arznei etwas bewirke. Trump pries bereits in der Vergangenheit das Anti-Malaria-Mittel an. EU-Experten sehen dagegen keinen Beleg, dass es gegen Covid-19 wirkt. Gegenwärtig laufen mehrere Studie zur Klärung der Frage. Hydroxychloroquin hat Nebenwirkungen und kann etwa zu Herzproblemen führen.

+++ 23:22 Italien: Kein Restart der Serie A vor 14. Juni +++
Die italienische Regierung verbietet Sportevents bis zum 14. Juni. Erst danach soll beschlossen werden, ob die Fußballsaison in der Serie A zu Ende gespielt werden dürfe, heißt es in einer neuen Regierungsverordnung. Der nationale Fußballverband (FIGC) passt sich dem Regierungsbeschluss an, macht jedoch Druck für einen Neustart der Meisterschaft am 13. Juni, sollten sich die epidemiologischen Daten in Italien positiv entwickeln. Das geht aus einer Pressemitteilung des Verbandes hervor. Bei einem Neustart am 20. Juni müssten die Klubs aus der Serie A zweimal pro Woche ran, um die noch zu absolvierenden zwölf Spieltage zu Ende zu führen. Italiens Meisterschaft ist seit dem 9. März unterbrochen. Drei Klubs (FC Parma, FC Turin und AC Florenz) haben noch mit dem Coronavirus infizierte Spieler.

+++ 22:55 US-Experten testen Antikörper in 25 Ballungsräumen +++
Die US-Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) wollen im Sommer bis zu 325.00 Bürger aus 25 Ballungsräumen auf Antikörper gegen das Coronavirus testen. Die Untersuchung solle im Juni oder Juli beginnen, teilt die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf beteiligte Wissenschaftler und eine CDC-Sprecherin mit. Eine bereits gestartete Vorab-Untersuchung unter der Leitung von Michael Busch vom Vitalant Research Institute untersucht gegenwärtig 36.000 Proben. Ein CDC-finanzierter Teil soll demnach in den kommenden Tagen angekündigt werden und die Entwicklung über 18 Monate verfolgen.

+++ 22:18 Schweden meldet im April höchste Todesrate seit über 20 Jahren +++
Das in der Corona-Pandemie einen Sonderweg gehende Schweden hat im April die seit Jahren höchste Sterberate verzeichnet. Wie die schwedische Statistikbehörde mitteilte, starben im Land im vergangenen Monat 10.458 Menschen - mehr als in allen anderen Monaten der vergangenen Jahrzehnte. "Wir müssen bis zum Dezember 1993 zurückgehen, um mehr Tote in nur einem Monat zu haben", erklärte Tomas Johansson von der Statistikbehörde. Eine offizielle Erklärung für die hohe Zahl der Todesfälle 1993 gibt es Johansson zufolge nicht. Allerdings wurde Schweden in jenem Jahr von einer Grippewelle heimgesucht.

 

+++ 21:49 Krawalle bei Corona-Protesten in Chile +++

Bei Protesten gegen die strikten Corona-Regeln haben sich Demonstranten und Polizisten in einem Vorort von Santiago de Chile heftige Auseinandersetzungen geliefert. Bewohner von El Bosque im Süden der chilenischen Hauptstadt errichteten Barrikaden und warfen Steine auf Polizisten, wie der Radiosender Cooperativa berichtete. Die Beamten setzten Wasserwerfer und Tränengas ein. Die Ortschaft steht wegen der grassierenden Corona-Pandemie seit rund einem Monat unter Quarantäne. Viele Bewohner können deshalb ihrer Arbeit nicht nachgehen.

+++ 21:19 Türkei: Erdogan kündigt Ausgangssperre an +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat wegen der Corona-Krise eine viertägige Ausgangssperre über die Feiertage am Ende des Fastenmonats Ramadan angekündigt. Sie beginne am Vorabend des sogenannten Zuckerfests in der Nacht zum 23. Mai und ende am 26. Mai, sagte Erdogan nach einer online abgehaltenen Kabinettssitzung in Istanbul. Die Maßnahme gelte für das ganze Land. Die Türkei erlässt seit Wochen weitgehende Ausgehverbote in ausgewählten Provinzen über das Wochenende oder an Festtagen. Bis Dienstag - einem Feiertag in der Türkei - gilt etwa noch eine Ausgangssperre in 15 Städten und Provinzen, darunter in Ankara, Istanbul und Izmir. Erdogan sagte, er hoffe, dass die Ausgangssperren nach dem Zuckerfest aufgehoben werden könnten. Reisebeschränkungen für 15 Städte, darunter Ankara und Istanbul, würden allerdings um weitere 15 Tage verlängert.

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+++ 20:48 Weltärztepräsident warnt vor Lockerungen für Reisen +++

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery warnt vor einer Öffnung der europäischen Grenzen für den Tourismus. "Ich würde der Regierung raten, die Grenzen geschlossen zu halten - und zwar in beiden Richtungen", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mit Blick auf die Ankündigung von Außenminister Heiko Maas, die Reisewarnung für Europa Mitte Juni aufzuheben, warnte Montgomery vor einem gefährlichen Wettlauf: "Die neuen Lockerungen zwischen den europäischen Ländern bereiten mir große Sorge, weil wir wieder einen Überbietungswettbewerb bekommen werden: Wer öffnet weiter, wer öffnet schneller?" Durch den Reiseverkehr werde das Risiko einer zweiten Infektionswelle steigen: "Sie wird härter als die erste, weil wir nicht mehr so vorsichtig sein werden."

+++ 20:15 Zahl der Infizierten fällt in Deutschland weiter +++

In Deutschland ist die Zahl der aktuell Infizierten laut einer Zählung von ntv.de auf unter 15.000 gefallen. Demnach leiden offiziell 14.641 Menschen in der Bundesrepublik momentan an einer Corona-Infektion. 8004 infizierte Personen sind bislang verstorben. Die Zahl der Genesenen liegt bei mehr als 152.000.

 

+++ 19:55 US-Gesundheitsminister wirft WHO Versagen vor +++

Die USA haben erneut schwere Vorwürfe gegen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhoben. Einer der "wichtigsten Gründe, warum dieser Ausbruch außer Kontrolle geriet" sei gewesen, dass die WHO dabei versagt habe, "die Informationen zu besorgen, die die Welt brauchte", sagte US-Gesundheitsminister Alex Azar in einer Videoansprache bei der virtuellen Jahrestagung der WHO-Mitgliedstaaten. "In einem offensichtlichen Versuch, diesen Ausbruch zu vertuschen, hat sich mindestens ein Mitgliedstaat über seine Transparenzverpflichtungen lustig gemacht - mit enormen Folgekosten für die ganze Welt", sagte Azar in Anspielung auf China. Die WHO habe bei ihrer "Kernaufgabe versagt", Informationen zu beschaffen und für Transparenz zu sorgen. Dies dürfe "nie wieder geschehen" - die Länder bräuchten "gerade jetzt eine effektiver handelnde" WHO.

+++ 19:18 Zahl der aktuellen Corona-Fälle in Italien weiter rückläufig +++

In Italien sinkt die Zahl der aktuell Corona-Infizierten und der Todesopfer durch die Lungenkrankheit stetig weiter. Wie der Zivilschutz in Rom mitteilte, registrierten die Behörden in den vergangenen 24 Stunden 99 Corona-Tote. Das war der niedrigste Wert seit dem sogenannten Lockdown in der ersten Märzhälfte. Insgesamt wurden in Italien seit Februar 32.007 Corona-Todesopfer gezählt. Experten vermuten jedoch, dass die Zahl noch höher liegt. Insgesamt geht der Zivilschutz von 66.553 Menschen aus, die nachweislich derzeit das Virus in sich tragen. Auch dieser Wert fällt seit längerem.

 

+++ 18:49 Merkel wirbt für einheitliche Corona-Regeln in der EU +++

Kanzlerin Angela Merkel hat eine Angleichung der Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie innerhalb der Europäischen Union angemahnt, um den freien Reiseverkehr wieder zu ermöglichen. Sie regte nach einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron an, sich dabei an der deutschen Obergrenze für Neuinfektionen zu orientieren. Danach sollen aufgehobene Lockerungen rückgängig gemacht werden, wenn die Grenze von 50 Neuerkrankungen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner überschritten wird. "So muss es auch in anderen Ländern sein, dann kann man sich gut aufeinander verlassen", betonte Merkel.

+++ 18:23 Soldaten helfen bei der österreichischen Post aus +++

Wegen einer Häufung von Coronavirus-Infektionen helfen rund 400 Soldaten derzeit in einem Logistikzentrum der österreichischen Post aus. Das teilte Österreichs Verteidigungsministerin Klaudia Tanner mit. Am Wochenende sei das Areal im Bundesland Niederösterreich desinfiziert worden, in der Nacht hätten die Soldaten und Zivilbediensteten dann mit der Arbeit begonnen. Sie ersetzten dabei die gesamte Mannschaft der Post in der Logistikhalle in Hagenbrunn. Der Einsatz sei vorerst auf zwei Wochen befristet. Die Post hat nach eigenen Angaben zudem für ein weiteres Zentrum um Unterstützung gebeten. Die Häufung der Fälle in den beiden Zentren dürfte auf Leiharbeitsfirmen zurückgehen, deren Mitarbeiter bei der Post eingesetzt werden.

+++ 17:45 Geschlossene Schlachthöfe hatten den gleichen Subunternehmer +++

Die beiden vom Coronavirus betroffenen Westfleisch-Standorte im münsterländischen Coesfeld und im niedersächsischen Dissen sind vom gleichen Dienstleister mit Personal versorgt worden. "Bei den betroffenen Mitarbeitern handelt es sich größtenteils um Arbeiter eines Subunternehmers, der auch das Personal im Westfleisch-Schlachthof in Coesfeld stellt", sagte die niedersächsische Sozialministerin, Carola Reimann, in Hannover. Nach einer sehr hohen Zahl mit infizierten Mitarbeitern war vor einigen Tagen der Westfleisch-Schlachthof in Coesfeld im Münsterland geschlossen worden. Am Montag wurde der Fleischbetrieb in Dissen geschlossen. Dort waren bei 92 von 278 getesteten Personen Infektionen festgestellt worden.

 

+++ 17:17 MV meldet ersten Tag ohne Neuinfektion seit März +++

Mecklenburg-Vorpommern hat seit Wochen wenige Corona-Neuinfektionen. Nun gibt es eine weitere Entwicklung, die Experten schon erwartet hatten. Erstmals seit dem 14. März hat es in dem Bundesland einen Tag ohne nachgewiesene Corona-Neuinfektion gegeben. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte, blieb die Zahl der registrierten Corona-Fälle bei 751, auch die Zahl der Corona-Toten lag unverändert bei 20. Nach den vergangenen Wochen sei die Entwicklung zu erwarten gewesen, sagte der Tropenmediziner Emil Reisinger von der Universitätsmedizin Rostock. Dafür gebe es mehrere Gründe: Mecklenburg-Vorpommern sei sehr dünn besiedelt und keine Karnevals- beziehungsweise Skifahrer-Hochburg. Zudem habe das Land mehr Zeit gehabt, sich auf die Pandemie vorzubereiten.

+++ 16:40 Ehemaliger WHO-Direktor: Virus könnte von alleine verschwinden +++

Karol Sikora, ehemaliger Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), glaubt, dass das Coronavirus auf natürliche Weise verschwinden könnte, noch bevor es einen Impfstoff gibt. "Wir sehen überall ein ähnliches Muster - ich vermute, dass wir eine höhere Immunität haben als wir denken", teilte der britische Mediziner auf Twitter mit. Trotzdem sei es wichtig, die Ausbreitung des Virus weiter zu verlangsamen.

Der deutsche Virologe Prof. Jonas Schmidt-Chanasit von der Universität Hamburg ist anderer Auffassung. "Dass dieses Virus in der jetzigen Situation komplett verschwindet, wir nennen das Eradikation, glaube ich nicht", sagte der Mediziner gegenüber der "Bild"-Zeitung. Dafür müsste ein großer Teil der Bevölkerung immun sein. "Möglich ist aber, dass es keine zweite Welle geben wird", so Schmidt-Chanasit.

+++ 16:00 US-Labor meldet positive Ergebnisse bei Impfstoff-Tests +++

Das US-Biotech-Unternehmen Moderna hat von "positiven Zwischenergebnissen" in der ersten Phase von klinischen Tests eines möglichen Impfstoffs gegen das Coronavirus berichtet. Der gemeinsam mit der US-Gesundheitsbehörde NIH entwickelte Impfstoff mRNA-1273 habe bei acht von 45 Studienteilnehmern eine Immunreaktion hervorgerufen, teilte das Unternehmen mit. Diese ähnelte demnach der Reaktion infizierter Menschen auf das Virus. "Obwohl sie als vorläufig zu betrachten sind, zeigen die Zwischenergebnisse der ersten Phase, dass eine Impfung mit mRNA-1273 eine Immunreaktion in der gleichen Größenordnung auslösen kann, wie sie durch eine natürlich ausgelöste Infektion hervorgerufen wird", erklärte Tal Zaks, medizinischer Leiter von Moderna.

+++ 15:35 Pariser Polizei darf Corona-Regeln nicht mehr mit Drohnen überwachen +++

Die Polizei in Paris muss im Kampf gegen Corona die Überwachung mit Drohnen vorerst einstellen. Der Einsatz verstoße gegen Datenschutzrichtlinien und müsse "unverzüglich" beendet werden, teilte der Staatsrat als oberstes Verwaltungsgericht mit. Der Staatsrat störte sich daran, dass die Drohnen theoretisch die Identifizierung von Personen ermöglichen - der Einsatz von Drohnen an sich sei aber legitim. Die Polizei in der französischen Hauptstadt setzt die Flugobjekte ein, um verbotene Versammlungen mit zu vielen Menschen ausfindig zu machen.

+++ 15:08 EU erwägt Marktzulassung von Remdesivir +++

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA will offenbar in Kürze das antivirale Medikament Remdesivir zur Behandlung von Corona-Patienten in Europa vorläufig zulassen. "Es könnte sein, dass eine bedingte Marktzulassung in den kommenden Tagen erteilt werden kann", sagte EMA-Leiter Guido Rasi bei einer Anhörung im Europaparlament. Remdesivir dringt in Viren ein und verhindert damit ihre Vermehrung. Vorläufige Studien haben gezeigt, dass das ursprünglich gegen Ebola entwickelte Medikament des US-Konzerns Gilead die Genesungsdauer von Corona-Patienten verkürzen kann.

 

+++ 14:42 Videobotschaft von Merkel: "Diese Krise kann kein Land alleine lösen" +++ Kanzlerin Merkel ruft die internationale Gemeinschaft zu einem gemeinsamen Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie auf. "Wir müssen gemeinsam handeln", sagt sie in einer Videobotschaft zum Auftakt der Jahrestagung der Weltgesundheitsversammlung (WHA), einem der Hauptorgane der WHO.

+++ 14:24 Linken-Spitze distanziert sich von Hygiene-Demos +++
Die Spitze der Linkspartei geht auf deutliche Distanz zu den sogenannten Hygiene-Demos gegen die Corona-Maßnahmen. Verharmlosung oder Leugnung von Corona sei "rücksichtslos gegenüber Minderheiten und sozial Schwachen", sagte Parteichefin Katja Kipping. Die Unterschätzung der Pandemie führe zu einem rücksichtslosen Klima gegenüber den besonders verletzbaren Teilen der Bevölkerung. Auch der Parteivorstand distanzierte sich nach Kippings Worten klar von den Demos - und grenzte sich damit wohl auch vom Linken-Fraktionsvize Andrej Hunko ab. Dieser hatte nach Medienberichten am Wochenende an einer umstrittenen Kundgebung in Aachen teilgenommen.

+++ 13:55 Arbeitsminister Heil will "in der Fleischindustrie aufräumen" +++
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will angesichts der Missstände und Corona-Fälle in Schlachtbetrieben den Arbeitsschutz verschärfen. Es sei Zeit, in der Branche "aufzuräumen und durchzugreifen", sagt er. Der SPD-Politiker gehe aber davon aus, dass bis Mittwoch Beschlüsse gefasst werden.


+++ 13:42 Bundesregierung weist falsche Behauptungen zur Impfpflicht zurück +++

Die Bundesregierung hat Falschaussagen zur Corona-Strategie und einer möglichen geplanten Impfpflicht scharf zurückgewiesen. Der Regierung werde vorgeworfen, einen Impfzwang einführen zu wollen, erklärte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Dies sei falsch. "Es wird keine Impfpflicht gegen das Coronavirus geben", so Demmer. Am Wochenende hatte auch Kanzleramtschef Helge Braun derartige Pläne zurückgewiesen. Demmer betonte, es seien auch "jede Menge Geschichten" über die Bill & Melinda Gates Stiftung im Umlauf. Die Bundesregierung schätze die Arbeit der Stiftung, die für die Bekämpfung von Covid-19 bislang 250 Millionen Dollar bereitgestellt habe. "Die Bundesregierung nimmt Sorgen, Nöte und auch Kritik zum Umgang mit der Corona-Pandemie sehr ernst." Kein Platz sei aber für extremistisches Gedankengut, Mythen, Verschwörungstheorien und irreführende Gerüchte, so die Regierungsvizesprecherin.

+++ 13:30 China stellt zwei Milliarden Dollar für Kampf gegen Corona bereit +++
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt China zwei Milliarden Dollar bereit. Der chinesische Staatschef Xi Jinping sagte in einer Videobotschaft zum Auftakt des Jahrestreffens der Weltgesundheitsversammlung in Genf, sein Land sei "immer" transparent im Umgang mit der Pandemie gewesen. Sollte China einen Impfstoff gegen die Lungenkrankheit Covid-19 entwickeln, werde dieser weltweit zur Verfügung gestellt werden, versprach der chinesische Präsident. Xi sprach zum Beginn der WHA, die eines der Hauptorgane der Weltgesundheitsorganisation ist.

+++ 13:14 Bürger zeigt Kretschmer wegen des fehlenden Mundschutzes an +++
Als der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer sich am Samstag den Corona-Demonstranten stellte, hatte er keinen Mund-Nase-Schutz an. Laut einem Bericht wurde er deswegen von einem Bürger angezeigt, wie die Polizei dem "Spiegel" bestätigte. Die Anzeige werde nun an den Staatsschutz übergeben.

+++ 13:01 Friseure sind stark ausgelastet - auch Rasur ist wieder erlaubt +++
Zwei Wochen nach der bundesweiten Wiedereröffnung der Friseurläden müssen sich die Menschen mitunter noch bis zum nächsten Haarschnitt gedulden. "Die Auslastung der Salons ist immer noch sehr hoch", sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller. Das zeige, wie dringend die Wiedereröffnung nötig war. Wieder erlaubt sind sogenannte gesichtsnahe Dienstleistungen. Bart-Träger dürfen sich im Salon wieder rasieren lassen, wenn der Friseur dazu ein Visier und eine stärker filternde FFP-2-Maske trägt. Unter denselben Voraussetzungen sind auch kosmetische Behandlungen an Augenbrauen und Wimpern wieder erlaubt. Die Kunden akzeptieren laut Müller die neuen Regeln beim Friseur-Besuch, wie etwa die Registrierungspflicht.

+++ 12:51 Gastroverband beklagt: Abstandsregel und Gäste-Vorsicht kosten Umsatz +++
Nach den ersten Tagen mit offenen Restaurants und Cafés in einigen Bundesländern hat die Hauptgeschäftsführerin des Gastronomieverbands Dehoga, Ingrid Hartges, ein gemischtes Fazit gezogen. "Natürlich hat es gerade jetzt an dem durchaus sonnigen Wochenende viele Menschen nach draußen gezogen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem die Außengastronomie habe davon profitiert. "Doch noch sind viele Gäste verhalten." Auch aufgrund der Abstandsgebote verzeichneten die Unternehmen deutlich niedrigere Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. In Niedersachsen, wo Lokale mit eigenem Essensangebot schon Anfang vergangener Woche öffnen durften, hätten die Erlöse einer Umfrage zufolge um rund 25 Prozent unter den Vorjahreswerten gelegen.

+++ 12:39 Guterres: Welt zahlt "hohen Preis" für widersprüchliche Corona-Strategien +++
UN-Generalsekretär António Guterres hat die uneinheitliche Reaktion der Weltgemeinschaft auf die Corona-Pandemie scharf kritisiert. "Verschiedene Länder haben verschiedene und manchmal widersprüchliche Strategien befolgt, und wir zahlen alle einen hohen Preis dafür", sagte er in einer Videobotschaft zum Auftakt des Jahrestreffens der Weltgesundheitsversammlung. Die Jahrestagung findet in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie erstmals virtuell statt.

+++ 12:20 Nordseeinseln für Tagestouristen über Pfingsten gesperrt +++
Tagestouristen dürfen an Christi Himmelfahrt und dem kommenden Wochenende sowie an Pfingsten nicht die schleswig-holsteinischen Nordseeinseln und die meisten Halligen besuchen. Ein entsprechendes Betretungsverbot, das der Landrat von Nordfriesland, Florian Lorenzen, erlassen hat, gilt auch für St. Peter-Ording.

+++ 12:15 WHO-Regionaldirektor: Europa muss sich auf zweite Welle vorbereiten +++
Die europäischen Staaten sollten sich nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits jetzt auf eine zweite tödliche Welle von Coronavirus-Infektionen einstellen. Es sei an der "Zeit für die Vorbereitung, nicht für Feierlichkeiten", sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, der britischen Zeitung "The Telegraph". Er reagierte damit auf die Lockerung von Maßnahmen gegen die Pandemie in mehreren Ländern. Besonders besorgt äußerte sich der WHO-Regionaldirektor über die Möglichkeit einer "Doppelwelle". "In dem Fall könnten wir eine zweite Covid-Welle haben und eine saisonale Grippe oder die Masern."

+++ 11:53 Spanischer Minister dämpft Hoffnung auf baldige Öffnung für Touristen +++
Die spanische Regierung hat Hoffnungen auf eine baldige Grenzöffnung für Touristen gedämpft. "Ich hoffe, dass wir die touristischen Aktivitäten Ende Juni wieder aufnehmen können", sagte Verkehrsminister José Luis Ábalos. "Wir können nicht die Einreise von Ausländern erlauben, während wir die spanische Bevölkerung noch einer Ausgehsperre unterziehen", erklärte er. Die Hoffnungen waren gewachsen, nachdem ein anderer Corona-Brennpunkt, Italien, die Grenzöffnung für Touristen ab dem 3. Juni angekündigt hatte. Spanien hat zwar bereits mit einer schrittweisen und vorsichtigen Lockerung der Kontaktsperre begonnen. Die linke Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez will aber den seit Mitte März und noch bis zum 23. Mai geltenden Notstand um einen weiteren Monat bis Ende Juni verlängern.

+++ 11:34 RKI: 50 Landkreise ohne Neuinfektionen in vergangenen sieben Tagen +++
Ein Großteil der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland hat binnen einer Woche nur sehr wenige oder gar keine Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus einer Übersicht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Allerdings weißt das RKI ausdrücklich darauf hin, dass die Angaben durch Übermittlungsverzüge von den tatsächlichen Zahlen vor Ort abweichen können. Der RKI-Übersicht zufolge sind in rund 50 Landkreisen innerhalb von sieben Tagen keine neuen Ansteckungen bekannt geworden. In rund 220 waren es fünf oder weniger Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner.

+++ 11:10 Söder plädiert für finanzielle Förderung von Urlaub in Deutschland +++
Angesichts der Krise schlägt die CSU eine finanzielle Förderung von Urlaub in Deutschland in diesem Jahr vor. Mit finanziellen Anreizen in den Sommermonaten könnte man "ein Stück Entlastung für die Branche, aber auch Freude für die Menschen bringen", sagte CSU-Chef Markus Söder vor einer Videoschalte des CSU-Vorstands. Denkbar seien entweder Urlaubsgutscheine oder eine steuerliche Absetzbarkeit - er sei da relativ offen. Söder plädierte aber für eine Förderung "vor allem für diejenigen, die nicht so viel Geld haben und sich so etwas nicht so leisten können". Und viele Menschen könnten sich nur wenig leisten.

+++ 10:54 Grundschule in Berlin-Spandau vorübergehend geschlossen +++
Eine Grundschule in Berlin-Spandau muss vorübergehend schließen, weil sich eine Lehrkraft mit dem Coronavirus infiziert hat. Darüber hatte zuerst der RBB berichtet. Die Schule muss nun bis zum 26. Mai schließen.

Auch in einer weiteren Grundschule war eine Infektion aufgetreten - dort hatte die Person aber eine abgeschlossene Lerngruppe unterrichtet. Diese Schule bleibt nach Angaben der Behörden offen.

+++ 10:29 Athener Akropolis wieder für Besucher geöffnet +++
Nach knapp zweimonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie sind in Griechenland die berühmte Akropolis in Athen sowie alle anderen archäologischen Stätten unter freiem Himmel wieder für Besucher geöffnet worden. Die griechische Präsidentin Katerina Sakellaropoulou leitetete die feierliche Wiedereröffnung der Akropolis. Auf dem Hügel oberhalb der griechischen Hauptstadt befindet sich der antike Parthenon-Tempel. Außer der Staatschefin nahmen nur Kulturministerin Lina Mendoni, Mitarbeiter der Anlage sowie Journalisten an der Zeremonie teil. Die Anwesenden trugen einen Mund-Nase-Schutz.

+++ 10:13 Ungarn will Corona-Dekret Ende Mai rückgängig machen +++
Ungarns Regierung will die umstrittenen Corona-Dekrete Ende Mai wieder rückgängig machen. Einentsprechender Vorschlag werde am 26. Mai im Parlament eingereicht, zitiert der Sender hirtv.hu den Stabschef von Ministerpräsident Viktor Orbán, Gergely Gulyas. Die weitreichenden Sonderrechte der Regierung könnten dann nach wenigen Tagen Beratung Anfang Juni auslaufen. Orbán hatte den Schritt am Freitag angekündigt, aber kein konkretes Datum genannt. Das Parlament hatte Orbán im März das Recht eingeräumt, per Dekret zu regieren. Das hatte scharfe Kritik von Opposition und EU-Regierungen ausgelöst.

+++ 09:59 Zahl der Neuinfektionen in Russland sinkt +++
In Russland ist die Gesamtzahl der Corona-Infizierten auf über 290.000 gestiegen, die Zahl der Todesfälle sinkt aber minimal. Auch die Zahl der Neuinfektionen geht zurück.

Russland hat weltweit die zweitmeisten Infektionsfälle und liegt hinter den USA. Nach offiziellen Angaben starben rund 2600 Menschen an Covid-19. Viele Kritiker bezweifeln diese Zahl aber.

+++ 09:42 Mehr als 18.000 Neuinfektionen in den USA+++
Die Pandemie ist in den USA noch immer nicht unter Kontrolle. Aktuelle Zahlen zeigen, dass pro Tag mehr als 18.000 Neuinfektionen hinzukommen.

+++ 09:31 AKK fordert Scholz zur Nacharbeit bei Kommunen-Hilfspaket auf +++
CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz aufgefordert, seine Pläne über ein Hilfspaket in Höhe von 57 Milliarden Euro für klamme Kommunen zu überarbeiten. Seine Vorschläge seien "nicht wirklich neu und haben in der Vergangenheit nur wenige überzeugt", sagte Kramp-Karrenbauer der "Saarbrücker Zeitung". Die Große Koalition sei sich einig, dass Investitionen der öffentlichen Hand auch starke Kommunen benötigten. "Dafür steht auch die CDU." Das Vorhaben könne von der Union aber nur dann beurteilt werden, wenn klar sei, wie ein Konjunkturpaket und der Haushalt für Europa insgesamt aufgestellt seien. "Um das seriös beurteilen zu können, muss Olaf Scholz da nacharbeiten", forderte Kramp-Karrenbauer.

+++ 09:13 Ausbruch bei Paketzusteller in Heinsberg: Kontakte werden geprüft +++
Nach dem Corona-Ausbruch in einem Depot des Paketzustellers DPD hat der Kreis Heinsberg zusätzliche Mitarbeiter mobilisiert, um schnell die Kontakte der Infizierten nachzuverfolgen. Ein Krisenstab komme heute zusammen, um die weiteren Schritte zu beraten, sagte ein Kreissprecher. Alle rund 80 positiv Getesteten des Standorts in Hückelhoven seien in häuslicher Quarantäne, nach aktuellem Stand sei niemand im Krankenhaus, es gebe bisher nur mild verlaufende Fälle, sagte ein DPD-Sprecher.

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+++ 08:59 Gastro-Verband Dehoga fordert Nullrunde bei Mindestlohn für Mitarbeiter +++
Der Gastronomieverband Dehoga fordert in der Corona-Krise, die Erhöhung des Mindestlohns im kommenden Jahr auszusetzen. Das berichtet das "Handelsblatt". Die zuständige Mindestlohnkommission dürfe nicht die Augen vor der Realität verschließen, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der Zeitung. Sie erwarte eine mindestens einjährige Erhöhungspause. Auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, plädierte für Zurückhaltung: "Oberste Priorität in dieser Krise sollt der Schutz der Arbeitsplätze und ein möglichst baldiger Abbau der Kurzarbeit sein", sagte er dem "Handelsblatt".

+++ 08:42 FDP-Generalsekretärin zeigt Verständnis für Corona-Proteste +++
FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg hat Verständnis für die Proteste gegen die Corona-Beschränkungen geäußert, nicht aber für Gewalt und Verschwörungstheorien. Die Pandemie erfordere "Rücksichtnahme der Bürger untereinander, nicht aber Frag- und Kritiklosigkeit gegenüber dem Staat", erklärte die FDP-Politikerin gegenüber der "Passauer Neuen Presse". Sie finde es grundsätzlich "legitim, nach der Verhältnismäßigkeit der Corona-Einschränkungen zu fragen". Demonstranten müssten ihre Freiheiten aber verantwortlich und rücksichtsvoll wahrnehmen und dabei auch Abstands- und Hygieneregeln einhalten. "Für Gewalt und Verschwörungstheorien fehlt mir jedes Verständnis", erklärte Teuteberg.

+++ 08:15 Vier Kreise liegen über der Obergrenze für Neuinfektionen +++
Laut den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) befinden sich nun wieder vier Kreise über der Obergrenze der 7-Tage-Inzidenz. Der Ausbruch in einer Flüchtlingsunterkunft in St. Augustin bei Bonn ist in den aktuellen RKI-Daten noch nicht zu erkennen. Betroffen sind Coburg, Straubing-Bogen, Straubing Stadt und Greiz.

+++ 07:54 Maas berät mit EU-Außenministern über Sommerurlaubs-Saison +++
Vor den Beratungen mehrerer europäischer Außenminister über Lockerungen von Corona-Reiserestriktionen haben die Regierungen beliebter Ferienländer für die Rückkehr deutscher Urlauber geworben. Griechenland habe sich in der Pandemie als sicheres Land für seine Bürger erwiesen, sagte Außenminister Nikos Dendias dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dies wolle es nun auch für ausländische Gäste sein. Kroatiens Regierungschef Andrej Plenkovic sagte der "Welt", die Hotels und Strände seines Landes seien auf die Sommersaison "gut vorbereitet". Bundesaußenminister Heiko Maas will in einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen aus den Urlaubsländern Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien über Lockerungen der Reiserestriktionen beraten.

+++ 07:35 Dönerhersteller klagen in der Krise über schrumpfende Spieße +++
Auch das Geschäft mit dem Döner leidet in der Corona-Krise stark. Der Umsatz mit den Fleischdrehspießen sei um etwa 75 Prozent zurückgegangen im Vergleich zum Normalbetrieb, teilte ein Sprecher des Vereins türkischer Dönerhersteller in Europa (Atdid) mit. Die Imbiss- und Restaurantbetreiber würden nun eher kleinere Spieße bestellen, das durchschnittliche Dönergewicht sei von etwa 25 Kilogramm auf rund 10 Kilogramm zurückgegangen. Besonders Restaurantbetreiber mit Sitzplätzen und ohne Straßenverkauf habe die Krise hart getroffen, sagte der Sprecher. Bei Imbissbetrieben mit viel Fußgängerverkehr seien die Folgen nicht so stark bemerkbar. Der Hersteller Alan Döner berichtete von einem Umsatzrückgang um 50 Prozent zu Beginn der Corona-Beschränkungen.

+++ 07:10 RKI meldet 21 weitere Corona-Todesfälle in Deutschland +++
Deutschland verzeichnet nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) binnen 24 Stunden 342 Neuinfektionen und 21 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl der Ansteckungen liegt demnach bei 174.697, die Zahl der Todesfälle bei 7935.

+++ 06:50 China will in der Krise die Binnennachfrage ankurbeln +++
China kündigt weitere wirtschaftspolitische Maßnahmen an. Die weltweite Nachfrage sei infolge des Ausbruchs des Coronavirus deutlich eingebrochen und der Handel stünde vor beispiellosen Herausforderungen, sagt Chinas Handelsminister Zhong Shan auf einer Pressekonferenz in Peking. Die Unternehmen hätten eine extrem schwierige Zeit. Der Virusausbruch sei für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes "ein gewaltiger Schock". Die Regierung wolle daher die Binnennachfrage ankurbeln und den Konsum fördern, fügt er ohne Angabe weiterer Details hinzu.

+++ 06:38 CDU-Wirtschaftsrat will erweiterte Ladenöffnungszeiten +++
Der CDU-Wirtschaftsrat plädiert für erweiterte Ladenöffnungszeiten, um die Folgen der Corona-Krise einzudämmen. Damit der Einzelhandel wieder auf die Beine komme und die Innenstädte nach der Krise nicht dauerhaft verödeten, müssten "großzügige Ausnahmeregelungen" vom Ladenschlussgesetz geschaffen werden, sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, der "Passauer Neuen Presse". Denkbar seien etwa verlängerte Öffnungszeiten im Herbst und Winter oder auch mehr verkaufsoffene Sonntage. Wenn die Verbraucher diese erweiterten Einkaufsmöglichkeiten nicht erhielten, würden viele vermutlich dauerhaft zum Online-Shopping übergehen, sagte Steiger. "Damit wären im stationären Einzelhandel viele Arbeitsplätze gefährdet", warnte er.

+++ 06:28 Mehr als 16.000 Corona-Tote in Brasilien +++
Zwei Monate nach dem ersten registrierten Todesfall sind in Brasilien mehr als 16.000 Patienten im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Dies ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília hervor. Demnach starben in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 16.118 Menschen an der Lungenkrankheit. 241.080 Infizierte wurden inzwischen verzeichnet. Nach den Daten der in den USA beheimateten Johns-Hopkins-Universität liegt das Land mit kontinentalen Ausmaßen damit bei der Zahl der Todesopfer weiter auf Platz sechs, bei der Zahl der Infizierten auf Platz vier der am schwersten betroffenen Länder vor Italien und Spanien. Auch in anderen Ländern Lateinamerikas steigen die Infektionszahlen mit dem Coronavirus und auch die Zahlen der Todesopfer deutlich.

+++ 05:44 Griechenland wirbt um deutsche Sommerurlauber +++
Der griechische Außenminister Nikos Dendias dringt gegenüber der Bundesregierung und der EU auf eine Öffnung der innereuropäischen Grenzen und wirbt um Urlauber aus Deutschland. "Griechenland kommt Schritt für Schritt aus der Pandemiekrise heraus und kehrt zur Normalität zurück", sagt Dendias dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Bewegungsfreiheit wird innerhalb des Landes wiederhergestellt, unsere Hotels bereiten sich auf ihre Wiedereröffnung vor, unsere Strände sind wieder zugänglich und archäologische Stätten öffnen wieder für die Öffentlichkeit", führt der Politiker der konservativen Partei Nea Dimokratia aus. Griechenland habe sich in der Pandemie als sicheres Land für seine Bürger erwiesen, so Dendias. Dies wolle es auch für seine Gäste sein. "Wir hoffen, dass auch in diesem Jahr Touristen die Freuden des griechischen Sommers genießen können", betont er.

+++ 05:27 Niedersachsens Kulturminister für zügige Theateröffnung +++
Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler will zügig weitere Corona-Lockerungen erwirken und macht sich für eine möglichst zeitnahe Öffnung von Theatern stark. "Ich würde es sehr begrüßen, wenn wir am 25. Mai mit ersten Aufführungen unter freiem Himmel wieder starten könnten", sagt der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Gleichzeitig plädiert Thümler für ein bundeseinheitliches Vorgehen. Er hoffe sehr auf eine zeitnahe Einigung. Mit Blick auf Nordrhein-Westfalen, wo erste Theater bereits wieder geöffnet sind, erklärt der Minister: "Deswegen sollten wir zügig nachziehen. Es ist den Menschen schwer erklärbar, warum sie beispielsweise in Münster ins Theater gehen dürfen, in Osnabrück aber nicht." Trotz umfangreicher staatlicher Finanzhilfen befürchtet Thümler durch die Corona-Krise schlimme Folgen für die Kulturlandschaft. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Kultur in Niedersachsen nicht ohne Blessuren davonkommen wird."

+++ 05:14 Mexiko meldet knapp 50.000 Infektionen +++
Mexiko meldet 2075 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der offiziell bestätigten Fälle liegt damit bei 49.219 Fällen. Die Zahl der Todesfälle durch Covid-19 steigt um 132 auf insgesamt 5177. Der stellvertretende Gesundheitsminister Hugo Lépez-Gatell gibt bekannt, dass sich die Fälle in der vergangenen Woche in Mexiko-Stadt und der Region, die die höchste Infektionsrate des Landes aufweist, stabilisiert hätten. Die Behörden warnen allerdings, dass die tatsächliche Anzahl der Fälle bis zu neun Mal größer sein könnte, weil viele der Infizierten nicht zum Arzt gingen, keine Symptome entwickelten oder nicht richtig diagnostiziert würden. Mexiko kündigte in der vergangenen Woche einen Plan zur schrittweisen Wiederaufnahme der Wirtschaftstätigkeit ab dem 1. Juni an.

+++ 04:54 Südkorea: Corona-Ausbruch ist unter Kontrolle +++
Nach der Häufung von Corona-Infektionen unter Clubgästen in einem Stadtteil in Seoul sehen Südkoreas Gesundheitsbehörden erste Anzeichen für eine Entspannung. Die Zahl der Neuinfektionen habe sich auf niedrigem Niveau stabilisiert, sagt Gesundheitsminister Park Neung Hoo. "Sollte sich der Trend fortsetzen, könnten die Folgen der Cluster-Infektionen in Itaewon nach unserer Einschätzung unter Kontrolle gebracht werden." Allerdings warnt Park vor Unachtsamkeit: Das Risiko unbemerkter Übertragungen bestehe nach wie vor.

Das beliebte Vergnügungsviertel Itaewon in der Hauptstadt Seoul ist zuletzt in den Mittelpunkt des Kampfs gegen Covid-19 in Südkorea gerückt, nachdem dort ein infizierter Mann in der Nacht zum 2. Mai mehrere Clubs und Bars mit Tausenden von Gästen besucht hatte.

+++ 04:26 Italiens Museen öffnen mit Verzögerung +++
Museen und Sehenswürdigkeiten dürfen in Italien nach mehr als zwei Monaten Corona-Sperre ab dem heutigen Montag wieder öffnen - wenige tun es aber auch gleich am ersten Tag. Das Kolosseum in Rom werde erst Ende Mai aufmachen, teilt eine Sprecherin mit. Bis dahin würden strenge Sicherheitsregeln umgesetzt, dann sollen zum Beispiel Thermoscanner zum Temperaturmessen zum Einsatz kommen. Auch die Vatikanischen Museen, eines der meistbesuchten Museen der Welt, oder die Ausgrabungsstätten in Pompeji bereiten sich auf eine Öffnung vor.

In Venedig soll der Dogenpalast erst ab Juni wieder zugänglich sein, die Galleria dell'Accademia in Florenz mit Michelangelos David will am 2. Juni öffnen. In Ausstellungen und Museen gelten dann strenge Abstandsregeln, es darf nur eine begrenzte Zahl an Besuchern hinein. Einige Häuser wollen schon die anstehende Woche öffnen, darunter am Dienstag in Rom die Kapitolinischen Museen. Auch die Uffizien in Florenz hoffen, schnell zu öffnen.

+++ 03:59 Nascar-Comeback ohne Zuschauer +++
Die wichtigste Motorsport-Serie in den USA feiert nach der Corona-Pause ihr Comeback. Beim ersten Nascar-Rennen nach zehn Wochen Unterbrechung holt Kevin Harvick am Sonntag (Ortszeit) den 50. Sieg seiner Karriere in der höchsten Klasse und stellt nach seinem Erfolg im Gespräch mit dem TV-Sender Fox Sports fest: "Ich dachte es wird nicht so großartig anders sein, aber es ist totenstill hier. Wir vermissen die Fans." Über die 400 Meilen in Darlington in South Carolina waren 40 Autos am Start.

+++ 03:29 China bestätigt sieben Neuinfektionen +++
Die chinesischen Behörden melden sieben neue Coronavirus-Fälle, am Vortag waren es fünf. Nach Angaben der nationalen Gesundheitskommissionen stammen vier von Reisenden aus der Inneren Mongolei.

+++ 02:58 Japans Wirtschaft stürzt in Rezession +++
Wie Deutschland rutscht auch Japan im Zuge der Corona-Krise in eine Rezession. Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP) sinkt im ersten Quartal dieses Jahres, auf das Jahr hochgerechnet, um real 3,4 Prozent, wie die Regierung in Tokio auf vorläufiger Basis mitteilt. Die vor Deutschland drittgrößte Volkswirtschaft der Welt war bereits im Schlussquartal 2019 wegen einer Erhöhung der Mehrwertsteuer geschrumpft, auf das Jahr hochgerechnet um 7,1 Prozent. Sinkt die Wirtschaftsleistung eines Landes zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer "technischen Rezession".

+++ 02:23 Corona-Kabinett berät über neue Regeln für Fleischindustrie +++
Das sogenannte Corona-Kabinett der Bundesregierung tritt im Lauf des Tages zusammen, um über die Missstände in der Fleischindustrie zu beraten. In mehreren Schlachtbetrieben Deutschlands hat es in den vergangenen Wochen Corona-Ausbrüche gegeben. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will Vorschläge einbringen, um das Arbeitsschutzgesetz zu ändern. Berichten zufolge sieht ein Beschlussvorschlag ein weitgehendes Verbot von Werkverträgen in Schlachthöfen vor.

+++ 01:59 Ägypten verschärft Ausgangssperre zum Fastenbrechen +++
In Ägypten müssen während des sechstägigen muslimischen Festes des Fastenbrechens vom 24. Mai an Geschäfte, Restaurants und Parks schließen. Zudem gelten ab dem Tag die nächtlichen Ausgangssperren bereits ab 17.00 Uhr, kündigt Ministerpräsident Mostafa Madbouly an. Derzeit gilt die Ausgangssperre von 21.00 bis 06.00 Uhr.

+++ 01:31 Tansania kurbelt Tourismus wieder an +++
Tansania will sich trotz bestehender Coronavirus-Beschränkungen wieder dem Tourismus öffnen. Anders als in vielen anderen afrikanischen Ländern sollen sich per Flugzeug einreisende Urlauber aus dem Ausland künftig nicht erst in eine mehrtägige Quarantäne begeben müssen, sagt Präsident John Magufuli. Die Behörden hätten Anweisung erhalten, den Weg dafür frei zu machen. Die US-Botschaft in dem ostafrikanischen Land hat vergangene Woche allerdings vor einem rasanten Anstieg von Corona-Fällen gewarnt und gerügt: "Die Regierung hat seit dem 29. April keine Daten über Covid in Tansania herausgegeben."

+++ 01:01 Algerien: Empörung über Corona-Tod von schwangerer Ärztin +++
Der Tod einer im achten Monat schwangeren Ärztin sorgt in Algerien für Empörung. Die 28-jährige Wafa Boudissa war am Freitag nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Ihren Wunsch, wegen der Pandemie früher in Mutterschaftsurlaub gehen zu dürfen, hatte der Chef des Krankenhauses im Osten des nordafrikanischen Landes abgelehnt. Nun feuert Gesundheitsminister Abderrahman Benbouzid den Krankenhausdirektor, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen Insider mitteilt. Kollegen hatten den Wunsch der 28-Jährigen unterstützt und eine entsprechende Petition eingereicht.

In Algerien starben nach offiziellen Angaben bislang mehr als 540 Menschen an der von dem Coronavirus ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19, mehr als 6800 Infektionen mit dem Erreger wurden in dem nordafrikanischen Land registriert.

+++ 00:32 SPD fordert Amnestie für schwarzarbeitende Pflegekräfte +++
Die SPD-Landtagsfraktion in NRW fordert eine zügige Legalisierung illegal beschäftigter Pflegekräfte aus Osteuropa, die hierzulande in der sogenannten 24-Stunden-Pflege eingesetzt wurden. Der gesundheitspolitische Sprecher, Josef Neumann, sagt der "Rheinischen Post": "Viele dieser Frauen, die im Zuge der Corona-Krise in ihre Heimat gefahren sind, dürfen auf Anordnung der dortigen Behörden nicht zurück oder scheuen die Rückkehr." Neumann warnt, die betroffenen Familien bekämen auf die Schnelle keinen Ersatz bei den Agenturen oder den örtlichen Pflegediensten, denn diesen fehlten einfach die Kapazitäten. "Und viele Angehörige können sich das legale Angebot auch schlicht nicht leisten. Gerade deshalb haben sie ja den Weg der Schwarzarbeit gewählt", so der SPD-Politiker. "Wenn nun auf einen Schlag Zehntausende Menschen ohne Pflegekräfte dastehen, haben wir ein massives Problem, bei dem die Politik schnell handeln muss."

+++ 00:05 Trump-Berater attackiert US-Gesundheitsbehörde +++
Der Handelsberater von US-Präsident Donald Trump, Peter Navarro, erhebt in der Corona-Krise schwere Vorwürfe gegen die Gesundheitsbehörde CDC. Zu Beginn der Pandemie habe die Behörde "das Land mit den Tests echt im Stich gelassen", sagt Navarro dem Sender NBC. "Das hat uns zurückgeworfen." Die CDC hat zunächst einen eigenen Test entwickelt, statt auf bereits vorhandene Tests aus anderen Ländern zurückzugreifen. Der CDC-Test stellte sich dann als fehleranfällig heraus. Trump war wegen eines Mangels an Testmöglichkeiten in der Krise in die Kritik geraten.

+++ 23:42 Indien verlängert Corona-Ausgangssperre erneut +++
Indien verlängert die wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre ein weiteres Mal. Die bestehenden Maßnahmen würden nun bis mindestens 31. Mai gelten, teilt das Innenministerium in Neu Delhi mit. Die Ausgangssperre für alle 1,3 Milliarden Bürger des Landes war Ende März verhängt worden. In Indien wurden nach offiziellen Angaben bislang knapp 91.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert, mehr als 2800 Erkrankte starben.

+++ 23:15 ZDF verschiebt "Wetten, dass..?" +++
Aufgrund der aktuellen Situation verschiebt das ZDF die bislang für den 7. November geplante Sonderausgabe von "Wetten, dass..?" ins nächste Jahr. "'Wetten, dass..?' ist eine Show, die von der einzigartigen Atmosphäre einer großen, vollbesetzten Halle lebt. Das kann im Moment leider nicht seriös geplant werden", teilt der Sender mit. "Der zweite Grund ist die fehlende Vorbereitungszeit für die oft skurrilen und aufwändigen Wetten. Hier braucht es häufig große Menschenmassen, die viele Monate für eine Kraft- oder Geschicklichkeitswette üben. Auch das ist zurzeit leider nicht möglich", heißt es.

+++ 22:51 Frankreichs Totenzahl steigt um 483 +++
Die französischen Behörden geben einen Anstieg der Totenzahl um 483 nach 96 am Vortag bekannt. Es seien "zusätzliche Daten" von örtlichen Gesundheitsämtern eingegangen, erklärt dazu eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. "Es gibt keinen plötzlichen Anstieg der Sterbefälle." Insgesamt sind damit 28.108 Todesfälle und 142.481 Infektionen in Frankreich bekannt.

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+++ 22:30 Corona-Ausbruch in Fleischbetrieb bei Osnabrück: 92 Infizierte +++
Wegen zahlreicher Coronavirus-Infektionen in der Belegschaft setzt ein fleischverarbeitender Betrieb in Niedersachsen die Produktion aus. Tests hatten ergeben, dass 92 Mitarbeiter des Betriebs in Dissen infiziert sind, teilte der Landkreis Osnabrück mit. Die betroffenen Mitarbeiter sowie deren Kontaktpersonen würden in Quarantäne geschickt, hieß es. Mit dem Land Niedersachsen werde nun das weitere Vorgehen beraten - dabei stehe die Frage im Zentrum, "ob das Unternehmen einen systemrelevanten Bereich der Lebensmittelindustrie darstellt". 62 der positiv Getesteten wohnen den Angaben zufolge im Landkreis Osnabrück, teils in Sammelunterkünften. "Unter ihnen sind zahlreiche Kräfte, die von Subunternehmen beschäftigt werden." Die Ermittlung der Kontaktpersonen war den Angaben zufolge noch nicht abgeschlossen. Man habe außerdem die Kreise Gütersloh, Steinfurt, Wesel und Vechta informiert, "in denen die weiteren 30 positiv Getesteten wohnen", teilte der Landkreis mit.

+++ 22:10 EU besorgt über gigantische deutsche Corona-Hilfen +++
Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager, äußert sich besorgt über "riesige Unterschiede" bei den Corona-Staatshilfen der Mitgliedsländer. Den Statistiken der Kommission zufolge entfalle die Hälfte der genehmigten Corona-Hilfen auf Deutschland, sagt sie der "Süddeutsche Zeitung" einem Vorabbericht zufolge. Es bestehe die Gefahr, dass dies den Wettbewerb auf dem Binnenmarkt verzerre und die wirtschaftliche Erholung verlangsame. Dies sei "zu einem gewissen Grad schon eingetreten", zitiert sie das Blatt.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts/AFP/sid/jpe