Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:46 Pfizer will Impfstoff auch in Großbritannien ab zwölf Jahre zulassen +++

Pfizer hat die britischen Behörden formell um eine Zulassung seines mit Biontech entwickelten Impfstoffes für die Altersgruppe von zwölf bis 15 Jahren gebeten. Das berichtet der "Telegraph" unter Berufung auf einen Sprecher des Konzerns. Die US-Behörden haben bereits eine entsprechende Zulassung erteilt, für die EU rechnet die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) mit einer Entscheidung in den kommenden Wochen.

+++ 23:04 Tschechien: Todeszahlen im März weit über dem Durchschnitt +++
In März dieses Jahres sind in Tschechien so viele Menschen gestorben wie in keinem anderen Monat seit 1947. Das teilt die Statistikbehörde CSU mit. Nach vorläufigen Angaben waren rund 16.000 Todesfälle zu beklagen. Das waren rund 60 Prozent mehr als im Schnitt der Monate März der Jahre 2015 bis 2019. Gemessen an der Bevölkerung war die Region um Usti (Aussig) an der Grenze zu Sachsen am stärksten betroffen. Im März befand sich Tschechien auf dem Höhepunkt der dritten Corona-Welle. Um dem Einhalt zu gebieten, verbot die Regierung wochenlang Fahrten zwischen den Bezirken. Nach früheren Angaben des Gesundheitsministeriums starben im dem Monat 5779 Menschen, die zuvor positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden waren.

+++ 22:22 Schleswig-Holstein unterschreitet 50er Wert +++
Bevor die 100er-Notbremse kam, galt die 50 als Grenzwert für eine wirksame Pandemie-Kontrolle. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist nun unter diesen Wert gesunken. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag bei 49,0, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorging. Am Montag hatte sie bei 50,2 gelegen, vor einer Woche bei 54,5. Die Regionen mit den höchsten Inzidenzwerten sind Kiel (87,1) und Herzogtum Lauenburg (79,3). Am niedrigsten liegen die Werte in Flensburg (21,1) und Schleswig-Flensburg (25,9).

+++ 21:50 Buchen ab sofort: MV lässt im Juni Touristen rein +++
Die Gastronomie in Mecklenburg-Vorpommern darf von Pfingstsonntag an wieder öffnen - außen und innen. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig Abend nach einer Sitzung des Kabinetts. Der Tourismus in dem Bundesland wird am 7. Juni für Einwohner des Landes und am 14. Juni für Gäste aus den anderen Bundesländern geöffnet. Ab sofort könne gebucht werden, sagte Schwesig. Der Druck auf die Landesregierung für rasche Öffnungen in der Corona-Krise war an den vergangenen Tagen zunehmend gewachsen.

+++ 21:30 Inzidenz in allen Bundesländern fällt +++
In allen 16 Bundesländern sinkt derzeit die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner. Da Berlin inzwischen wieder unter die 100er Marke gefallen ist (93,7 -7,1), liegen 8 Länder unter dem 100er-Notbremsen-Wert und 8 darüber.

Gemessen an der Einwohnerzahl weist Baden-Württemberg die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner aus. Dahinter folgen Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Nachdem auch Sachsen unter die 400er Schwelle gefallen ist, weist aktuell kein Bundesland mehr als 400 aktive Fälle je 100.000 Einwohner auf. Im Bundesschnitt dürfte der Wert morgen unter 300 fallen.

+++ 21:05 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 8800 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.538.326 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 8807 neue Fälle hinzu. Das ist rechnerisch ein Rückgang von 2240 Fällen im Vergleich zur Vorwoche und damit ein Minus von 20 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 307 auf 85.198. Das sind 27 weniger als am vergangenen Mittwoch. Als aktuell infiziert gelten rund 253.500 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,80 angegeben (Vortag: 0,98). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,83 (Vortag: 0,88). Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Covid-19-Intensivpatienten ist wieder gesunken: Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) ging sie auf 4461 zurück, das waren 138 weniger als am Vortag. 2716 Patienten müssen invasiv beatmet werden, 31 Patienten weniger als am Vortag. Allerdings steigt die Belegung. Derzeit sind den Angaben des Registers zufolge noch 3709 Intensivbetten in den deutschen Kliniken frei, 273 Patienten kamen hinzu. Damit sinkt der prozentuale Anteil freier Betten an der Gesamtkapazität von 15,1 auf 14,0 Prozent.

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+++ 20:48 Drosten warnt Impfgegner: Werden sich unweigerlich infizieren +++
Der Virologe Christian Drosten schätzt, dass die Bevölkerung in Deutschland ungefähr in den kommenden eineinhalb Jahren immun gegen das Coronavirus wird. Jeder werde immun werden, durch die Impfung oder durch natürliche Infektion, sagte der Wissenschaftler der Charité Berlin im Podcast "Coronavirus-Update" (NDR-Info). "Dieses Virus wird endemisch werden, das wird nicht weggehen. Und wer sich jetzt beispielsweise aktiv dagegen entscheidet, sich impfen zu lassen, der wird sich unweigerlich infizieren." Dagegen könne man nichts tun, da die Maßnahmen mit der Zeit immer weiter zurückgefahren würden.
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+++ 20:18 Überraschung in Frankreich: Gesundheitspass fällt im Parlament durch +++
Frankreichs Nationalversammlung hat überraschend gegen die Einführung eines Corona-Gesundheitspasses gestimmt. Am Abend votierten 108 Abgeordnete gegen den entsprechenden Artikel des Gesetzentwurfs für einen schrittweisen Ausstieg aus dem Gesundheitsnotstand, 103 stimmten dafür. Das Nein ist den Abgeordneten der Fraktionen Mouvement Démocrate (MoDem) zu verdanken, die in der Versammlung eigentlich die Partei von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, La République en Marche (LREM), unterstützt. "Wir hatten rote Linien vorgegeben", sagte der MoDem-Abgeordnete Philippe Latombe. Es habe aber keinen Dialog und kein Zuhören gegeben.

+++ 19:50 Für Ältere: 10.000 Impftermine mit J&J verfügbar +++
Menschen in Schleswig-Holstein ab 70 Jahre können sich um 10.000 Termine für Impfungen gegen das Coronavirus mit dem Präparat von Johnson & Johnson bemühen. Die Termine für die nächste Woche sind am Freitag ab 17.00 Uhr unter www.impfen-sh.de im Internet jeweils für eines der 28 Impfzentren buchbar, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. "Nun haben wir mit Johnson & Johnson die Möglichkeit, kurzfristig zusätzliche Kapazitäten zu aktivieren, um gerade der Gruppe der über 70-Jährigen, die noch keinen Termin beim Haus- oder Facharzt oder im Impfzentrum buchen konnten, ein zusätzliches Angebot zu machen", sagte Ressortchef Heiner Garg. Dieses Vakzin muss nur einmal geimpft werden.

+++ 19:20 Balearen-Regierung: Mallorca ist sicher +++
Die Regierung der Balearen wirbt um deutsche Touristen. "Der Mallorca-Urlaub ist absolut sicher", sagt Ministerpräsidentin Francina Armengol der Zeitung "Bild" einem Vorabbericht zufolge. Die derzeitige Sieben-Tage Inzidenz liege unter 25 pro 100.000 Einwohner. Voraussetzung für einen Urlaub sei ein Nachweis über einen negativen PCR-Test bei der Einreise, im öffentlichen Raum gelte weitgehend Maskenpflicht.

+++ 18:45 Verstöße gegen Corona-Regeln: Stadt schüttet Skatepark zu +++
Wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen hat die Stadt Dieburg ihren Skatepark mit Rollsplit zugeschüttet. Weil sich entgegen der Kontaktvorgaben in der Pandemie dort immer wieder Grüppchen trafen, machte die gut 16.000 Einwohner zählende Kommune Nägel mit Köpfen. "Wir haben das Gelände zunächst mit Flatterband und Baken abgesperrt", sagte Bürgermeister Frank Haus. Weil diese Absperrung ohne Wirkung geblieben sei, habe man am vergangenen Freitag mit einem Laster Rollsplit auf die Anlage gefahren. "Hätten die Leute sich an die Regeln gehalten, wäre dies nicht nötig gewesen." Die Aktion sei zwar plakativ, aber wirksam.

+++ 18:10 Nach Todesfall: Slowakei setzt Astra-Impfungen aus +++
Die Slowakei setzt Erstimpfungen mit dem Mittel von Astrazeneca aus. Dem Gesundheitsministerium zufolge sollen dagegen bereits einmal Geimpfte auch beim zweiten Mal damit versorgt werden. Über das weitere Vorgehen werde beraten. In der vergangenen Woche berichtete die slowakische Arzneimittelbehörde über den Tod einer 47-Jährigen, der vermutlich im Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung stehe.

+++ 17:40 Trotz Komplettimpfung: Hohe Quote an Neuinfektionen auf den Seychellen +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prüft Berichte, wonach auf den Seychellen etwa 37 Prozent der positiven Tests von komplett Geimpften stammen. Die Daten würden ausgewertet, teilt eine WHO-Sprecherin per E-Mail mit. Auf den Seychellen leben weniger als 100.000 Menschen, von denen fast 60 Prozent komplett geimpft sind. Regierungsdaten zufolge haben 57 Prozent von ihnen das Mittel von Sinopharm erhalten und 43 Prozent von Astrazeneca.

+++ 17:10 RKI: Ein Drittel der Deutschen hat den ersten Piks +++
Ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland ist zumindest einmal gegen das Coronavirus geimpft. Wie das Robert-Koch-Institut am Nachmittag mitteilte, betrug die Quote unter Berücksichtigung der bis einschließlich Montag erfolgten Impfungen 33,3 Prozent. Für die vollständigen Impfungen wurde eine Quote von 9,6 Prozent angegeben. Laut RKI erhielten 27.7 Millionen Menschen zumindest eine Impfdosis, 8,0 Millionen Menschen sind vollständig geimpft. In der zweiten Zahl sind auch die Impfungen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson enthalten, bei dem eine Impfdosis ausreicht. Bei den übrigen Impfstoffen werden zwei Dosen für einen vollständigen Impfschutz benötigt. Allein für Montag wurde die Zahl der Erstimpfungen mit 557.612 angegeben, die der neuen, vollständigen Impfungen mit 178.512.

+++ 16:45 Noch im Mai: EMA beschleunigt Biontech-Zulassung für Kinder +++
Nach Kanada und den USA könnte auch Europa noch in diesem Monat den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder zulassen. Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) arbeitet an einer beschleunigten Zulassung für Zwölf- bis 15-Jährige, wie ihre Chefin Emer Cooke dem "Handelsblatt" sagte. "Im Moment ist Juni das Ziel, das wir für die Zulassung angeben", sagte Cooke dem Handelsblatt und anderen europäischen Zeitungen mit Blick auf eine Zulassung des Biontech-Präparats ab zwölf Jahren. "Wir versuchen, ob wir dies bis Ende Mai beschleunigen können."

+++ 16:15 Mit Musik: Hausarzt impft in Kirche +++
Für Corona-Impfungen nutzt ein Hausarzt in Castrop-Rauxel kommende Woche eine katholische Kirche in der Nähe seiner Praxis. Einer Bitte des Arztes habe er gern entsprochen, sagte der örtliche Pastor Bernhard Dlugos. Schließlich habe auch Christus Kranke geheilt. Der Arzt hatte in seiner Praxis im Stadtteil Ickern nicht genug Platz, um eine größere Zahl Patienten mit dem nötigen Abstand unterzubringen. Jetzt könnten um die 200 Menschen in dem großen Kirchenraum der St. Antonius-Kirche in zweieinhalb Stunden geimpft werden. Am nächsten Mittwochmorgen sollten die Impfungen beginnen, sagte der Pastor. Geistliche Begleitung sei bei der Impfung nicht geplant, versicherte er. "Aber wir machen ein bisschen meditative Musik an."

+++ 15:45 Bundesländer planen einheitlichen Tourismus ab Mitte Juni +++
Die Länder arbeiten einem Bericht zufolge an einem einheitlichen Tourismusplan für Deutschland. Ab Mitte Juni sollten bundesweit Hotels, Restaurants und Ferienwohnungen für alle Gäste und nicht nur für die aus dem eigenen Bundesland öffnen können, berichtete das Magazin "Business Insider" in Berlin. Öffnungszeiten, Hygiene- und Testvorschriften sollen demnach überall gleich sein. Darauf hätten sich die Chefs der Staats- und Senatskanzleien am Montag geeinigt. Ein entsprechender Beschluss könnte dem Bericht zufolge auf der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 10. Juni erfolgen.
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+++ 15:14 Berlusconi wegen Long-Covid im Krankenhaus +++
Zum vierten Mal in diesem Jahr ist Italiens früherer Ministerpräsident Silvio Berlusconi ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das verlautete aus dem Umfeld seiner Partei Forza Italia. Die jüngste Einlieferung ins Mailänder Krankenhaus San Raffaele hänge mit den Spätfolgen seiner Corona-Infektion zusammen. Berlusconi hatte sich im vergangenen Jahr mit dem Virus infiziert. Der 84-jährige Politiker steht derzeit erneut wegen seiner "Bunga-Bunga-Partys" vor Gericht. Mehrere Anhörungen in dem Verfahren mussten aufgrund seines Gesundheitszustands verschoben werden.

+++ 14:47 Ex-Frau mit Corona infiziert: Österreicher verurteilt +++
Weil er seine Ex-Frau angehustet und mit dem Coronavirus angesteckt hat, ist ein Mann in Österreich verurteilt worden. Das Landgericht in Linz wertete die absichtliche Ansteckung mit dem Coronavirus als versuchte schwere Körperverletzung, erklärte Gerichtssprecher Walter Eichinger. Der 63-Jährige hatte die Frau demnach zudem körperlich attackiert und bekam eine neunmonatige Bewährungsstrafe. Die Vorfälle trugen sich laut dem Sprecher im November im Zuge des Scheidungsverfahrens zu. Der Mann habe zu Hause keine Maske getragen und immer wieder in Richtung seiner Ex-Frau gehustet, mit der er damals noch zusammenlebte. Sie erkrankte daraufhin leicht an Corona. Das Urteil vom Montag ist inzwischen rechtskräftig.
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+++ 14:17 Berlin beginnt am 17. Mai mit Lockerungen +++
Das Land Berlin will ab dem 17. Mai einen abgestuften Weg hin zu mehr Lockerungen gehen. Der Senat beschließt angesichts der Sieben-Tage-Inzidenz, dass zunächst kommenden Montag die Kitas wieder einen sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb aufnehmen. Ab kommenden Mittwoch könnten die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen aufgehoben und die Kontaktauflagen gelockert werden. Am 21. Mai könnte die Außengastronomie wieder öffnen. Voraussetzung ist, dass die Inzidenz weiter unter 100 bleibt. Zugang erhalten sollen dann vollständig Geimpfte, Genesene oder mit einem tagesaktuellen negativen Testergebnis ausgestattete Personen.
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+++ 13:47 Schwangere in Brasilien stirbt nach Astrazeneca-Impfung +++
In Brasilien empfiehlt die Gesundheitsbehörde Anvisa nach eigenen Angaben, die Impfung von Schwangeren mit dem Astrazeneca-Vakzin sofort auszusetzen. Die Zeitung "Folha de Sao Paulo" hatte zuvor unter Berufung auf eine Mitteilung des Gesundheitsministeriums berichtet, das Ministerium untersuche den Fall einer Schwangeren in Rio de Janeiro, die nach einer Astrazeneca-Impfung gestorben sei.

+++ 13:40 BDA-Präsident: Betriebsärzte müssen früher mitimpfen +++
Die Arbeitgeber dringen darauf, dass die Betriebsärzte früher als bisher geplant in die Impfkampagne einbezogen werden. Dass die Betriebsärzte erst ab dem 7. Juni 500.000 Impfdosen pro Woche bekommen sollen, sei ein "falsches Signal", sagt BDA-Präsident Rainer Dulger. "Impfen ist gelebte Wirtschaftspolitik. Wir können 1,5 Millionen Dosen pro Woche verimpfen", fügt er mit Blick auf die Betriebe hinzu.

Nordrhein-Westfalens CDU-Ministerpräsident Armin Laschet verteidigt dagegen die späte Einbeziehung von Betriebsärzten. Derzeit werde noch die Prioritätengruppe drei geimpft, zu der etwa Verkäuferinnen und Lehrer gehören, die in der Pandemie besondere Risiken auf sich genommen hätten, sagt der Unions-Kanzlerkandidat bei einer Veranstaltung der Arbeitgeberverbände. Dies müsse angesichts des noch bestehenden Mangels an Impfstoff Vorrang haben.

+++ 13:26 Inzidenz in Hamburg fällt auf 78,2 - Ausgangsbeschränkung aufgehoben +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist laut der Gesundheitsbehörde von 83,9 auf 78,2 gefallen. Damit liegt sie den siebten Tag in Folge unter der wichtigen 100er-Marke. Am Dienstag vor einer Woche hatte der Wert noch 100,9 betragen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt nun bei 145 - 47 weniger als am Montag und 108 weniger als vergangenen Dienstag. Die seit gut fünf Wochen verhängte nächtliche Ausgangsbeschränkung ist nun wieder aufgehoben. Ab Mittwoch um Mitternacht könnten sich die Bürger nachts wieder frei auf der Straße bewegen, sagte Hamburgs SPD-Innensenator Andy Grote. Er sprach "von einer kleinen Zeitenwende", die sich die Menschen in einer "großen Disziplinleistung" hart erarbeitet hätten.

+++ 13:10 Lauterbach verurteilt Impfdrängler: "Das ist unfair" +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat Personen verurteilt, die sich durch Betrug eine vorzeitige Impfung verschaffen wollen. "Impfdrängelei ist unfair, das darf nicht passieren", warnte er auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel in München. Das Phänomen sei unsolidarisch, zumal viele der Impfdrängler weniger ein medizinisches Interesse als vielmehr das Verlangen nach Party oder Urlaub hätten, so Lauterbach. Laut einem Bericht vom Montag kommt es in vielen Impfzentren immer wieder zu Täuschungsversuchen.

+++ 12:55 Montgomery teilt Lauterbachs Optimismus +++
Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes Frank Ulrich Montgomery hat sich der optimistischen Einschätzung von SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach angeschlossen, "dass wir wieder einen etwas freieren Sommer erleben werden". Die Zauberformel laute: Impfen, impfen, impfen, betonte Montgomery auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel in München. Der Verbandschef erinnerte jedoch an die globalen Auswirkungen der Krise. Man dürfe nicht die Probleme vergessen, gegen die etwa Indien und Brasilien kämpften: "Da sterben die Menschen wie die Fliegen, das ist momentan das Hauptproblem."

+++ 12:38 Novavax verschiebt Zulassungsantrag für Impfstoff +++
Der US-Pharmakonzern Novavax hinkt mit seinem Zeitplan für die Impfstoffproduktion hinterher. Die Herstellung werde langsamer anlaufen als erwartet, teilte das Unternehmen mit. Mit einer Genehmigung für sein Vakzin in den USA, Großbritannien oder Europa rechne der Konzern nicht vor dem dritten Quartal 2021. Das Produktionsziel von 150 Millionen Dosen pro Monat werde nicht vor dem vierten Quartal erreicht. Zuvor war Novavax vom dritten Quartal ausgegangen. Für das erste Quartal wurde zudem ein Nettoverlust von 223 Millionen Dollar ausgegeben. Die Novavax-Aktie verlor nachbörslich zunächst 5,5 Prozent.

+++ 12:22 Lauterbach: "Der Sommer wird gut" +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat seine Aussage bekräftigt, wonach die aktuelle Pandemielage für einen Sommer mit vielen Freiheiten spricht. "Es wird ein guter Sommer werden", sagte Lauterbach auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel in München. Seinen Optimismus begründete er mit dem deutlich steigenden Impftempo und der gleichzeitigen Abschwächung des Infektionsgeschehens. Aktuell sei ein "leicht exponentielles Sinken der Fallzahlen" erkennbar, so der 58-Jährige. Demnach rechnet er damit, dass viele deutsche Regionen bereits Ende Mai eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 erreichen werden.

+++ 12:02 "Es wird Sommerurlaub auf Mallorca geben" +++
Viele Deutsche blicken derzeit gespannt nach Mallorca. Ist in diesem Jahr ein normaler Urlaub an der Playa möglich? ntv-Reporterin Eva Rullmann ist vor Ort und gibt eine Einschätzung der Lage. Demnach wappnet sich das hierzulande beliebte Reiseziel für das anstehende Sommergeschäft. Mit Einschränkungen wie einer allgemeinen Maskenpflicht auf der Urlaubsinsel werde es einen Sommerurlaub geben, sagt Rullmann.

+++ 11:48 ntv wertet Infektionsgeschehen aus +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnet das ntv-Moderatorenteam Daniel Schüler und Doro Steitz zusammen mit dem Intensivmediziner Uwe Janssens die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 11:34 Fauci: Maskennutzung auch nach Corona denkbar +++
US-Chefvirologe Anthony Fauci hält es für möglich, dass das Tragen von Masken auch nach der Pandemie eine saisonale Gewohnheit werden könnte. So könnten häufige Krankheiten bekämpft werden. "Wir hatten in diesem Jahr praktisch eine nicht existierende Grippesaison, nur weil die Menschen die Art von öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen ergriffen haben, die hauptsächlich gegen Covid-19 gerichtet waren", so Fauci im US-Sender NBS. Es sei also denkbar, "dass in ein, zwei oder mehr Jahren, wenn wir bestimmte saisonale Perioden haben, in denen es Atemwegsviren wie die Grippe gibt, die Leute sich tatsächlich dafür entscheiden könnten, Masken zu tragen, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass sie diese Atemwegserkrankungen verbreiten."

+++ 11:15 Inzidenz in Berlin wieder unter 100 +++
Das Coronavirus verbreitet sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in der Hauptstadt wieder etwas langsamer. Demnach wurden in den vergangenen sieben Tagen in Berlin 93,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet. Nach einem Anstieg am Sonntag und Montag ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz damit wieder unter die Schwelle von 100 gesunken. Liegt der Wert fünf Tage in Folge unter 100, können die Corona-Regeln gelockert werden. Bei seiner Sitzung am heutigen Dienstag will der Senat auch über eine Verlängerung der Berliner Infektionsschutzordnung beraten, die bis Sonntag gilt.

+++ 10:54 Studie liefert möglichen Grund für wiederholt positive Tests +++
Forscher von der University of Utah in Salt Lake City haben sich mit Fällen beschäftigt, in denen Personen wiederholt positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Dabei ging es um Probanden, die im Zeitraum von 60 Tagen oder mehr nach einem ersten positiven PCR-Test erneut einen positiven Befund durch die gleiche Art von Test erhielten. Offenbar fand das Forscherteam ganz vereinzelt kleine Erbgutstücke des Coronavirus Sars-CoV-2 im Erbgut menschlicher Zellen. Von ihnen gehe keine Gefahr aus, erläutert die Gruppe in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS"). Solche eingebauten winzigen Fragmente können nicht zu ganzen Viruspartikeln führen und auch keine erneute Infektion auslösen. Aber sie könnten zu den immer wieder auftretenden positiven Testbefunden führen.

+++ 10:35 Noch sechs Millionen über 60-Jährige ohne Impfung +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet noch mit fünf bis sechs Millionen Über-60-Jährigen, die in den kommenden zwei, drei Wochen geimpft werden müssen. Zwei Drittel dieser Altersgruppe seien geimpft, man müsse aber damit rechnen, dass sich nicht alle Personen impfen lassen wollten, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Insgesamt sei inzwischen etwa ein Drittel aller Deutschen erstgeimpft. "Wenn wir das zusammen bis Ende Juni durchhalten, dann kann das ein guter Sommer werden", so Spahn.

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+++ 10:20 Spahn: Impfungen für Jugendliche im Sommer möglich +++
Während der Impf-Turbo rollt, rückt die Frage nach Schulöffnungen wieder in den Fokus. Regelmäßige Lolli-Tests und Hygienekonzepte sollen eine baldige Rückkehr zum Präsenzunterricht ermöglichen. Auch die Impfangebote für Schüler stehen in den Startlöchern. CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält es für möglich, dass bis zum Ende der Sommerferien den 12- bis 18-Jährigen in Deutschland ein Impfangebot gemacht wird. Das hänge aber in erster Linie von der Zulassung der Impfstoffe für Jugendlichen ab, sagte Spahn im Deutschlandfunk. "Die europäische Arzneimittelbehörde hat ja gesagt, gerade heute, Ende Mai, Anfang Juni kann das - wenn nichts Unvorhergesehene passiert - mit der Zulassung gelingen."

+++ 10:04 USA lassen Biontech/Pfizer-Vakzin für Kinder ab 12 Jahren zu +++
Die US-Arzneimittelbehörde hat den Corona-Impfstoff von Pfizer und Biontech für Kinder zwischen 12 und 15 Jahren zugelassen. Bisher durfte der Wirkstoff erst ab 16 Jahren verabreicht werden. Auch Kanada hatte das Vakzin bereits für die jüngere Altersgruppe zugelassen.

+++ 09:38 Polizisten bei Corona-Demo durch Bisse verletzt +++
Bei einer nicht angemeldeten Versammlung von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Zwönits (Erzgebirge) sind acht Polizisten verletzt worden. Die Beamten seien von sieben der rund 200 Teilnehmer unter anderem mit Pfefferspray besprüht und gebissen worden, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Daraufhin habe auch die Polizei Pfefferspray eingesetzt. Der Großteil der Teilnehmer habe keinen Mund-Nasen-Schutz getragen, auch die Einhaltung der Abstände sei "unzureichend" gewesen, so die Polizeisprecherin weiter. Es habe teilweise Widerstand gegen die Identitätsfeststellungen durch die Beamten gegeben.

+++ 09:15 Spahn: Mit Lockerungen im Außenbereich beginnen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rät den Ländern, bei Öffnungsschritten vor allem im Außenbereich voranzugehen. Denkbar seien dabei seiner Meinung nach auch Fußballspiele mit einer begrenzten Zahl an Zuschauern, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Die Länder müssten aber bei steigenden Corona-Inzidenzen auch wieder zu Verschärfungen und zur Rücknahme von Lockerungen bereit sein, fordert Spahn. Die dritte Welle sei gebrochen, aber die Infektionszahlen noch zu hoch.

+++ 08:58 Indien meldet 330.000 Neuinfektionen +++
Die Infektionszahlen in Indien bleiben auf einem hohen Niveau. Das Gesundheitsministerium meldet 329.942 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. In Zusammenhang mit dem Virus starben 3876 weitere Menschen. Insgesamt verzeichnet das Land mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern nun knapp 23 Millionen Infektionen und 249.992 Tote. Die Weltgesundheitsorganisation stuft die zuerst in Indien nachgewiesene Variante des Virus als weltweit besorgniserregend ein.

+++ 08:42 Fraport hat "Tiefpunkt nun überschritten" +++
Das geringe Passagieraufkommen in der Corona-Krise hat den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport im ersten Quartal nicht so tief in die roten Zahlen gerissen wie befürchtet. Unter dem Strich stand ein Verlust von knapp 65 Millionen Euro nach einem Minus von 29 Millionen Euro ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen mitteilte. Viele Analysten hatten mit einem deutlich höheren Fehlbetrag gerechnet. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hielt sich Fraport mit 40 Millionen Euro überraschend in den schwarzen Zahlen. "Wir haben im ersten Quartal noch keine spürbare Erholung im Luftverkehr gesehen", sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. "Doch wir gehen davon aus, dass wir den Tiefpunkt nun überschritten haben." Noch im Sommer geht Fraport von deutlich mehr Reisenden aus - "zunächst vor allem im Europaverkehr, aber perspektivisch dann auch auf Interkontinentalstrecken".

+++ 08:27 Kochsalz statt Biontech gespritzt: Mehrere Menschen müssen erneut zum Impfen +++
Weil eine Krankenschwester ihnen eine Kochsalzlösung statt dem Corona-Impfstoff Biontech gespritzt hat, bekommen 22 Menschen im Kreis Friesland einen neuen Impftermin. Dies habe die Auswertung entsprechender Antikörpertests im Landesgesundheitsamt ergeben, berichtet der Norddeutsche Rundfunk (NDR). Die Krankenschwester hatte zuvor eingeräumt, sechs Spritzen mit der Kochsalzlösung gefüllt zu haben, weil ihr beim Anmischen ein Fläschchen mit dem Vakzin heruntergefallen sei. Mithilfe von Blutproben wurde deshalb der tatsächlich vorhandene Impfschutz von mehr als 100 Personen nachträglich überprüft.

+++ 08:08 Bund rechnet mit höheren Steuereinnahmen als gedacht +++
Die Bundesregierung rechnet einem Bericht zufolge bis einschließlich 2025 mit 18 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen als noch bei der Steuerschätzung im November. Das gehe aus der Schätzvorlage des Bundes hervor, berichtet das "Handelsblatt". Die Schätzung sei schwieriger zu erstellen als üblich, da es aufgrund der Corona-Pandemie einige bedeutende steuerliche Veränderung gegeben habe.

+++ 07:53 Ferienwohnungen und Mietwagen deutlich teurer +++
Ferienwohnungen und Mietwagen in Deutschland und in beliebten Urlaubsländern werden laut einer Auswertung von Suchanfragen in diesem Jahr deutlich teurer als noch vor der Corona-Pandemie. In Deutschland müssen Mieter einer Ferienwohnung laut einer Holidu-Analyse mit 30 Prozent höheren Preisen als 2019 rechnen. Bei Mietwagen müssen Kunden dem Portal billiger-mietwagen.de zufolge mit 20 Prozent höheren Preisen rechnen. In Frankreich seien Mietwagen und Ferienwohnungen nun 14 beziehungsweise 32 Prozent teurer, in Großbritannien sogar 35 und 55 Prozent. Auch außerhalb Europas hoben die Anbieter die Kosten demnach an: In den USA seien die Preise für Leihautos und Ferienwohnungen jeweils um rund 20 Prozent angestiegen, in Mexiko um bis zu 56 Prozent.

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+++ 07:36 Kommunen fordern massive Finanzhilfen +++
Angesichts drohender Steuerausfälle infolge der Corona-Pandemie haben die Kommunen massive Finanzhilfen vom Bund und von den Ländern gefordert. Vor der Bekanntgabe der neuen Steuerschätzung am Mittwoch sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Die Steuerschätzung wird das Drama für die Haushalte der Kommunen offenlegen. Unsere Einnahmen werden 2021 und 2022 mehrere Milliarden Euro niedriger sein als vor Corona erwartet." Ohne Hilfen müssten die Kommunen Investitionen gravierend einschränken, was den erhofften Konjunkturaufschwung bremsen würde.

+++ 07:18 Rufe nach Strafen für Impfbetrüger werden laut +++
Angesichts zunehmender Versuche von Impfwilligen, sich ungerechtfertigt und teils mit falschen Angaben eine vorzeitige Impfung zu verschaffen, wird der Ruf nach Strafen laut. "Zwar werden Tausende erwischt, aber es fehlt an Sanktionen", sagt der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. "Sich beim Impfen vorzudrängen, ist weiterhin keine Ordnungswidrigkeit." Viele Impfzentren klagen nach einem Medienbericht über Aggressivität von Impfwilligen und zunehmende Versuche, sich eine vorzeitige Impfung zu erschleichen. Allein das Hamburger Impfzentrum meldete demnach zuletzt 2000 Vordrängler in einer Woche.

+++ 06:54 WHO stuft indische Variante als "besorgniserregend" ein +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante B.1.617 als "besorgniserregend" eingestuft. Es gebe Hinweise, dass B.1.617 ansteckender und womöglich auch unempfindlicher gegen Antikörper sei, sagte WHO-Corona-Expertin Maria Van Kerkhove. "Deshalb stufen wir sie als eine besorgniserregende Variante ein." Es sei aber noch zu früh, um festzustellen, ob B.1.617 tatsächlich eine höhere Resistenz gegen Impfstoffe aufweise. Zuvor hatten bereits vorläufige Studienergebnisse darauf hingedeutet, dass sich B.1.617 schneller ausbreitet als andere in Indien zirkulierende Corona-Varianten. Für die WHO galt die Mutante jedoch bislang nur als "von Interesse".

+++ 06:28 Dehoga erwartet konkrete Öffnungstermine von Bund +++
Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) möchte von Bund und Ländern konkret wissen, wann Gaststätten und Hotels wieder öffnen dürfen. "Das erwarten wir bis allerspätestens 17. Mai von allen Bundesländern", so Dehoga-Hauptgeschäftsführerin, Ingrid Hartges, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Konkrete Öffnungstermine seien wichtig, um Planungssicherheit zu bekommen.

+++ 06:04 RKI meldet 6125 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6125 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 7534 Neuansteckungen gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt laut RKI bundesweit bei 115,4 (Vortag: 119,1; Vorwoche: 141,4). Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 283 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 315 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.533.376 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.196.900 an.

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+++ 05:45 WHO Europa rechnet mit mehr übergewichtigen Kindern in der Pandemie +++
Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO befürchtet, dass die Pandemie auch zu mehr Fettleibigkeit unter Kindern führen wird. Das in Kopenhagen ansässige Regionalbüro geht davon aus, dass die Schließung von Schulen und Lockdowns negative Folgen für Ernährung und Bewegung von Kindern haben könnten, etwa durch den fehlenden Zugang zu Schulmahlzeiten und mangelnde körperliche Aktivität. Vorbeugemaßnahmen müssten deshalb während der Pandemie eine Priorität erhalten, forderte das Büro. "Covid-19 könnte unter Umständen einen der beunruhigendsten Trends in der WHO-Region Europa verstärken - zunehmende Fettleibigkeit bei Kindern", erklärte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge.

+++ 04:56 Novavax hinkt mit Zeitplan für Impfstoffproduktion hinterher +++
Der Pharmakonzern Novavax hinkt mit seinem Zeitplan für die Impfstoffproduktion hinterher. Die Herstellung werde langsamer anlaufen als erwartet, teilt das Unternehmen mit. Mit einer Genehmigung für sein Vakzin in den USA, Großbritannien oder Europa rechne der Konzern nicht vor dem dritten Quartal 2021. Das Produktionsziel von 150 Millionen Dosen pro Monat werde nicht vor dem vierten Quartal erreicht. Zuvor war Novavax vom dritten Quartal ausgegangen. Für das erste Quartal wies Novavax zudem einen Nettoverlust von 223 Millionen Dollar aus. Die Novavax-Aktie verlor nachbörslich zunächst 5,5 Prozent.

+++ 04:10 Brasilien will über eine Milliarde Dollar für Impfstoffe ausgeben +++
Die brasilianische Regierung will zusätzlich 5,5 Milliarden Real (etwa 1,05 Milliarden Dollar) für die Produktion, Beschaffung und Verteilung von Impfstoffen ausgeben. Wie aus einer Erklärung der Regierung hervorgeht, sollen die Mittel aus einer Kreditlinie stammen.

+++ 03:06 Englische Behörden: Todesgefahr sinkt nach Impfung deutlich +++
Die englischen Gesundheitsbehörden berichten von einer deutlich gesunkenen Gefahr eines tödlichen Krankheitsverlaufs nach Impfungen. Eine einzige Dosis von Astrazeneca oder Biontech verringere sie um etwa 80 Prozent, gibt Public Health England bekannt. Nach zwei Dosen Biontech sinke die Gefahr um insgesamt 97 Prozent.

+++ 02:13 EMA-Chefin gegen Patentfreigabe für Impfstoffe +++
In der Diskussion um eine mögliche Freigabe der Patente für Corona-Impfstoffe hat sich die Chefin der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), Emer Cooke, gegen diese Idee ausgesprochen. Das löse die akuten Probleme nicht und schaffe kein Umfeld für Innovationen, denen die Vakzine zu verdanken seien, sagte Cooke am Montag im Interview mit dem "Handelsblatt" und weiteren europäischen Medien. Dagegen sei alles hilfreich, was zur Produktion und zur internationalen Kooperation beitrage. US-Präsident Joe Biden hatte vor Kurzem die Diskussion um Patentfreigabe angestoßen. Dies wird aber vor allem in der EU abgelehnt.

+++ 01:15 18.500 Pflegekräfte mehr in Kliniken als vor Corona +++
Die Zahl der Pflegekräfte in Krankenhäusern ist nach einem Medienbericht in der Pandemie deutlich gestiegen: von Oktober 2019 bis Oktober 2020 um 18.500. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf eine Auswertung der Bundesagentur für Arbeit berichtet, arbeiteten im Herbstmonat des vergangenen Jahres in den Kliniken insgesamt 710.663 Pflegerinnen und Pfleger. "Darunter sind Neueinsteiger und Rückkehrer sowie Pflegekräfte aus dem Ausland. Wir haben jeden eingesetzt, den wir bekommen konnten", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, dem RND. Nach seiner Einschätzung wird sich der steigende Trend fortsetzen. "Aus dem Ausland erwarte ich in den kommenden Monaten einen weiteren Schub an Pflegekräften", sagte Gaß. Denn wegen der Pandemie hätten viele Pflegekräfte, die gerne in Deutschland arbeiten möchten, nicht einreisen können.

+++ 00:19 US-Behörde genehmigt Biontech-Impfstoff für Kinder ab 12 Jahren +++
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den von Biontech und Pfizer entwickelten Impfstoff für 12- bis 15-jährige Kinder genehmigt. Bislang ist das Vakzin in den USA erst ab einem Alter von 16 Jahren zugelassen.

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Quelle: ntv.de, lri//dpa/AFP/rts

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