Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:49 Kongress: Komplette Erholung der US-Wirtschaft erst nach 2021 +++

Die US-Wirtschaft wird sich unabhängigen Experten des Kongresses zufolge auch im kommenden Jahr nicht vollständig von der Corona-Krise erholt haben. Zwar sei im dritten Quartal dieses Jahres ein starker Anstieg zu erwarten, erklärt das überparteiliche Haushaltsbüro des Kongresses (CBO). Die Wirtschaftsleistung (BIP) werde jedoch auch 2021 nicht wieder das Niveau von Anfang 2020 erreichen. Das CBO erwartet nun für das laufende zweite Quartal auf das Jahr hochgerechnet einen BIP-Einbruch von 37,7 Prozent, gefolgt von einem Anstieg von 21,5 Prozent von Juli bis September.

+++ 23:27 Umfrage: Mehrheit rechnet mit Steuererhöhungen +++
Eine klare Mehrheit der Deutschen geht einer Umfrage zufolge davon aus, dass es wegen der Corona-Krise Steuererhöhungen geben wird. 62 Prozent glauben laut dem "Insa-Meinungstrend" für die "Bild" wegen der wirtschaftlichen Folgen der Krise daran. 18 Prozent rechnen demnach dagegen nicht mit höheren Steuern. Steuerschätzer gehen davon aus, dass in diesem Jahr 81,5 Milliarden Euro weniger Steuern eingenommen werden als im vergangenen Jahr - ein Minus von mehr als zehn Prozent.

+++ 22:59 Sechs Coronafälle in englischer Premier League +++
Bei der ersten Runde der Massentests in der englischen Premier League sind sechs Coronafälle bei insgesamt drei Vereinen aufgetreten. Das teilt die Liga mit. Zuvor waren bei Spielern sowie Mitarbeitern aller Klubs insgesamt 748 COVID-19-Tests durchgeführt worden. "Die positiv getesteten Spieler oder Mitarbeiter werden sich nun sieben Tage lang selbst isolieren", teilt die Premier League weiter mit. Namen der betroffenen Personen oder Vereine werden nicht näher genannt.

+++ 22:31 Trump verteidigt Einnahme von Malaria-Medikament +++
US-Präsident Donald Trump hat die Einnahme des Malaria-Medikaments Hydroxychloroquin zur Corona-Prophylaxe verteidigt. "Ich denke, es gibt einem ein zusätzliches Maß an Sicherheit", sagte Trump im US-Kongress vor Journalisten. "Das ist eine individuelle Entscheidung." Hydroxychloroquin sei ein erprobtes Medikament und schade nicht. Trump hatte am Montag erklärt, er nehme seit etwa eineinhalb Wochen das Malaria-Präparat ein - obwohl es keine belastbaren wissenschaftlichen Belege für eine Wirksamkeit des Medikaments im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt. Das Mittel erhöht nach Angaben der US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) aber das Risiko lebensgefährlicher Herzrhythmus-Störungen.

+++ 21:58 NRW: Mehr als 150 Personen in Flüchtlingsheim infiziert +++
Die Zahl der Corona-Infektionen in einem Flüchtlingsheim in St. Augustin bei Bonn ist auf 165 gestiegen - 152 Bewohner und 13 Mitarbeiter. Das teilte die Bezirksregierung Köln mit. Alle infizierten Bewohner würden in gesonderten Teilen der Unterkunft untergebracht und zeigten nur schwache oder gar keine Symptome, hieß es. Am Vortag hatte die Zahl noch bei 130 mit dem Coronavirus infizierten Menschen gelegen. Die Unterkunft biete Platz für 600 Menschen, sei derzeit aber nur mit 312 Personen belegt.

+++ 21:25 Frankreich korrigiert Zahl der Todesopfer nach unten +++
Die französischen Gesundheitsbehörden haben die Zahl der Toten in Folge einer Infektion mit dem Coronavirus leicht nach unten korrigiert. 28.022 Infizierte seien bisher gestorben, teilte die Gesundheitsagentur auf ihrer Webseite mit. Am Sonntag hatte das Gesundheitsministerium 28.108 Tote vermeldet. Der Unterschied basiere auf Anpassungen bei übermittelten Daten aus Alten- und sozialen Pflegeheimen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Die Zahlen waren bereits zuvor manchmal nachträglich angepasst worden, vor allem nach einem Wochenende.

+++ 20:53 Charité-Chef äußert sich zu Trumps Corona-Vorsorge +++
Der Chef des Berliner Charité-Klinikums, Hayo Kroemer, reagiert zurückhaltend auf die Selbstbehandlung des US-Präsidenten Donald Trump mit dem Medikament Hydroxychloroquin. "Ich glaube, der US-Präsident ist in der jüngeren Vergangenheit durch relativ außergewöhnliche Therapievorschläge aufgefallen, die wir wahrscheinlich nicht übernehmen würden", sagte Kroemer in einer Pressekonferenz mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. "Wir würden sehr klar dafür plädieren, Substanzen, die in der Tat diskutiert werden (…),  sorgfältig in klinischen Studien anzusehen." Trump hatte das Anti-Malaria-Mittel bereits früher angepriesen und am Montag gesagt, dass er täglich eine Tablette nehme. EU-Experten sehen keinen Beleg, dass es gegen Covid-19 wirkt.

 

+++ 20:19 Zahl der Infizierten fällt unter 14.000 +++
In Deutschland ist die Zahl der aktuell Infizierten laut einer Zählung von ntv.de auf unter 14.000 gefallen. Demnach leiden offiziell 13.908 Menschen in der Bundesrepublik momentan an einer Corona-Infektion. 8081 Personen sind bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Die Zahl der Genesenen liegt bei mehr als 153.000.

*Datenschutz

 

 

+++ 19:22 Corona-Alarm an Schule in Münster +++
An einer Schule im nordrhein-westfälischen Münster sind vier Schüler und zwei Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Stadt mit. Alle Schüler und Lehrer der betroffenen Hauptschule - knapp 300 Menschen - würden nun getestet, sagte ein Stadtsprecher. Die Tests sollten am Mittwochmorgen beginnen, sie würden voraussichtlich bis zum Beginn der kommenden Woche dauern. Wie es zu der Infektion kam, sei noch offen. "Egal wie - offenbar haben sich Personen nicht an die Schutzregeln gehalten", so der Sprecher.

+++ 18:54 Köln hält trotz Corona an Karneval fest +++
Köln will trotz der Corona-Epidemie 2021 Karneval feiern. Eine Komplettabsage sei "keine Option", erklärte das Festkomitee Kölner Karneval nach einem Treffen von rund 100 Präsidentinnen und Präsidenten. Klar sei, dass es 2021 ein Dreigestirn, ein Kinderdreigestirn, eine Proklamation und auch einen Umzug geben werde. Kölns oberster Karnevalist, Christoph Kuckelkorn, erklärte, das Fest sei in der Stadt ein "starkes verbindendes Element". "Diese soziale Kraft brauchen wir gerade in schweren Zeiten wie jetzt."

132486730.jpg

Mit UV-Licht sollen die Handläufe keimfrei bleiben.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 18:24 Bahn will Rolltreppen mit neuer Technik keimfrei machen +++
Um Fahrgäste vor einer Corona-Ansteckung zu schützen, wird an zwei Rolltreppen am Frankfurter Hauptbahnhof eine spezielle Reinigung mit UV-Licht getestet. Die Anlage sorge dafür, dass die Handläufe der Treppen keimfrei seien, sagte Bahnhofsmanager Hartmut Schwarz. Sie sei voraussichtlich ab diesem Mittwoch in Betrieb und reinige die Handläufe der Treppen, die von der S-Bahn hinauf in die Bahnhofshalle führen. Sie werde zunächst für vier Wochen getestet, bevor sie an anderer Stelle in Frankfurt oder an anderen Bahnhöfen eingesetzt werden könne.

+++ 17:48 Start bundesweiter Antikörper-Studie verzögert sich +++
Die Tests für eine vom Robert-Koch-Institut (RKI) angekündigte bundesweit repräsentative Antikörper-Studie zur Verbreitung des Coronavirus starten Monate später als ursprünglich mitgeteilt. Mit den Tests von rund 30.000 Personen aus rund 14.000 Haushalten solle im September begonnen werden, sagte der Leiter der Abteilung Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring am RKI, Thomas Lampert. Mit Ergebnissen sei im Oktober oder November zu rechnen. Im April hatte das RKI mitgeteilt, dass die Studie im Mai starten solle.  Ursprünglich war auch von rund 15.000 Teilnehmern die Rede gewesen. "Das erscheint uns aber mittlerweile als zu wenig", sagte Lampert.

+++ 17:13 Mediziner warnt: Covid-19 kann "grässliche Folgen" haben +++
Der Hochschulmediziner Michael Albrecht hat davor gewarnt, die Gefährlichkeit der Covid-19-Erkrankung zu unterschätzen. Es handele sich bei Covid-19 nicht um eine klassische Lungenentzündung wie bei einer Grippe, sagte Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden. Die Erkrankung stelle etwas Besonderes dar und sei "höchstkomplex". Das hätten viele Fälle mit schwerkranken Patienten in den vergangenen Wochen an den Kliniken gezeigt. Bei Patienten mit schweren Verläufen träten Erkrankungen des zentralen Nervensystems, des Rückenmarks oder der Gefäße auf. Es komme sogar zu vorübergehenden Querschnittslähmungen oder auch zu Organversagen von Niere und Leber.  "Es ist so gut organisiert und so gut gemacht worden in den letzten Wochen, dass der Blick auf diese grässlichen Folgen und Auswirkungen nicht nur für Einzelne sondern für ganze Gesellschaftsschichten verloren gegangen ist", sagte Albrecht mit Blick auf die Kritik an den Anti-Corona-Maßnahmen.

+++ 16:34 Indonesien befürchtet Babyboom wegen Ausgangsbeschränkungen +++ Indonesien steht nach Einschätzung seiner Behörden vor einem unerwarteten Babyboom. Anfang des nächsten Jahres könnten aufgrund von ungeplanten Schwangerschaften 420.000 Babys mehr auf die Welt kommen als gewöhnlich, erklärte die indonesische Familienplanungsbehörde. Viele Menschen hätten derzeit keinen oder kaum Zugang zur Geburtenkontrolle, sagte Behördenleiter Hasto Wardoyo der Nachrichtenagentur AFP. "Viele hören auch auf die Anweisung der Regierung, abgesehen von Notfällen zu Hause zu bleiben", sagte er. "Ich denke mal, viele sehen Verhütung nicht als Notfall an." Wardoyos Behörde schätzt, dass etwa zehn Prozent der 28 Millionen Teilnehmer am landesweiten Familienplanungsprogramm derzeit Probleme haben, an Verhütungsmittel zu kommen.

+++ 16:06 Zahl der Neuinfektionen in Tschechien steigt +++
In Tschechien steigt die Zahl der Neuinfektionen so stark wie seit vier Wochen nicht mehr. Mit 111 neuen Fällen wurden erstmals in diesem Monat nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 100 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Insgesamt wurde damit die Infektion bislang bei 8586 Menschen nachgewiesen. Neue Todesfälle wurden nicht gemeldet. Die Zahl der Toten bleib damit bei 297.

+++ 15:26 Bayern verschärft Grenzwert für Corona-Hotspots +++
Auch Bayern verschärft seinen Grenzwert im Frühwarnsystem für die Corona-Neuinfektionen. Das Landeskabinett setzte den Grenzwert auf 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis herab, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann in München mitteilte. Bund und Länder hatten sich auf den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geeinigt. Auch das Land Berlin hält dies für zu viel und hat ein eigenes Warnsystem entwickelt, das bereits bei 30 auf Rot schaltet. Herrmann sagte in München: "Das Virus ist nicht besiegt, also wird es diese lokalen Ausbrüche immer wieder geben." Die frühzeitige Erkennung von Hotspots sei in der aktuellen Phase der Pandemie sehr wichtig.

+++ 14:51 Freibäder und Kinos in MV dürfen nächste Woche wieder öffnen +++
In Mecklenburg-Vorpommern dürfen vom kommenden Montag (25. Mai) an die Freibäder, Kinos und Reha-Kliniken wieder öffnen. Gaststätten dürfen statt bis 21 Uhr dann bis 23 Uhr Gäste bewirten. Damit soll der Betrieb in den Restaurants entzerrt werden. Dies hat das Kabinett in Schwerin beschlossen, wie Wirtschaftsminister Harry Glawe im Anschluss sagte. Außerdem dürfen Menschen aus vielen europäischen Ländern wieder nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen, ohne 14 Tage in Quarantäne gehen zu müssen. In mehreren anderen Bundesländern gilt diese Regel bereits. In Hessen, Sachsen, dem Saarland und Schleswig-Holstein sind auch die Kinos bereits wieder geöffnet, in anderen Ländern soll das in nächster Zeit geschehen.

+++ 14:22 Fast 10.000 Corona-Tote in Pflegeheimen in England und Wales +++
In Altenheimen in England und Wales sind durch die Corona-Pandemie bereits fast 10.000 Menschen ums Leben gekommen. Wie aus Angaben der nationalen Statistikbehörde ONS hervorgeht, sind das rund ein Viertel aller Corona-Toten in England und Wales. Dort seien bis zum 8. Mai 39.071 mutmaßlich oder nachgewiesenermaßen mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Im gesamten Vereinigten Königreich gab es bis dahin laut ONS 40.902 Corona-Tote. Bei der Statistikbehörde ONS fließen auch Fälle in die Zählung ein, in denen Covid-19 lediglich als Todesursache vermutet wird oder wo Covid-19 nur als eine von mehreren gesundheitlichen Problemen genannt wird. Die ONS-Zahlen sind daher deutlich höher als die der Regierung, die am Montag von 34.796 Corona-Toten sprach.

+++ 14:01 Biotechverband sieht keine Engpässe bei Tests in Deutschland +++
In Deutschland stehen in der Coronavirus-Pandemie nach Einschätzung der hiesigen Biotechbranche genügend Antikörper-Tests zur Verfügung. Die Testkapazitäten könnten sogar noch weiter erhöht werden, teilte der Verband Bio Deutschland mit. "Jetzt braucht die Branche Klarheit, wie breit diese Tests eingesetzt und auch vergütet werden sollen", forderte Bio-Deutschland-Chef Oliver Schacht. Es sei zudem ein "schlüssiges Konzept" nötig, welche Menschen in Deutschland getestet werden und wie häufig getestet wird, damit die Industrie bedarfsgerecht produzieren könne.

+++ 13:50 Bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern: Frankreich führt freiwillige Quarantäne ein +++
Zur Eindämmung der Corona-Pandemie führt Frankreich ab morgen eine zweiwöchige Quarantäne zur Einreise aus Nicht-EU-Ländern ein. Das Außenministerium in Paris teilte mit, alle Franzosen und Ausländer mit Wohnsitz in Frankreich sollten sich auf "freiwilliger" Basis 14 Tage lang isolieren, wenn sie aus einem Land außerhalb der EU zurückkehrten. Außenminister Jean-Yves Le Drian appellierte im Sender LCI an die "persönliche Verantwortung" der Reisenden. Die Maßnahme betrifft vorerst nur EU-Bürger. Menschen aus Drittländern ist die Einreise in die Europäische Union derzeit grundsätzlich nicht gestattet.

*Datenschutz

+++ 13:30 Forscher ermitteln: Shutdown senkt CO2-Konzentrationen wohl nur wenig +++
Durch den Shutdown in der Corona-Krise sind die CO2-Konzentrationen in den oberen Atmosphäreschichten offenbar nur unbedeutend gesunken. Darauf deuten erste Ergebnisse von Messungen des Forschungszentrums (FZ) Jülich hin, wie die Forschungseinrichtung mitteilte. Den Auswertungen zufolge führe der Shutdown nicht dazu, "dass die CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre deutlich geringer werden", erklärte Johannes Laube vom FZ-Institut für Stratosphäre. Die Wissenschaftler untersuchen derzeit mit Wetterballons die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Qualität der Luft in höheren Schichten der Atmosphäre.

+++ 13:12 Merkel und Ost-Staaten für schrittweisen Abbau der Grenzkontrollen +++
Angela Merkel und die Regierungschefs von Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei haben sich für einen schrittweisen Abbau der Corona-Grenzbeschränkungen ausgesprochen. Dies solle geschehen, sobald die Pandemie-Lage dies zulasse, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach einer Videokonferenz Merkels mit den Ministerpräsidenten der sogenannten Visegrád-Staaten mit. Konkrete Termine wurden nicht genannt. Bei einem anschließenden bilateralen Gespräch mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš sei die Frage der Zusammenarbeit in der deutsch-tschechischen Grenzregion vertieft worden. Beide hätten das Ziel eines Abbaus der Beschränkungen für Menschen und Betriebe in der Grenzregion bekräftigt, soweit das Infektionsgeschehen dies zulasse.

+++ 12:38 Mehr als 20.000 Mitarbeiter im Gesundheitswesen infiziert +++
Seit Beginn der Corona-Krise haben sich dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge in Deutschland mehr als 20.400 Mitarbeiter von Kranken- und Pflegeeinrichtungen mit dem Virus infiziert. Davon haben laut RKI mittlerweile geschätzte 19.100 Menschen die Infektion überstanden. Alleine in Krankenhäusern, Praxen, Dialyseeinrichtungen und bei Rettungsdiensten verzeichnete das RKI bislang mehr als 11.800 Corona-Fälle. In Pflege- und anderen Wohneinrichtungen waren es mehr als 8.500 Infektionen. Insgesamt 895 erkrankte Mitarbeiter mussten demnach stationär behandelt werden, 61 sind gestorben.

+++ 12:22 Hamburg meldet erstmals keine Neuinfektionen +++
Erstmals seit mehreren Wochen sind in Hamburg von den Gesundheitsämtern binnen eines Tages keine weiteren Corona-Infektionen gemeldet worden. Das teilte die Hamburger Gesundheitsbehörde mit. Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle liegt damit bei 5034. Auch die Zahlen aus den Krankenhäusern sind seit mehreren Wochen eher rückläufig. Derzeit befinden sich 63 Hamburger wegen der Lungenkrankheit Covid-19 in stationärer Behandlung (Montag: 61), davon werden wie schon am Vortag 27 Personen intensivmedizinisch betreut. Mitte April hatten noch mehr als 260 Hamburger mit Covid-19 im Krankenhaus gelegen.

+++ 12:00 Spanien hebt Einreiseverbot aus Italien auf +++ Spanien hebt das seit dem 11. März geltende Einreiseverbot aus Italien auf, wie die Regierung in Madrid mitteilt. Damit können Flugzeuge und Schiffe aus Italien das Land wieder direkt ansteuern. Reisende müssen sich aber wie alle anderen Einreisende an eine zweiwöchige Quarantäne halten, solange der Notstand in Kraft ist. Einem Bericht des Senders Cadena Ser zufolge berät das spanische Kabinett noch im Tagesverlauf über eine Verlängerung des Notstands bis zum 27. Juni. Spanien gehört zu den Ländern, die besonders stark von der Pandemie betroffen sind.

+++ 11:32 18 Landkreise sind "corona-frei" +++

+++ 11:15 US-Studie: Höhere Temperaturen werden Corona kaum bremsen +++
Die höheren Temperaturen im Sommer werden die Corona-Pandemie einer Studie zufolge kaum bremsen. Statistische Auswertungen deuteten darauf hin, dass heißeres Wetter und eine höhere Luftfeuchtigkeit die Ausbreitung des Virus nur in geringem Maß beeinflussen, hieß es in einer Studie der US-Universität Princeton, die gestern im Fachmagazin "Science" veröffentlicht wurde. Der Einfluss der klimatischen Bedingungen auf den neuartigen Erreger seien "gering". Zwar beeinflusse eine höhere Luftfeuchtigkeit die Ausbreitung anderer Coronaviren und der Grippe, im Fall des neuen Erregers Sars-CoV-2 sei aber das Fehlen einer "weitverbreiteten Immunität" entscheidend, schrieben die Forscher.

+++ 10:46 RKI startet eine Corona-Studie in Kupferzell +++
Das Robert-Koch-Institut startet eine Coronavirus-Studie in der Gemeinde Kupferzell in Baden-Württemberg. Dort sollen unter anderem Abstriche, PCR-Tests und Antikörper-Tests durchgeführt werden. Insgesamt werden in Kupferzell 2000 Personen untersucht.

Die Ergebnisse sollen für diese Gemeinde repräsentativ sein und weiteren Aufschluss über die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie geben.


+++ 10:30 Jetzt live: RKI zum Start der Studie "Corona Monitoring local" +++

+++ 10:25 Schweizer Alpenpass am Gotthard öffnet wieder +++
Pünktlich vor Himmelfahrt öffnet einer der legendären Schweizer Alpenpässe. Der 2108 Meter hohe Gotthardpass ist ab morgen wieder zu befahren, teilte die zuständige Baudirektion mit. Der Pass war bis zum Bau des Tunnels vor fast 150 Jahren eine der wichtigsten Alpenquerungen. Ausflügler aus der Schweiz können nun am Feiertagswochenende die Passstraße nutzen, für Besucher aus dem Ausland ist die Schweiz wegen der Corona-Beschränkungen aber noch tabu. Erst Mitte Juni sollen die Reisebeschränkungen zwischen der Schweiz, Deutschland und den Nachbarländern fallen - wenn die Infektionen überall weiter auf niedrigem Niveau bleiben.

+++ 10:04 Österreich beharrt bei Corona-Hilfen auf EU-Kredite +++
Österreich beharrt im Ringen um Corona-Hilfen für Krisenstaaten auf die Vergabe von rückzuzahlenden EU-Krediten. "Wir werden uns weiterhin solidarisch zeigen und Länder, die am stärksten von der Corona-Krise betroffen sind, unterstützen. Jedoch muss dies über Kredite erfolgen und nicht über Zuschüsse", heißt es aus dem Bundeskanzleramt in Wien.

+++ 09:40 Keine Neuinfektionen in Schleswig-Holstein +++
Eine gute Nachricht aus dem Norden: Schleswig-Holstein meldet heute keine Neuinfektionen, wie das Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel meldet. Insgesamt gab es bislang etwa 3000 bestätigte Fälle im gesamten Bundesland.

Berichtigung: Der Kreis Pinneberg hat einen weiteren Coronavirus-Fall gemeldet - die Landesregierung hatte aber keine Neuinfektionen in ihrer Meldung veröffentlicht.

+++ 09:25 Zwei Kreise überschreiten die Obergrenze in Deutschland +++
Coburg und die Stadt Straubing sind die beiden Kreise, die die aktuelle Neuinfektions-Obergrenze von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern überschreiten. Coburg hat eine Inzidenz von 82,8 und Straubing Stadt 54,4. Im Kreis Heinsberg (NRW) steigt der Wert (25,2) nach einem Ausbruch in einem Paketdienstleister-Depot wieder an.

*Datenschutz

+++ 08:56 Israel lockert wegen Hitze die Maskenpflicht +++
Die israelische Regierung hat die im Zuge der Corona-Pandemie verhängte Maskenpflicht vorübergehend gelockert. Grund ist eine Hitzewelle in dem Land mit Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius. Bis zum Wochenende sei es Schülern gestattet, ihre Masken in Klassenräumen abzusetzen, teilte der neue Gesundheitsminister Juli Edelstein gestern mit. Auch auf öffentlichen Plätzen sei die Maskenpflicht vorerst ausgesetzt.

+++ 08:41 Vorsitzender der Wirtschaftsweisen für Mindestlohn-Nullrunde +++
Der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, plädiert bei der im Sommer anstehenden Entscheidung über die mögliche Erhöhung des Mindestlohnes für Zurückhaltung. "Gerade Branchen mit eher geringen Lohnniveaus sind von der Krise besonders erfasst worden. Meines Erachtens kann deshalb in dieser tiefen Rezession der Mindestlohn nicht weiter erhöht werden", sagte Feld der "Wirtschaftswoche". "Wir haben eine Ausnahmesituation, der wir nicht mit business as usual begegnen können." Zuvor hatte der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) die Mindestlohn-Kommission zu einer Nullrunde aufgefordert. Die Erhöhungspause müsse mindestens ein Jahr dauern.

+++ 08:28 150 kubanische Ärzte dürfen in Brasilien arbeiten +++
Angesichts der Corona-Pandemie setzt Brasilien wieder auf die Hilfe kubanischer Ärzte. 150 Mediziner aus Kuba erhalten ihre Arbeitserlaubnis zurück, wie das brasilianische Gesundheitsministerium gestern mitteilte. Die Ärzte waren in Brasilien geblieben, nachdem die Regierung in Havanna vor anderthalb Jahren das Programm "Mehr Ärzte" zur Unterstützung unterversorgter Regionen in Brasilien im Streit mit dem heutigen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro beendet hatte. Wegen der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Brasilien sollen die kubanischen Ärzte nun zur Verstärkung in überlasteten Krankenhäusern eingesetzt werden. Ärzte aus Kuba genießen einen guten Ruf, weshalb die Regierung des kommunistischen Landes sie seit Jahrzehnten in zahlreiche unterversorgte Länder entsendet.

+++ 08:08 Polen stellt Grenzöffnung in Aussicht +++
Die polnische Regierung stellt in Aussicht, die Grenzen am 15. Juni wieder zu öffnen. Sie sehe eine Chance dafür, sagt die stellvertretende Ministerpräsidentin Jadwiga Emilewicz der Tageszeitung "Puls Biznesu". Am 1. Juli könnten dann womöglich alle übrigen Coronavirus-Beschränkungen aufgehoben werden. Bundesaußenminister Heiko Maas hatte erst kürzlich an Polen appelliert, bald die Grenzen wieder vollständig zu öffnen. Die Bundesregierung peilt an, dass ab dem 15. Juni die Reisefreiheit im gesamten Schengenraum wieder hergestellt ist.

+++ 07:56 Hunderte Deutsche sitzen immer noch im Ausland fest +++
Mehr als drei Wochen nach der vorläufigen Einstellung der Rückholflüge des Auswärtigen Amts sitzen immer noch Hunderte Deutsche im Ausland fest. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Auswärtigen Amt erfuhr, befindet sich alleine in Marokko noch eine "hohe dreistellige Zahl" rückkehrwilliger deutscher Staatsbürger, die wegen der Kappung der Flug- und Fährverbindung in der Corona-Krise nicht wegkommen. "In Südafrika gehen wir von einer mittleren dreistelligen Zahl von ausreisewilligen Deutschen aus, in Argentinien und Pakistan von einer jeweils niedrigen bis mittleren dreistelligen Zahl", heißt es aus dem Ministerium. Die Botschaften versuchen weiter in jedem Einzelfall, Rückkehrmöglichkeiten etwa mit den vereinzelten kommerziellen Flügen zu finden. Das Auswärtige Amt hatte am 17. März eine beispiellose Rückholaktion für die im Ausland wegen der Corona-Pandemie gestrandeten deutschen Touristen gestartet.

+++ 07:47 Sarah Wiener sieht "Vollkatastrophe" für Gastronomie +++
Die Fernsehköchin Sarah Wiener sorgt sich um ihr Unternehmen. "Wenn sich nicht schnell und radikal etwas ändert, weiß ich nicht, ob es mein Gastronomiezweig überleben wird", sagte Wiener der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist eine Vollkatastrophe, das muss man leider so sagen. Die Menschen trauen sich noch nicht in Museen, und im Restaurant erleben sie eine merkwürdige Situation mit Abstand und Mundschutz. Im Catering haben wir sechsstellige Verluste gemacht, uns wurden Veranstaltungen bis Jahresende abgesagt. Wir sind ein bisschen gelähmt und ratlos." Wieners Gastronomieunternehmen hat nach ihren Angaben rund 120 Mitarbeiter. Sie hat zwei Restaurants in Berlin: Das im Museum Hamburger Bahnhof ist derzeit geschlossen, das im Zukunftsmuseum Futurium ist geöffnet.

+++ 07:20 Greenpeace warnt vor Auto-Kollaps durch Krise +++
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat als Folge der Corona-Krise vor einem Auto-Kollaps in Städten gewarnt. Aus Sorge vor Ansteckungen mieden viele Menschen öffentliche Verkehrsmittel, die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen seien eingebrochen - und mehr Strecken würden mit dem Auto gefahren, heißt es in einer Kurzstudie. Dadurch könnten alleine in den Großstädten die mit dem Auto zurückgelegten Personenkilometer um bis zu 20 Milliarden pro Jahr steigen. Dies bedeute mehr Staus und mehr klimaschädliches Kohlendioxid (CO2). Es drohe ein "Verkehrsinfarkt", die CO2-Emissionen könnten um zusätzliche 3 Millionen Tonnen steigen.

+++ 06:55 São Paulo verlegt Feiertage vor: "Mega-Feiertag" als Corona-Maßnahme +++ Wegen der Covid-19-Pandemie hat die Stadt São Paulo mehrere Feiertage aus anderen Monaten auf diese Woche vorgezogen. Dies entschied der Stadtrat in einer außerordentlichen Sitzung. Damit schuf eine der größten Städte in Lateinamerika, die auch eine der vom Coronavirus am meisten betroffenen Städte ist, einen "Mega-Feiertag" von diesem Mittwoch an bis Montag. Erfahrungsgemäß gelingt es an Wochenenden und Feiertagen mehr Bewohnern, sich an die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu halten. São Paulo, der mit mehr als 40 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Bundesstaat Brasiliens, meldete - wie etwa auch Mexiko - zuletzt mehr Corona-Tote als China.

+++ 06:32 Nach Corona-Fällen: Westfleisch will Betrieb wieder starten +++
Nach etwa einwöchiger Zwangspause wegen zahlreicher Corona-Infektionen bei Mitarbeitern nimmt das Unternehmen Westfleisch im münsterländischen Coesfeld heute testweise den Betrieb wieder auf. Im ersten Schritt sollen aber noch keine Schweine geschlachtet werden. Die ersten 1500 Tiere sollen nach Unternehmensangaben am Mittwoch in einer zweiten Testphase geschlachtet werden. Ebenfalls morgen will das Bundeskabinett über Konsequenzen aus den gehäuften Corona-Infektionen in fleischverarbeitenden Betrieben entscheiden. Der Kreis Coesfeld hatte das Westfleisch-Werk vorübergehend geschlossen, nachdem in der Corona-Krise zahlreiche Werksarbeiter positiv getestet worden waren. Bis Ende vergangener Woche lagen in Coesfeld knapp 270 positive Coronavirus-Tests bei rund 1200 Mitarbeitern vor.

+++ 06:19 Regierung will Taxiunternehmen bei Schutz unterstützen +++
Ob abgesagte Messen oder ausbleibende Fahrten zu Hotels oder Flughäfen - von der Corona-Krise ist auch die Taxibranche hart getroffen. Die Bundesregierung will mit einem heute gestarteten Programm dazu beitragen, dass Taxiunternehmen ihre Kunden auch in Zeiten der Pandemie möglichst rasch wieder sicher befördern können. Mit vier Millionen Euro fördert sie Trenneinrichtungen zwischen Fahrer und Fahrgast, "um beide zu schützen", wie Verkehrsminister Andreas Scheuer sagte. "Das ist eine zusätzliche Ausstattung, die man schnell montieren kann", sagte Scheuer. "Wir stellen dafür vier Millionen Euro zur Verfügung und können bei Nachfrage noch aufstocken." Dafür stehen nach Angaben des Verkehrsministeriums zusätzliche 500.000 Euro zur Verfügung.

+++ 05:37 Lauterbach: Öffnung der Schulen könnte großes Problem werden +++
Angesichts mehrerer Coronavirus-Ausbrüche in Schlachtbetrieben und Flüchtlingsunterkünften warnt der SPD-Gesundheitsexperte und Epidemiologe Karl Lauterbach vor einer weiteren Öffnung der Schulen. "Wir müssen gezielter dorthin schauen, wo Menschen weiterhin eng zusammenarbeiten oder leben", sagt Lauterbach der "Rheinischen Post". Das geschehe in den Fleischbetrieben, aber etwa auch in Bussen und Bahnen. "Die Öffnung der Bildungseinrichtungen könnte ein großes Problem werden, denn es fehlt an geeigneten Hygienekonzepten, die guten Unterricht ermöglichen. Halber Unterricht, doppelte Hausaufgaben ist zu kurz gedacht."

+++ 05:07 Elf Prozent aller Corona-Fälle in Gesundheitsberufen +++
Mitarbeiter von Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen in Deutschland sind überdurchschnittlich häufig von einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus betroffen. Wie aus Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" hervorgeht, haben sich seit Mitte April durchschnittlich täglich mehr als 230 Ärzte, Pfleger und andere Mitarbeiter in Gesundheitsberufen mit Sars-CoV-2 angesteckt. Insgesamt hätten sich bisher rund 20.000 Mitarbeiter aus diesen Bereichen eine Infektion mit dem Virus zugezogen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI). Das entspreche etwa elf Prozent aller Infizierten. Mindestens 894 Menschen aus dem Gesundheitssektor mussten demnach stationär behandelt werden, mindestens 60 seien infolge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Auf das Virus getestet werde das Personal aber nur punktuell, heißt es weiter. Das RKI habe auf Anfrage der Zeitung eingeräumt, es sei dem Institut nicht bekannt, wie umfassend in den Einrichtungen getestet werde.

+++ 04:44 China meldet sechs Neuinfektionen +++
Die chinesische Gesundheitsbehörde meldet binnen 24 Stunden sechs Coronavirus-Fälle, im Vergleich zu sieben tags zuvor. Die drei neuen Fälle sind nach Angaben der nationalen Gesundheitskommission durch Einreisende in die Innere Mongolei aufgetreten. Von den drei neuen lokalen Übertragungen befinden sich laut offiziellen Angaben zwei in der nordöstlichen Grenzprovinz Jilin und eine in Hubei, wo das Coronavirus erstmals identifiziert wurde.

+++ 04:19 Konzerne könnten Schadenersatz wegen Corona-Regeln einklagen +++ Internationale Konzerne könnten weltweit Regierungen auf Schadenersatz verklagen, wenn deren Anti-Corona-Maßnahmen ihnen Verluste bescheren. Das geht aus einer Studie der lobbykritischen NGO Corporate Europe Observatory hervor, aus der die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Demnach bereiten zahlreiche Anwaltsfirmen gerade den Boden für Klagen aufgrund Tausender Investitionsabkommen, die Staaten abgeschlossen haben. Die Schadenersatzansprüche könnten sich demnach vor allem auf Verluste aus wirtschaftlichen Corona-Maßnahmen richten. Zum Beispiel verbot die spanische Regierung Energiefirmen, Kunden Strom und Wasser abzudrehen, die wegen der Krise ihre Rechnung nicht zahlen können. Spanien und Irland übernahmen temporär die Kontrolle über private Kliniken, um dort Corona-Patienten unterzubringen.

+++ 03:54 Bahn will wegen Coronavirus noch mehr für Sauberkeit tun +++
Die Deutsche Bahn will in Zeiten der Coronavirus-Pandemie noch mehr für Hygiene und Sauberkeit in Zügen und an Bahnhöfen tun. Das berichtet die "Funke Mediengruppe". Demnach soll die Zahl der Reinigungskräfte in den Zügen bis Juli auf 500 Mitarbeiter verdoppelt werden. Im August sollen dann 600 dieser "Unterwegsreiniger" im Einsatz sein, heißt es. Insgesamt seien bundesweit 4300 Mitarbeiter für die Reinigung zuständig.

+++ 03:25 Weltärztepräsident warnt vor Öffnung europäischer Grenzen +++ Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery warnt vor einer Öffnung der innereuropäischen Grenzen für den Tourismus. Die deutschen Grenzen sollten angesichts der fortdauernden Corona-Pandemie in beide Richtungen für Urlauber geschlossen bleiben, sagt Montgomery den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Aus gesundheitlichen Gründen wäre es das Beste, die Menschen blieben an ihrem Wohnort", betont er. Bundesaußenminister Heiko Maas hatte am Montag für einen "kontrollierten Wiedereinstieg in den europäischen Tourismus" im Sommer plädiert. Voraussetzung sei ein koordiniertes Vorgehen der Staaten, sagte Maas. Ab Mitte Juni will der Minister auch die Reisewarnung für EU-Staaten aufheben.

+++ 02:53 Frankreich: Gericht ordnet Aufhebung des religiösen Versammlungsverbots an +++
Frankreichs höchstes Verwaltungsgericht ordnet die Aufhebung des wegen der Corona-Pandemie verhängten Verbots religiöser Zusammenkünfte an. Das Verbot sei "ein schwerer und offensichtlich rechtswidriger" Verstoß gegen die Religionsfreiheit, erklärt der Staatsrat. Er fordert die Regierung auf, es "innerhalb von acht Tagen" aufzuheben. Das "allgemeine und absolute Verbot" der Zusammenkünfte in Gotteshäusern stehe in "keinem Verhältnis zum Ziel der Erhaltung der öffentlichen Gesundheit". Mehrere Verbände und Einzelpersonen haben Beschwerde eingelegt.

+++ 02:30 Brasilien verzeichnet weltweit drittgrößte Fallzahl +++
Brasilien verzeichnet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 674 neue Todesfälle durch Coronaviren. Insgesamt sind 254.220 Fälle bestätigt. Damit ist Brasilien das Land mit der dritthöchsten Anzahl von Infektionen hinter den Vereinigten Staaten und Russland. Inzwischen sind 16.792 Menschen an Covid-19 gestorben, teilt das Ministerium mit. Die Stadt Sao Paulo ist nach offiziellen Angaben mit 63.066 Fällen und 4823 Todesfällen nach wie vor am stärksten von dem Ausbruch betroffen. Rio de Janeiro liegt mit 26.665 Infektionen und 2852 Todesfällen an zweiter Stelle.

+++ 02:01 Experte: 100-prozentige Sicherheit vor Hotspots gibt es nicht +++
Das NRW-Gesundheitsministerium hält es nicht für wahrscheinlich, dass man alle lokalen Coronavirus-Ausbrüche verhindern kann. "Eine 100-prozentige Sicherheit vor Hotspots, wie wir sie dieser Tage erleben, gibt es nicht", sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann der "Rheinischen Post". "Mit dem jetzigen Monitoring werden uns täglich Zahlen geliefert, anhand derer wir mögliche Infektionsgeschehen frühzeitig erkennen können. Das hilft uns in dieser dynamischen Lage sehr", so der CDU-Politiker.

Beim Ausbruch im Kreis Coesfeld habe dieses System auch sehr gut funktioniert, sagt Laumann weiter. Ob eine weitere Infektionswelle bevorstehe, wisse man nicht, betonte der Minister. "Bislang handelt es sich um sehr lokale Ereignisse, die mit einer zweiten Infektionswelle überhaupt nichts zu tun haben." Sollte es jedoch so weit kommen, könne man auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen, "den wir zu Beginn der Corona-Pandemie noch nicht hatten". "Beispielsweise haben wir mit Blick auf die Freihaltung von Intensivkapazitäten bereits Übergangsregelungen geschaffen. Und einen Engpass an Schutzausrüstung wird es so schnell auch nicht wieder geben", erklärt Laumann.

+++ 00:58 Mehr als 90.000 Corona-Tote in den USA +++

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA nach Angaben von Wissenschaftlern mehr als 90.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus ums Leben gekommen. Das geht aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen in den USA liegt der Uni zufolge bei mehr als 1,5 Millionen. Weltweit sind mehr als 4,7 Millionen Fälle bekannt.

+++ 00:28 Geschäfte in Katar schließen bis 30. Mai +++
In Katar müssten seit heute bis zum 30. Mai alle Geschäfte schließen und alle Geschäftsaktivitäten eingestellt werden. Damit solle die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur QNA aus einer Kabinettsentscheidung. Ausgenommen seien Apotheken, Lebensmittelläden und Lebensmittellieferanten.

+++ 00:06 Giffey fordert finanzielle Unterstützung für Frauen +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey spricht sich dafür aus, dass mögliche Konjunkturhilfen in der Corona-Krise vor allem Frauen zugute kommen. Jetzt gehe es darum, "dass wir den Familien helfen" und "auch darum, dass wir einen starken Impuls für die Konjunktur setzen", sagt die SPD-Politikerin der ARD. "Und da dürfen wir die Familien nicht vergessen. Wenn wir Konjunkturprogramme auflegen, dann müssen wir sie so gestalten, dass gerade auch die Frauen berücksichtigt werden."

+++ 23:41 US-Präsident Trump nimmt "täglich Hydroxychloroquin ein" +++
US-Präsident Donald Trump nimmt nach eigenen Angaben seit eineinhalb Wochen zur Vorbeugung gegen Covid-19 das Medikament Hydroxychloroquin ein - täglich eine Tablette. "Was hat man zu verlieren?" sagt er vor Journalisten. Es sei gut möglich, dass die Arznei etwas bewirke. Trump pries bereits in der Vergangenheit das Anti-Malaria-Mittel an. EU-Experten sehen dagegen keinen Beleg, dass es gegen Covid-19 wirkt. Gegenwärtig laufen mehrere Studie zur Klärung der Frage. Hydroxychloroquin hat Nebenwirkungen und kann etwa zu Herzproblemen führen.

+++ 23:22 Italien: Kein Restart der Serie A vor 14. Juni +++
Die italienische Regierung verbietet Sportevents bis zum 14. Juni. Erst danach soll beschlossen werden, ob die Fußballsaison in der Serie A zu Ende gespielt werden dürfe, heißt es in einer neuen Regierungsverordnung. Der nationale Fußballverband (FIGC) passt sich dem Regierungsbeschluss an, macht jedoch Druck für einen Neustart der Meisterschaft am 13. Juni, sollten sich die epidemiologischen Daten in Italien positiv entwickeln. Das geht aus einer Pressemitteilung des Verbandes hervor. Bei einem Neustart am 20. Juni müssten die Klubs aus der Serie A zweimal pro Woche ran, um die noch zu absolvierenden zwölf Spieltage zu Ende zu führen. Italiens Meisterschaft ist seit dem 9. März unterbrochen. Drei Klubs (FC Parma, FC Turin und AC Florenz) haben noch mit dem Coronavirus infizierte Spieler.

+++ 22:55 US-Experten testen Antikörper in 25 Ballungsräumen +++
Die US-Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) wollen im Sommer bis zu 325.00 Bürger aus 25 Ballungsräumen auf Antikörper gegen das Coronavirus testen. Die Untersuchung solle im Juni oder Juli beginnen, teilt die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf beteiligte Wissenschaftler und eine CDC-Sprecherin mit. Eine bereits gestartete Vorab-Untersuchung unter der Leitung von Michael Busch vom Vitalant Research Institute untersucht gegenwärtig 36.000 Proben. Ein CDC-finanzierter Teil soll demnach in den kommenden Tagen angekündigt werden und die Entwicklung über 18 Monate verfolgen.

+++ 22:18 Schweden meldet im April höchste Todesrate seit über 20 Jahren +++
Das in der Corona-Pandemie einen Sonderweg gehende Schweden hat im April die seit Jahren höchste Sterberate verzeichnet. Wie die schwedische Statistikbehörde mitteilte, starben im Land im vergangenen Monat 10.458 Menschen - mehr als in allen anderen Monaten der vergangenen Jahrzehnte. "Wir müssen bis zum Dezember 1993 zurückgehen, um mehr Tote in nur einem Monat zu haben", erklärte Tomas Johansson von der Statistikbehörde. Eine offizielle Erklärung für die hohe Zahl der Todesfälle 1993 gibt es Johansson zufolge nicht. Allerdings wurde Schweden in jenem Jahr von einer Grippewelle heimgesucht.

+++ 21:49 Krawalle bei Corona-Protesten in Chile +++
Bei Protesten gegen die strikten Corona-Regeln haben sich Demonstranten und Polizisten in einem Vorort von Santiago de Chile heftige Auseinandersetzungen geliefert. Bewohner von El Bosque im Süden der chilenischen Hauptstadt errichteten Barrikaden und warfen Steine auf Polizisten, wie der Radiosender Cooperativa berichtete. Die Beamten setzten Wasserwerfer und Tränengas ein. Die Ortschaft steht wegen der grassierenden Corona-Pandemie seit rund einem Monat unter Quarantäne. Viele Bewohner können deshalb ihrer Arbeit nicht nachgehen.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts/AFP/sid/jpe