"Ist kein KI-Foto, sondern echt"Tierschützer retten 250 Hunde aus Horror-Haus

In Großbritannien entdecken Tierschützer 250 Hunde auf engstem Raum zusammengepfercht in einem verwahrlosten Haus. Eine Aufnahme aus dem Inneren scheint für einige Menschen so unglaublich zu sein, dass die Aktivisten klarstellen müssen: "Das ist kein KI-Foto."
Völlig verwahrlost und in beengten Verhältnissen haben Tierschützer und -schützerinnen der britischen Organisation RSPCA mehr als 250 Hunde in einem heruntergekommenen Haus gefunden. Wie der "Guardian" berichtet, befindet sich das Haus irgendwo in Großbritannien. Den genauen Standort halten die Aktivisten unter Verschluss.
Ein Bild von der Rettungsaktion zeigt einige der Dutzenden Tiere mit stark verdrecktem Fell. Der Raum, in dem sie sich befinden, wirkt heruntergekommen. Schmutz, Staub und Spinnweben bedecken die Wände. Einer der Hunde scheint in einem verrosteten Ofen zu liegen.
Die Aufnahme sorgte im Internet für Entsetzen: "Das ist das herzzerreißendste Bild, das ich je gesehen habe", schrieb ein Nutzer bei Facebook. Doch das Foto löste auch Spekulationen um dessen Echtheit aus. In den Kommentaren finden sich etliche Beiträge, in denen RSPCA vorgeworfen wird, es handele sich um ein KI-Foto. "Auch wenn es solche Fälle durchaus gibt - das ist definitiv ein KI-Bild", schrieb eine Userin.
"Das ist kein KI-Foto, das ist echt"
"Wir verstehen, dass die Menschen so entsetzt sind, dass sie nicht glauben können, was sie sehen. Aber dieses Foto ist nicht von einer KI erstellt, es ist echt", sagte RSPCA-Sprecherin Joanne Hirst dem "Guardian". "Dieses schockierende Bild entspricht der Realität vieler Fälle (...) - die Zahl der Meldungen über Fälle mit zehn, 20 und sogar 100 Tieren wächst."
Laut RSPCA hätten die Eigentümer des Grundstücks angegeben, dass sie dort Pudelmischlinge gezüchtet hätten und die Situation schnell "außer Kontrolle geraten" sei. Hirst sagte, der Fall zeige, "was passieren kann, wenn Tierhalter oder -züchter überfordert sind. Auch, wenn sie es eigentlich gut mit den Tieren meinen."
Adoptivhunde erholen sich
Von den mehr als 250 Hunden wurden insgesamt 87 von RSPCA selbst aufgenommen, der Rest wurde an den Verein Dog Trust übergeben. Und während einige der geretteten Tiere noch auf ein neues Zuhause warten, haben andere bereits eins gefunden.
Bei Facebook meldeten sich mehrere Personen zu Wort, die einen Vierbeiner aus dem Horror-Haus aufgenommen haben. "Unserem geht es so gut (...) - glücklicherweise war er jung genug, um sich mit etwas Hilfe von diesem Trauma zu erholen. Andere hatten nicht so viel Glück", schrieb eine Nutzerin unter dem Foto ihres geretteten Pudels, der jetzt den Namen Dex trägt. Und auch sie stellte noch einmal klar: "Das war kein KI-Foto!"