Panorama

"Beziehungsabsichten abgelehnt"26-Jähriger aus Greven gesteht Mord an Nachbarin

30.08.2022, 13:14 Uhr
Pia
Die 25-Jährige kam nicht von einem Kirmes-Besuch nach Hause. (Foto: Polizei Steinfurt)

In einem Gebüsch entdeckt die Polizei am Morgen die Leiche einer vermissten jungen Frau aus Greven. Sie war nach einem Kirmes-Besuch am Wochenende verschwunden. Nun gesteht ihr Nachbar, die 25-Jährige ermordet zu haben. Das Motiv - offenbar bloß verletzte Eitelkeit.

Im nordrhein-westfälischen Greven ist eine 25-Jährige am frühen Morgen gegen 4 Uhr tot in einem Gebüsch gefunden worden. Sie galt seit Montag als vermisst. Im Verdacht, die junge Frau getötet zu haben, steht ihr Nachbar. Der 26-Jährige soll das Opfer Sonntagnacht auf dem Nachhauseweg von einer Kirmes abgefangen und ermordet haben. Die Leiche legte er in dem Gebüsch in Saerbeck ab.

Nach Polizeiangaben geriet der Mann nach dem Verschwinden der jungen Frau schnell unter Verdacht, weil er sich bei einer Vernehmung in Widersprüche verstrickte. Schließlich habe er die Tat gestanden. Er nannte den Ermittlern auch den Ort, an dem er die Leiche der vermissten Frau versteckt hatte.

Einsatzkräfte fanden die Tote schließlich an dem genannten Ort etwa zehn Kilometer vom Wohnort der Vermissten und des Verdächtigen entfernt. Auch zu dem Motiv gibt es bereits erste Hinweise. Der Tatverdächtige und sein Opfer hätten sich gekannt. "Die 25-jährige Frau soll Beziehungsabsichten des 26-Jährigen abgelehnt haben", erklärte Heiner Olthuis, Leiter der eingesetzten Mordkommission bei der Polizei in Münster. Die Ermittlungen in dem Fall dauerten weiter an.

Das Opfer war zuletzt gegen 2.40 Uhr am Sonntagmorgen auf der Emsbrücke in Greven gesehen worden. Zunächst war mit einer Drohne und Mantrailer-Hunden nach der Vermissten gesucht worden - zunächst jedoch ohne Erfolg. Eine Obduktion der Leiche soll nun weitere Fragen zu den Todesumständen klären. Der mutmaßliche Mörder der jungen Frau wurde festgenommen.

Quelle: ntv.de, jug/AFP

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