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Angreifer zündet Autobombe 27 Tote bei Anschlag auf Bus im Iran

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Die Revolutionsgarden sind ein paramilitärische Organisation zum Schutz des iranischen Regimes.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wenige Tage nach einem iranischen Feiertag erschüttert ein weiterer Anschlag das Land. Mit einer Autobombe hat es ein Attentäter auf den Bus der Revolutionsgarde abgesehen. Bei der Explosion kommen mindestens 27 Menschen ums Leben.

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus der Revolutionsgarden sind im unruhigen Südosten des Iran mindestens 27 Menschen getötet worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete, ereignete sich die Explosion auf einer Straße zwischen den Städten Chasch und Sahedan in der Provinz Sistan und Belutschistan. Die Revolutionsgarden erklärten, die Truppen seien auf dem Rückweg von der Grenze gewesen, als ein mit Sprengstoff beladenes Auto neben ihrem Bus explodierte. Die Gruppe Dschaisch al-Adl (Armee der Gerechtigkeit) habe in einer Erklärung die Verantwortung für den Anschlag übernommen, meldete die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Fars.

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In der mehrheitlich sunnitischen Grenzregion sind mehrere Rebellen- und Dschihadistengruppen aktiv, die immer wieder Anschläge auf die Sicherheitskräfte verüben. Die Bevölkerung des Iran ist zu 90 Prozent schiitisch, doch gibt es eine starke sunnitische Minderheit, die seit langem über Diskriminierung klagt.

Anfang Dezember waren in der südöstlichen Hafenstadt Tschabahar bei einem Anschlag auf die Polizei zwei Menschen getötet worden. Die Regierung machte damals "vom Ausland unterstützte Terroristen" verantwortlich. Teheran wirft Pakistan und Saudi-Arabien vor, die Dschihadisten in der Grenzregion zu unterstützen.

Der jüngste Anschlag ereignete sich zwei Tage nach dem 40. Jahrestag des Siegs der Islamischen Revolution 1979. Das Jubiläum war am Montag in Teheran und anderen Städten mit offiziellen Kundgebungen gefeiert worden. Der Anschlag erfolgte zudem, während in Warschau auf Initiative der USA Vertreter von 60 Staaten zu einer Konferenz zusammenkamen, um über die "destabilisierenden" Aktivitäten des Iran in der Region zu beraten.

Quelle: n-tv.de, mba/AFP

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