Panorama

Lkw-Fahrer ruhen auf Autobahn A2 wird zum "größten Parkplatz der Republik"

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Wie hier in Lehrte blieb vielen Fahrern nichts anderes übrig, als sich auf den Standstreifen zu stellen.

(Foto: dpa)

Der Verkehr fließt wieder, doch viele Lkw-Fahrer sind dem Winterchaos auf der A2 noch nicht entronnen. Um ihre Ruhezeiten einhalten zu können, müssen sie über Nacht stehen bleiben - wegen überfüllter Rastplätze auch in großer Zahl mitten auf der Autobahn.

Das große Chaos auf der A2 ist vorüber, doch für viele Lkw-Fahrer bringt das Winterwetter weiter schwierige Bedingungen mit sich. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, rollte der Verkehr am Mittwochmorgen. Derzeit bestehe aber noch eine "latente Gefahrenlage" durch Lastwagen, die auf dem Standstreifen parkten, weil die Fahrer ihre Ruhezeiten einhalten müssen - und schliefen. Ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte: "Wir haben den größten Parkplatz der Republik."

Die Polizei ging davon aus, dass sich die Situation am Morgen auflösen würde, wenn die Fahrer nach acht Stunden Pause wieder ans Steuer dürfen. Die Polizei in Bielefeld hatte in der Nacht auf dem Streckenabschnitt zwischen der Landesgrenze zu Niedersachsen und Oelde auf der A2 abgestellte Lastwagen im "hohen zweistelligen Bereich" gezählt. Teilweise parkten die Wagen demnach stellenweise sogar in zweiter Reihe auf der Autobahn.

Die Fahrer hatten laut Polizei an den Standstreifen ihre Ruhepause eingelegt, weil die Rastplatz-Parkplätze bereits randvoll seien. Man habe die ungewöhnliche und eigentlich verbotene Maßnahme daher toleriert. Im morgendlichen Berufsverkehr brachte dies kleinere Beeinträchtigungen mit sich. Auch zwischen dem Kreuz Wolfsburg und Peine musste wegen parkender Lkw der Hauptfahrstreifen in Richtung Dortmund gesperrt werden.

In der Nacht hatte es laut Polizeisprecher auf der A2 keine Auffälligkeiten gegeben, nachdem sich am Abend die "letzten kleinen Reste" des großen Staus aufgelöst hatten. Bei Bielefeld hatten Hunderte Auto- und Lkw-Fahrer die ganze Nacht von Montag auf Dienstag im Schnee festgesteckt und mussten bei klirrender Kälte viele Stunden lang in ihren Fahrzeugen ausharren. Um Bielefeld hatte sich ein Stau von insgesamt 70 Kilometern Länge gebildet.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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