Panorama

Sechs Monate nach Hochwasser Abtransport von Bahn-Fahrzeugen beginnt

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Eisenbahnfans stehen bei Hohenfels, als der Zug Rheingold mit zwei Rangierloks eine Pause einlegt.

(Foto: dpa)

Im Juli stranden wegen der Flutkatastrophe Fahrzeuge der Deutschen Bahn und der Vulkan-Eifel-Bahn. Sechs Monate später startet der Abtransport. Doch besonders auf der Strecke zwischen Trier und Köln weist die Strecke noch schwere Flutschäden auf.

Gut sechs Monate nach der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands hat in der Eifel der Abtransport von teils beschädigten Bahn-Fahrzeugen begonnen. Mit Schleppfahrten sollen zehn Schienenfahrzeuge bis Ende Januar von Gerolstein über die stillgelegte Eifelquerbahn zu Werkstätten in verschiedene Orte gebracht werden, teilte die Bahn mit. Die Fahrzeuge der Deutschen Bahn und der Vulkan-Eifel-Bahn waren im Juli 2021 wegen der Wassermassen auf zerstörter Infrastruktur gestrandet und hatten nicht weiterfahren können.

Zu den zu überführenden Objekten gehören auch drei Rheingold-Wagen, die von Gerolstein zunächst nach Kaisersesch geschleppt werden sollten, teilte der Verein Eifelquerbahn mit. Die Regio-Fahrzeuge der Deutschen Bahn sollten ab dem 20. Januar Richtung Köln transportiert werden.

Die Eifelstrecke zwischen Trier über Gerolstein nach Köln weist laut Bahn noch in Teilen schwere Flutschäden auf: Insgesamt 50 Kilometer Gleise und zehn Kilometer Bahndamm müssen erneuert werden. Um die liegen gebliebenen Wagen abtransportieren zu können, wurden mit dem Eisenbahn-Bundesamt Evakuierungsfahrten auf der stillgelegten Eifelquerbahn möglich gemacht.

Die Bahn schnitt für die Transporte unter anderem die Vegetation an der Strecke zurück. Gleichzeitig untersuchten Spezialisten die Gleise und die Brücke über die Kyll und gaben grünes Licht: Die Eifelquerbahn kann mit sehr reduzierter Geschwindigkeit einmalig zum Abschleppen der Wagen genutzt werden, wie die Bahn mitteilte.

Zur Zukunft der Eifelquerbahn habe der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord angekündigt, eine Machbarkeitsstudie zu beauftragen. Darin sollten eine mögliche Reaktivierung der Strecke und Nahverkehr im Taktfahrplan geprüft werden.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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