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"Er hätte sterben können"Äthiopier verschluckt 120 Nägel

22.10.2018, 16:21 Uhr
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2008 wird ein 38-jähriger Peruaner in die Klinik eingeliefert, der ebenfalls mehrere Metallgegenstände geschluckt hatte. (Foto: REUTERS)

In Äthiopien holen Ärzte Dutzende Nägel, Reißzwecken, Nadeln, einen Zahnstocher und mehrere Glasscherben aus dem Magen eines 33-jährigen Mannes. Offenbar ist er psychisch krank. Doch es gibt immer wieder kuriose Fälle von Menschen, die Dinge schlucken.

Ärzte in Äthiopien haben mehr als 120 Nägel und andere scharfe Gegenstände aus dem Magen eines Patienten operiert. Insgesamt hätten sie 122 zehn Zentimeter lange Nägel, vier Reißzwecken, zwei Nadeln, einen Zahnstocher und mehrere Glasscherben herausgeholt, sagte der Chirurg Dawit Teare vom St. Paul's Hospital in Addis Abeba.

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Im Magen von Hund Hoshi wird im August ein Kebab-Spieß entdeckt. (Foto: picture alliance/dpa)

Der 33-Jährige sei seit zehn Jahren geisteskrank und habe vor zwei Jahren seine Medikamente abgesetzt, erklärte Teare. Vermutlich sei dies der Grund, warum er all diese spitzen und gefährlichen Dinge geschluckt habe - wahrscheinlich mit Hilfe von viel Wasser. Der Mann ist kein Einzelfall. Bereits 2008 wurde ein 38-jähriger Peruaner in die Klinik in Trujillo eingeliefert, weil er ebenfalls mehrere Metallgegenstände geschluckt hatte. Auch er galt als psychisch krank.

Sein Patient habe Glück gehabt, dass sein Magen intakt geblieben sei, sagte der Arzt des 33-jährigen Äthiopiers. "Er hätte sterben können". Inzwischen sei der Mann wieder wohlauf. Teare habe aber die Angehörigen des Patienten angewiesen, in Zukunft auf seinen Geisteszustand zu achten, um zu verhindern, dass er seine Gesundheit noch einmal aufs Spiel setzt.

Was Mensch und Tier so schlucken

Weltweit werden immer wieder kuriose Fälle von Menschen bekannt, die von Fünfmarkstücken über Rasierklingen bishin zu Löffeln alles Mögliche schlucken. 2015 machte eine 11-Jährige aus Kasachstan Schlagzeilen, weil sie einen mehr als einen Kilogramm schwerer Haarklumpen im Bauch hatte. Das Mädchen litt unter dem sogenannten Rapunzel-Syndrom - einer Störung, bei der die Betroffenen ihre eigenen Haare ausreißen und essen.

Auch in den Mägen von Tieren werden immer wieder Gegenstände gefunden, die nicht dorthin gehören - in diesen Fällen wurden sie allerdings in der Regel unabsichtlich verschluckt. Im vergangenen August musste beispielsweise der sechsjährige Shar-Pei-Hund Hoshi aus Großbritannien operiert werden, weil er einen 20 Zentimeter langen Hühnchen-Kebab-Spieß verschluckt hatte.

Quelle: psa/jug/AFP

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