Panorama

Aschewolke verzieht sich Alle Flughäfen wieder offen

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Die Sperrung dauerte mehrere Stunden.

(Foto: dpa)

Wegen der sich erneut ausbreitenden Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjöll war der Flugverkehr im Süden Deutschlands massiv behindert. Hunderte Flüge fielen aus. Am Abend gab die Flugsicherung alle deutschen Airports wieder frei.

Wegen der sich erneut ausbreitenden Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjöll ist der Flugverkehr im Süden Deutschlands massiv behindert worden. Der Flughafen in München und mehrere Regionalflughäfen wurden vorübergehend geschlossen, wie eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) mitteilte. Am Wochenende mussten auch an anderen europäischen Flughäfen zahlreiche Starts und Landungen abgesagt werden.

Betroffen waren neben München auch die Regionalflughäfen Stuttgart, Augsburg, Memmingen und Friedrichshafen. Am Abend entspannte sich die Lage wieder: Sämtliche von der Vulkanasche betroffenen Flughäfen in Deutschland waren wieder geöffnet. Es werde nach allen derzeitigen Erkenntnissen "bis auf weiteres" keine neuen Einschränkungen im deutschen Luftraum geben, sagte die DFS-Sprecherin.

Wieder hunderte Ausfälle

In München kam es im Tagesverlauf nach Angaben des Flughafens zu 460 Ausfällen bei Starts und Landungen; damit mussten fast die Hälfte der sonst üblichen rund tausend Starts und Landungen gestrichen werden. Am Frankfurter Flughafen wurden 16 Landungen und 13 Starts gestrichen, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport mitteilte.

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Auch in Belfast waren längere Pausen nötig, bis die Aschewolke durchgezogen war.

(Foto: dpa)

In Österreich wurde der Luftraum über Wien, Innsbruck, Linz und Salzburg teilweise gesperrt, wie die dortige Flugsicherung mitteilte. Die Flughäfen in Split und Zadar in Kroatien wurden ebenfalls gesperrt.

In Italien schlossen die Behörden den Luftraum im Norden des Landes zwischen 08.00 und 14.00 Uhr. Die Luftfahrtbehörde ENAC teilte mit, dass in Mailand 300 Flüge ausfielen, in Turin blieben 30 Maschinen am Boden. Abgesagt wurden unter anderem Flugverbindungen in die Städte Mailand, Bologna, Turin und Florenz. Der Airport von Venedig blieb vorerst offen.

Gestrichen wurden auch Flüge nach Lissabon und Porto. In Portugal wurden alle Verbindungen nach Porto im Norden des Landes und auf die rund 1500 Kilometer westlich von Portugal im Atlantik gelegenen Azoren bis 08.00 Uhr ausgesetzt. Insgesamt wurden mehr als 200 Flüge in Portugal gestrichen.

In Frankreich blieb der Luftraum geöffnet, dennoch wurden auf den Flughäfen in Paris, Lyon und Nizza rund 70 Flüge gestrichen. In Spanien normalisierte sich die Lage. Der Ausstoß von Asche aus dem Vulkan Eyjafjöll nahm weiter ab.

Quelle: ntv.de, AFP