Panorama

Vitaldaten zu TauchgängenAngeblich noch Lebenszeichen vom Poeler Buckelwal

03.05.2026, 12:31 Uhr
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Der Buckelwal wurde in einem gefluteten Lastkahn bis in die Nordsee transportiert - sein aktueller Aufenthaltsort ist jedoch unbekannt. (Foto: picture alliance/dpa/Rettungsinitiative)

Wie geht es dem in der Nordsee freigesetzten Buckelwal? Laut einer Mit-Initiatorin der Rettungsaktion werden zuletzt Lebenszeichen des Tieres empfangen. Eine genaue Position des Tieres liegt derzeit jedoch nicht vor.

Der zuvor mehrfach in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist am Samstagmorgen in die offene Nordsee freigesetzt worden, doch sein genauer Zustand bleibt lange unklar. Die Position des Wals war zuletzt auch den an der Rettungsaktion Beteiligten unbekannt - angeblich wurden aber über einen Sender weiter Lebenszeichen des Tieres empfangen.

Eine Initiatorin der Rettungsaktion, Karin Walter-Mommert, sagte, der an dem Wal befestigte Peilsender funktioniere nur eingeschränkt. Daher lägen ihr keine aktuellen Standortdaten vor. Signale vom Samstagnachmittag deuteten jedoch darauf hin, dass das Tier zu dem Zeitpunkt in die richtige Richtung geschwommen sei. Dies wäre Richtung Nordwesten, um die norwegische Atlantikküste zu erreichen.

Vitalwerte des Tieres, etwa zur Atmung nach Tauchgängen, seien jedoch auch 24 Stunden nach dem Verlassen des Lastkahns weiter übermittelt worden. Alles sei "im grünen Bereich", sagte Walter-Mommert der "Bild"-Zeitung. "Wenn das die nächsten 14 Tage so weitergeht, sind wir glücklich."

Der Wal war in einem mit Wasser gefüllten Kahn von der Ostsee bei Poel aus durch dänische Gewässer bis zum Skagerrak geschleppt worden. Dort gelangte das Tier dann am Samstagmorgen gegen 8.45 Uhr in einer von Walter-Mommert als voreilig und chaotisch beschriebenen Aktion ins Meer. Die Rede war auch von leichten Blessuren, die der Wal im oder beim Verlassen des Lastkahns erlitten habe.

"Ich würde es immer wieder machen"

"Wir hätten ihn gern ein ganzes Stück weiter raus begleitet", sagte Walter-Mommert. Die Schlepperbesatzung habe aber offensichtlich den Einsatz beenden wollen. Die von Expertinnen und Experten teils scharf kritisierte Rettungsaktion für das Tier war von Karin Walter-Mommert und Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz maßgeblich initiiert und finanziert worden. Walter-Mommert kündigte an, sich weiter für den Tierschutz und konkret die Walrettung engagieren zu wollen, konkret auch im Fall möglicher neuer Strandungen von Meeressäugern. "Ich würde es immer wieder machen", sagte sie.

Am Freitag war die Transportfahrt kurz vor Erreichen der Nordsee wegen hohen Wellengangs zeitweise unterbrochen worden. Auf Fotos und Videos unter anderem des Streamingdienstes News5 war dann am Samstagmorgen der leere Kahn zu sehen, ebenso ein im offenen Meer schwimmender Wal, der einen sogenannten Blas machte, das charakteristische Ausatmen von Walen nach einem Tauchgang. Dabei handelte es sich offensichtlich um den Buckelwal aus der Ostsee, sicher konnte dies jedoch nicht verifiziert werden.

Quelle: ntv.de, kst/AFP

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