Angriff nahe des HumboldtforumsAnklage gegen elf Männer nach Tod eines 20-Jährigen in Berlin erhoben

Mit einem Messer, einem Teleskopstock und Schlägen soll eine größere Gruppe junger Männer in Berlin auf einen 20-Jährigen und seine beiden Begleiter losgegangen sein. Ersterer kommt dabei ums Leben. Vier Hauptangeklagte müssen sich nun wegen gemeinschaftlichen Totschlags verantworten.
Rund sieben Monate nach einer tödlichen Auseinandersetzung unweit des Berliner Humboldtforums hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen elf junge Männer erhoben. Die Tatverdächtigen zwischen 16 und 23 Jahren werden beschuldigt, am 12. September 2025 am Spreeufer in Berlin-Mitte eine dreiköpfige Gruppe angegriffen zu haben, wie die Anklagebehörde mitteilte. Ein 20-Jähriger starb dabei, seine 21 und 23 Jahre alten Begleiter wurden verletzt.
Bei den Hauptangeklagten handelt es sich um vier junge Männer im Alter von 16, 17, 19 und 23 Jahren. Sie sollen den 20-Jährigen mit Schlägen und Tritten traktiert haben, bis der 16-Jährige ihm mit einem Messer tödliche Verletzungen zufügte. Alle vier müssen sich wegen gemeinschaftlichen Totschlags verantworten. Der 17-Jährige, der 19-Jährige und der 23-Jährige hätten den Messerangriff des Jüngsten wahrgenommen und die tödlichen Verletzungen in Kauf genommen, erklärte die Staatsanwaltschaft.
Die übrigen Beschuldigten sind wegen gemeinschaftlicher Beteiligung an einer Schlägerei, gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch angeklagt. Sie sollen unter anderem mit einem Teleskopschlagstock auf den 23-Jährigen eingeschlagen haben, wodurch dieser Prellungen an Rücken und Schulter erlitt. Dem 21-Jährigen fügten sie laut Anklage einen gebrochenen Ellenbogen, eine Kopfplatzwunde und eine Hirnblutung zu. Er soll für eine unklare Dauer bewusstlos gewesen sein.
Neun Angeklagte befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Haftbefehle gegen die Mehrzahl der Beteiligten wurden bereits im Dezember 2025 vollstreckt.