Panorama

Schwertransport im Schritttempo Ariane-6-Rakete hat ihr Ziel erreicht

230426664.jpg

Durch die Tests in Lampoldshausen soll die Oberstufe als flugtauglich qualifiziert werden.

(Foto: picture alliance/dpa/Hill Media GmbH)

Eigentlich sollte die Trägerrakte Ariane 6 schon Ende 2020 Satelliten ins All befördern. Doch die Corona-Pandemie hat die Pläne durchkreuzt. Erst jetzt erreicht der Raketen-Konvoi das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Lampoldshausen, wo als nächstes umfangreiche Tests anstehen.

Ein tonnenschweres Modul der europäischen Trägerrakete Ariane 6 ist in der Nacht im baden-württembergischen Lampoldshausen eingetroffen. Die Oberstufe der Rakete wurde mit einem Schwertransport in den Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gebracht, wie das DLR mitteilte. Der Transportcontainer wog insgesamt 57 Tonnen, war 14 Meter lang und sieben Meter breit.

Der Transport hatte am 29. Januar das Hersteller-Werk in Bremen verlassen und war per Schiff und Lastwagen in mehreren Etappen bis in die Nähe von Heilbronn gebracht worden. Am DLR-Standort Lampoldshausen wird das voll funktionsfähige Versuchsmodul demnach in den nächsten Monaten umfassenden Tests unterzogen. Ziel sei es, die Raketenoberstufe als flugtauglich zu qualifizieren - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Erstflug, der für das zweite Quartal 2022 geplant sei.

"Mit der Testkampagne für die neue Oberstufe der künftigen europäischen Trägerrakete Ariane 6 demonstriert das DLR seine wissenschaftlich-technologischen Kompetenzen in der Raumfahrtforschung", erklärte die DLR-Vorstandsvorsitzende Anke Kaysser-Pyzalla.

Die Oberstufe besteht nach DLR-Angaben aus dem mehrmals zündbaren Vinci-Triebwerk, den Tanks für flüssigen Wasserstoff und flüssigen Sauerstoff, Leitungen, Ventilen sowie den elektronischen und hydraulischen Kontroll- und Steuerungssystemen.

Die Rakete soll Satelliten für kommerzielle und öffentliche Auftraggeber ins All befördern. Die Corona-Pandemie wirbelte aber auch den Zeitplan für die Ariane 6 durcheinander und verursachte hohe Kosten. Ursprünglich hatte die Rakete bereits Ende 2020 starten sollen, dann war wegen Corona von 2021 die Rede. Nun wird es 2022.

Quelle: ntv.de, jki/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen