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Wasserknappheit in 17 Staaten Auch kleine Dürre hätte verheerende Folgen

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In Indien herrscht in zahlreichen Regionen Wasserknappheit.

(Foto: picture alliance / dpa)

In der "Stunde null" versiegt das fließende Wasser. Städte wie Kapstadt versuchen dies mit kreativen Maßnahmen zu verhindern. Aber das Problem ist viel größer: Laut einer aktuellen Studie laufen 17 Staaten Gefahr, an diesen Punkt zu kommen - und zwar bald.

Fast ein Viertel der Weltbevölkerung lebt in Ländern mit einem extremen Trockenheitsrisiko. In 17 Staaten sei die Wasserknappheit bereits fast auf dem Niveau der "Stunde null" angelangt - dem Zeitpunkt, zu dem fließendes Wasser nicht mehr verfügbar sein wird, erklärte das US-Forschungszentrum World Resources Institute (WRI) bei der Vorstellung seines neuen Wasserverfügbarkeitsberichts.

In den 17 am schwersten von Trockenheit betroffenen Ländern verbrauchen Landwirtschaft, Industrie und Kommunen "80 Prozent des verfügbaren Oberflächen- und Grundwassers", teilten die WRI-Forscher mit. Bereits kleine Dürren könnten in dieser Situation demnach schwerwiegende Wasserkrisen wie etwa jüngst in der indischen Großstadt Chennai oder der südafrikanischen Metropole Kapstadt auslösen.

"Wasserknappheit ist die größte Krise, über die niemand spricht", betonte WRI-Chef Andrew Steer. Sichtbare Folgen seien Ernährungskrisen, Konflikte, Migration und finanzielle Instabilität. Zu den am schwersten betroffenen Ländern gehören dem Forscher zufolge viele Staaten im Nahen Osten und in Nordafrika, etwa Libyen, Israel, der Libanon und Saudi-Arabien. Auf Platz 13 der Rangliste steht Indien, dessen Bevölkerung dreimal so groß ist wie die Bevölkerung aller 16 anderen betroffenen Länder zusammen.

"Die Wasserkrise in Chennai vor Kurzem hat weltweit Aufsehen erregt - dabei besteht auch in vielen anderen Regionen Indiens chronische Wasserknappheit", erklärte der frühere indische Minister für Wasserressourcen, Shashi Shekhar. Deutschland steht auf der WRI-Rangliste auf Platz 62, in der Gruppe der Länder mit einem mittleren bis hohen Trockenheitsrisiko.

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Quelle: n-tv.de, agr/AFP

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