Nach Brand in Crans-MontanaAus Schweizer Unglücksbar wird ein Jugendzentrum

In der Schweiz sterben in der Silvesternacht 41 Menschen bei einem Brand. Die Kantonsbehörde verspricht Opfern und Angehörigen am kommenden Jahreswechsel eine Zeremonie und ein Denkmal. Klarheit herrscht auch darüber, was nach dem Feuer aus dem Unglücksort wird.
Nach der Brandkatastrophe im Schweizer Ski-Ort Crans-Montana mit 41 Toten soll die betroffene Bar zu einem Jugendzentrum umgestaltet werden. Der Regierungschef des Kantons Wallis, Christophe Darbellay, sagte der Zeitung "Le Temps", die Bar "Le Constellation" werde "nie wieder eine Bar sein". Stattdessen solle daraus ein Ort werden, welcher "der Jugend gewidmet ist".
Im Untergeschoss der Bar war in der Silvesternacht ein Brand ausgebrochen. 41 zumeist junge Menschen kamen ums Leben, 115 weitere Menschen wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass die Brandkatastrophe durch an Flaschen befestigte Feuerwerksfontänen ausgelöst wurde, die der mit Schaumstoff verkleideten Decke zu nahe kamen.
Die Kantonsbehörde plant auch ein Denkmal für die Opfer. Wie Darbellay in dem Interview sagte, soll es "schön, friedlich und zugänglich" sein, um ein "würdiges" Erinnern an die Toten und Verletzten sowie die Helferinnen und Helfer zu ermöglichen. Außerdem ist für den kommenden 1. Januar, den ersten Jahrestag der Katastrophe, eine Gedenkfeier in Vorbereitung.
Die Staatsanwaltschaft hat nach der Brandkatastrophe im Juni eine weitere Anklage gegen die Mitinhaberin der betroffenen Bar erhoben. Jessica Moretti werde nun auch Urkundenfälschung vorgeworfen, teilte ihr Anwalt nach einer Befragung von Moretti und ihrem Ehemann mit. Es bestehe der Verdacht der Urkundenfälschung. Strittig sei eine Rechnung aus dem Jahr 2015, bei der es um den Kauf von Schaumstoffen während der damaligen Umbauarbeiten des Lokals gehe.