Panorama

Grenzstein ist im Weg Bauer macht Frankreich etwas kleiner

Über Jahrhunderte verschoben Kriege immer wieder die Grenzlinien in Europa. Ein belgischer Bauer legt nun selbst Hand an, weil ihm ein Grenzstein im Weg ist. Das geht auf Kosten Frankreichs.

Weil ein Grenzstein ihm den Weg mit seinem Traktor versperrte, hat ein belgischer Landwirt die Grenze zwischen Belgien und Frankreich kurzerhand neu gezogen - und die Markierung um gut zwei Meter nach Frankreich versetzt.

"Er hat Belgien größer und Frankreich kleiner gemacht, das ist keine gute Idee", scherzte der Bürgermeister des belgischen Dorfes Erquelinnes laut BBC im Interview mit einem französischen TV-Sender. Der Stein befand sich zwischen dem belgischen Grenzdorf Erquelinnes und Bousignies-sur-Roc, einer Gemeinde im Norden Frankreichs.

Ein lokaler Geschichts-Liebhaber soll die verschobene Grenze bei einem Waldspaziergang bemerkt haben, wie die BBC berichtete. Ärger droht dem belgischen Landwirt jetzt nicht - sofern er den Stein wieder an die richtige Stelle rückt.

Die heutige Grenze zwischen Belgien und Frankreich wurde 1820 nach den Napoleonischen Kriegen mit dem Vertrag von Kortrijk festgelegt. Der nun versetzte Grenzstein stammt aus dieser Zeit. Frankreich gedenkt am Mittwoch des 200. Todestages von Napoleon. Dieser starb am 5. Mai 1821 in Verbannung auf der Insel St. Helena im Atlantik.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

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