Panorama

In 19 Kilometer Tiefe Beben erschüttert Italiens Adriaküste

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Leichte Erdstöße in Mittelitalien: In der Region Milese gerät die Erdkruste in Bewegung.

(Foto: n-tv.de / stepmap.de)

Jedes Jahr werden Tausende Erdstöße in Italien registriert, die meisten sind für die Menschen nicht spürbar. Manche sind allerdings verheerend. Diesmal bebt die Erde in der zentralitalienische Region Molise.

In Italien hat sich am späten Abend ein Erdbeben der Stärke 4,7 ereignet. Der Erdstoß erschütterte die zentralitalienische Region Molise nahe des Ortes Montecilfone an der Adriaküste, wie das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mitteilte. Das Beben ereignete sich demnach in 19 Kilometern Tiefe.

Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor, wie der Zivilschutz mitteilte. Italienischen Medien zufolge meldeten auch örtliche Behördenvertreter zunächst keine größeren Schäden. Das Epizentrum liegt rund 90 Kilometer nördlich des Großraum Neapels und rund 170 östlich von Rom.

Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 4,8 an. Einen Zusammenhang mit dem Brückeneinsturz von Genua gibt es nicht: Die Erdstöße traten mehrere Stunden nach der Katastrophe in der rund 550 Kilometer entfernten Hafenstadt auf.

In Italien sind Erdbeben keine Seltenheit. Jedes Jahr werden tausende kleinere Erdstöße registriert, die meisten sind für die Bevölkerung aber nicht spürbar. Laut INGV entstehen Schäden meist erst ab einer Stärke von mehr als 5,5. Vor einem Jahr waren allerdings bei einem Erdbeben der Stärke 4,0 auf der italienischen Mittelmeerinsel Ischia mehrere Häuser eingestürzt. Zwei Menschen kamen bei dem Vorfall ums Leben.

Quelle: ntv.de, bad/AFP