Panorama

Und ewig knarzen die Dielen Beethoven-Haus zum Jubiläum wieder offen

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Das meistbesuchte Komponisten-Museum der Welt steht in Bonn.

(Foto: imago images/Schöning)

Pünktlich zum Start des Beethoven-Festjahrs öffnet das Geburtshaus des Musikers in Bonn wieder seine Pforten. Der Bund gab 3,8 Millionen Euro aus, um das meistbesuchte Komponisten-Museum der Welt für die Neuzeit fit zu machen. Doch trotz des Umbaus knarzen die Dielen - was die Kulturstaatsministerin freut.

Zum Auftakt des Beethoven-Festjahres hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters in Bonn das Museum im Geburtshaus des Komponisten nach umfassender Renovierung neu eröffnet. Sie würdigte die "Aura des Authentischen", die es ermögliche, Ludwig van Beethoven (1770-1827) noch ein bisschen näher zu kommen. Das Haus verfügt über die weltweit größte Beethoven-Sammlung. Gezeigt werden Instrumente, Briefe, Notenblätter, Bilder und andere Gegenstände aus seinem Leben. Mit mehr als 100.000 Besuchern pro Jahr zählt das Haus zu den meistbesuchten Komponisten-Museen der Welt.

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Das Museum ist nicht bloß Gedenkstätte.

(Foto: imago/JOKER)

Das in einem Hinterhof im Bonner Zentrum gelegene Beethoven-Haus wurde neu gestaltet und zudem erweitert. Erstmals können auch originale Handschriften ausgestellt werden. Das war zuvor aus konservatorischen Gründen nicht möglich. Grütters bekannte, die knarzenden Dielen des Beethoven-Hauses möge sie sehr. Knapp die Hälfte der Kosten von 3,8 Millionen Euro zahlte der Bund.

Das Museum ist nun nicht mehr bloß Gedenkstätte - stattdessen entschied man sich für eine informative, mehrsprachige und multimediale Darbietung. In einem Musikzimmer können Konzerte auf Instrumenten aus Beethovens Zeit gespielt werden. Ein Teil des Museums ist nach den Umbauten bereits seit Mitte September wieder geöffnet. Seitdem werde das Haus "von Besucherströmen geradezu überrannt", berichtete Michael Kranz, der Vorsitzende des Vereins Beethoven-Haus. Der vor 130 Jahren gegründete Verein hatte das Geburtshaus gekauft, vor dem Abriss bewahrt und eine Gedenkstätte eingerichtet. "Wir dürfen froh sein, dass dieses Haus, in dem Beethoven geboren wurde, erhalten wurde", sagte NRW-Kulturministerin Isabell Pfeiffer-Poensgen.

Beim Festakt zur Eröffnung des Beethoven-Jubiläums in der Bonner Oper verwies Grütters am Abend auf die zeitlose Kraft, die das Werk des 1770 in Bonn geborenen Komponisten habe. "Bis heute berührt, bewegt, begeistert und verbindet seine Musik Menschen über alle Grenzen hinweg", sagte sie. Es falle nicht schwer, ihn als weltweit verehrten Mega-Star gedanklich in die heutige Zeit zu holen. Das deutschlandweite Festjahr zum 250. Geburtstag Beethovens endet am 17. Dezember 2020, dem 250. Jahrestag. Das Jubiläum wird mit rund tausend Konzerten, Opernaufführungen, Ausstellungen und Konferenzen gefeiert.

Quelle: ntv.de, mau/dpa