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Bis 2021 soll die Autobahn hier neu gebaut werden.
Bis 2021 soll die Autobahn hier neu gebaut werden.(Foto: dpa)
Dienstag, 27. Februar 2018

Ausschreibung läuft: Behelfsbrücke soll A20-Loch überspannen

Baustraße oder Brücke? Das sind die beiden Möglichkeiten, mit denen die A20 bei Tribsees vorläufig wieder befahrbar gemacht werden kann. Am Ende erweist sich die Brücke als die bessere Lösung.

Im Spätsommer soll die abgesackte Ostseeautobahn A20 in Mecklenburg-Vorpommern wieder einspurig in beide Richtungen befahrbar sein. Dazu soll eine 800 Meter lange Behelfsbrücke aus Stahl errichtet werden, kündigte Verkehrsminister Christian Pegel in Schwerin an. Die europaweite Ausschreibung für die Brückenteile laufe bereits. Die Angebote sollen Anfang März vorliegen.

Damit wurde der ursprüngliche Plan, eine alte Baustraße entlang der Autobahn wieder aufzubauen, verworfen. Ungeklärte Grundstücksfragen hätten diese Alternative verzögert, so Pegel. Dem NDR zufolge weigerte sich offenbar mindestens ein Besitzer, seinen Grund und Boden dafür zu verkaufen.

Die provisorische Brückenkonstruktion soll nicht nur etwa 100 Meter lange Abbruchstelle überspannen, sondern den gesamten Autobahndamm westlich der Trebeltalbrücke. Sie wird auf der südlichen Fahrbahn Richtung Stettin errichtet. Die Stahlteile sollen auf Betonpfeilern ruhen, die 20 bis 25 Meter tief in den Untergrund getrieben werden. Diese könnten dann für die dauerhafte Reparatur der A20 an der Stelle wiederverwendet werden, sagte Pegel.

Besser und billiger

Am Ende der Urlaubersaison, soll dann in jeder Richtung eine Spur befahrbar sein. Für die Brücke werde eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 Kilometer in der Stunde gelten. Pegel sagte, die Lösung jetzt sei schneller und besser für den Verkehrsfluss, sie entlaste die umliegenden Dörfer. Die Kosten für die Behelfsbrücke sollen zudem geringer ausfallen als die 15 Millionen Euro für die geplante Umleitungsstrecke. Die Brücke werde ohnehin gemietet, so Pegel.

Die A20 ist seit September 2017 auf inzwischen etwa 100 Meter Länge mehrere Meter tief eingebrochen. Der Rückbau hat bereits begonnen. Derzeit wird der Verkehr auf der Ost-West-Verbindung zwischen dem polnischen Stettin (Szczecin) und Rostock bei Tribsees durch Dörfer der Umgebung umgeleitet.

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Quelle: n-tv.de