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Mann wegen Fluchtgefahr in Haft Berliner Polizist soll Prostituierte vergewaltigt haben

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Der Polizist soll die Frau in der Nacht des 14. Dezember in einem Auto misshandelt haben.

(Foto: picture alliance / Klaus-Dietmar)

Ein Berliner Beamter vereinbart mit einer Prostituierten Geschlechtsverkehr, will dann aber anderen Sex als verabredet. Als sie nein sagt, schlägt er offenbar auf sie ein und vergewaltigt sie. Mit Gewalt soll er dann auch noch sein bereits gezahltes Geld zurück geholt haben.

Ein Berliner Polizist ist wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer 24-jährigen Prostituierten inhaftiert worden. Der 45-jährige Polizeibeamte sei dringend verdächtig, die Frau vor einer Woche in einem Pkw festgehalten und sie zu nicht vereinbarten Sexualpraktiken gezwungen zu haben, teilten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft in Berlin mit. Gegen ihn sei Haftbefehl erlassen worden. Der Haftbefehl wurde demnach am Donnerstag vollstreckt.

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Der Beamte sei dringend verdächtig, in der Nacht des 14. Dezember in Berlin-Schöneberg die Frau in einem Auto festgehalten und misshandelt zu haben. Mit der 24-Jährigen soll er zunächst bezahlten Geschlechtsverkehr vereinbart haben. Um nicht vereinbarte Sexualpraktiken durchzusetzen, habe er die Frau dann vergewaltigt, hieß es in der Mitteilung.

Der Haftbefehl wurde erlassen, weil Flucht- und Verdunklungsgefahr bestehe, teilte die Polizei weiter mit. Laut "B.Z." habe der Beamte versucht, die Tat zu vertuschen. Es solle einen Zeugen geben, ein Mann aus dem Milieu habe die Hilfeschreie der Frau gehört. Laut dem Blatt handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Polizeihauptkommissar aus dem Stab von Polizeipräsidentin Barbara Slowik.

Die "Berliner Morgenpost" berichtet, bei dem Beamten handele es sich um einen deutschen Staatsbürger. Zum Vorwurf der Vergewaltigung komme noch der des Raubes. Der Beamte soll sich das gezahlte Honorar gewaltsam zurückgeholt haben.

Der Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP) Benjamin Jendro nahm zu dem Vorfall Stellung. Er sagte laut Mitteilung der GdP auf Twitter, sollten sich die Vorwürfe in dieser Form bewahrheiten, gehöre der Beamte nicht in die Berliner Polizei. Für die Kollegen aber gelte wie für jeden anderen Menschen auch die Unschuldsvermutung. Man solle nie vergessen, dass sich gerade derartige Anschuldigungen schnell erheben ließen und ein Polizist in der Szene gerne Opfer von haltlosen Anschuldigungen sein könne.

Quelle: n-tv.de, cam/dpa/AFP

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