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Bei Notfalleinsatz Betrunkener kapert Rettungswagen

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Die Sanitäter waren gerade im Behandlungsbereich zugange, als der Betrunkene ins Führerhaus kletterte.

(Foto: picture alliance / Lukas Schulze)

Drei Sanitäter sind gerade dabei, im Rettungswagen einen Patienten zu versorgen, da setzt sich das Fahrzeug plötzlich in Bewegung. Am Steuer: ein Betrunkener, der eine Spritztour unternehmen will.

Während eines Notfalleinsatzes in Pforzheim hat ein Betrunkener versucht, mit dem Rettungswagen davonzufahren. Laut Polizeibericht war ein dreiköpfiges Team gerade dabei, im Behandlungsbereich des Wagens bei laufendem Blaulicht einen Patienten zu behandeln. Dann sei der 41-Jährige in den Wagen gestiegen und habe Gas gegeben.

Er kam aber nicht weit: Nach rund 300 Metern gelang es den Sanitätern über ein Verbindungsfenster zum Führerhaus, den Mann zum Anhalten zu bewegen. Einer von ihnen verletzte sich dabei leicht. In der Zwischenzeit hatte der Fahrzeugentführer schon einen Baum gestreift und einen Außenspiegel des Rettungswagens demoliert. Zur Versorgung des Patienten mussten ein Notarzt und ein weiteres Rettungsteam hinzugezogen werden.

Der Vorfall in Baden-Württemberg ereignete sich bereits am Dienstagnachmittag, wurde aber erst jetzt bekannt. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen. Gegen ihn wird wegen unbefugter Ingebrauchnahme eines Fahrzeugs und versuchtem Diebstahl ermittelt, außerdem wegen Trunkenheit im Verkehr. Wie viel Promille der Mann intus hatte, war zunächst unklar. Laut Polizei war er volltrunken. "Ein Alkoholtest war aufgrund seines Zustandes nicht möglich", hieß es.

Quelle: n-tv.de, ino/dpa

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