Panorama

Mindestens haltbar bis ... Biontech hält gekühlt 31 und nicht 5 Tage

Biontech-Impfstoff liegt in einem Impfzentrum in einer Nierenschale. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Hält jetzt sechs Mal länger, wenn er nicht angebrochen wurde: Biontech-Impfstoff.

(Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild)

Licht am Ende des Kühlschrank-Tunnels: Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer kann nun einen Monat lang gekühlt aufbewahrt werden und nicht mehr nur fünf Tage. Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) stimmt einer entsprechenden Ausweitung der Lagerfrist zu.

Das macht die Handhabung tatsächlich leichter für die Händler, die Impfzentren und die Arztpraxen: Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer kann ab jetzt einen Monat lang im Kühlschrank aufbewahrt werden und nicht mehr nur fünf Tage. Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) stimmte einer entsprechenden Ausweitung der Lagerfrist zu. Der "aufgetaute, unverdünnte Impfstoff" könne bei Kühlschranktemperaturen von zwei bis acht Grad nun für 31 Tage gelagert werden statt wie bisher für fünf Tage, teilte Biontech mit.

Innerhalb des verlängerten Zeitraums ist der Transport der Durchstechflaschen demnach noch für maximal zwölf Stunden möglich. Ist der Impfstoff verdünnt, muss er wie bisher innerhalb von sechs Stunden verabreicht werden. Die erweiterte Lagerungsdauer gilt laut Unternehmen ab sofort für "alle derzeit verfügbaren und zukünftigen Chargen".

Die EMA geht davon aus, dass die neue Lagerfrist die Planung und Logistik der Impfkampagnen in den EU-Mitgliedstaaten erleichtert. Unmittelbar nach der Zulassung des Biontech-Vakzins war dessen Kühlung und Lagerung noch deutlich aufwändiger gewesen.

Im Zuge der neuesten Entwicklungen - die Impfpriorisierung soll am 7. Juni aufgehoben werden - ein großer Schritt. Mehr als 70 Prozent der Über-60-Jährigen sind mindestens einmal geimpft, fast 25 Prozent vollständig. Insgesamt wurden inzwischen mehr als 40 Millionen Impfdosen verabreicht. 37 Prozent der Bundesbürger (30,8 Millionen) sind mindestens einmal geimpft - 11,2 Prozent (9,3 Millionen) voll.

Entwarnung will die Bundesregierung jedoch nicht geben, auch wenn die täglich fallenden Neuinfektionszahlen und die Impfkampagne zuversichtlich stimmen könnten. Ziel müsse bleiben, die Zahl der Ansteckungen deutlich weiter zu senken. Vor einem Jahr habe die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz um diese Zeit bei 5 gelegen - am Montag waren es laut Robert-Koch-Institut 83,1 gemeldete neue Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Quelle: ntv.de, soe/AFP

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