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Zweitimpfungen sind gesichert Biontech liefert Impfdosen verspätet

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Biontech/Pfizer liefert kurzzeitig weniger Impfdosen als versprochen. Das Defizit wird aber schnell wieder ausgeglichen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Pharmaunternehmen Biontech wird für zwei Wochen weniger Dosen seines Impfstoffs liefern als vereinbart. Das Defizit wird zwar direkt im Anschluss wieder ausgeglichen, aber vor allem Arztpraxen werden diese Anpassung zu spüren bekommen.

In den kommenden Wochen wird es weniger Impfstoff von Biontech geben als erwartet. Der Hersteller hat laut Bundesgesundheitsministerium informiert, dass es Anpassungen der Lieferpläne der kommenden vier Wochen geben wird. Konkret: Zwei Wochen lang wird weniger geliefert, danach zwei Wochen lang entsprechend mehr.

Auf die zugesagte Liefermenge für die Länder haben diese Anpassungen laut Gesundheitsministerium keine Auswirkung. Sie erhalten die zugesagte Menge an Impfstoff für ihre Impfzentren. Die Verzögerungen treffen also vor allem die Arztpraxen. Die dort anstehenden Zweitimpfungen sind laut Gesundheitsministerium ebenfalls gesichert. Auch Erstimpfungen würden in den Arztpraxen weiterhin durchgeführt - wie viele das sein können, erklärte das Ministerium nicht. Nur so viel: "Wie in den Impfzentren werden in den kommenden Wochen mehr Zweit- als Erstimpfungen in den Arztpraxen zu erwarten sein."

Eine Biontech-Sprecherin erklärte, dass die wöchentlichen Lieferprognosen immer kleineren Schwankungen unterlägen, wobei die Gesamtmenge für das zweite Quartal planmäßig ausgeliefert werde. Grund für Schwankungen seien zum Beispiel die laufenden Freigabeprozesse. "Dies ist auch bei den aktuellen Änderungen der Fall." Biontech habe die Impfstoffherstellung deutlich steigern können, um im zweiten Quartal 2021 insgesamt 250 Millionen Dosen an die EU zu liefern. Die zusätzlichen Lieferungen habe man aus dem zweiten Halbjahr vorgezogen und produziere sie dementsprechend früher.

50 Millionen Dosen im zweiten Quartal

Das Gesundheitsministerium hatte für die Kalenderwochen 22 bis 24 konkret mit jeweils 5.135.130 Dosen gerechnet. In den Kalenderwochen 23 und 24 fallen die Liefermengen allerdings geringer aus. Dafür liefert das Pharmaunternehmen in den Kalenderwochen 25 und 26 knapp sechs Millionen Dosen und damit deutlich mehr als angenommen. Insgesamt liefert Biontech im 2. Quartal laut Apotheke Adhoc 50.304.150 Dosen.

Auch von Moderna gibt es bereits Lieferzusagen, nämlich je 550.800 Dosen für KW 22 und 23, 585.600 Dosen für KW 24 und je 622.800 Dosen für KW 25 und 26. Die Gesamtzahl für das zweite Quartal liegt bei 6.420.000 Dosen.

Von Astrazeneca und Johnson & Johnson gibt es bislang nur Ankündigungen für KW 22, nämlich 2.442.000 Dosen beziehungsweise 513.600 Dosen. Insgesamt sollte Astrazeneca im zweiten Quartal mindestens 12,4 Millionen Dosen liefern, bislang sind es 7.329.700 (einschließlich KW 22). Johnson & Johnson hat bislang 2.252.450 Dosen geliefert, angekündigt sind 10,1 Millionen.

Quelle: ntv.de, als/rts/dpa/AFP

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