Panorama

Verletzte nach Anschlag Bombe explodiert in Bangkoker Klinik

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Die Bombe explodiert in einer Klinik im Stadtzentrum von Bangkok.

(Foto: AP)

Bei einer Bombenexplosion in einer Klinik in Bangkok werden mindestens 24 Menschen verletzt. Offenbar schmuggeln die Täter eine kleine Bombe in einem Paket in das Klinikgebäude. Dies ist bereits der dritte Anschlag in Thailand in den vergangenen Wochen.

Bei einem mutmaßlichen Bombenanschlag in der thailändischen Hauptstadt Bangkok sind mindestens 24 Menschen leicht verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen sei eine kleine Bombe in einem Paket in die Klinik geschmuggelt worden, sagte Vize-Polizeichef Srivara Rangsibrahmanakul.

Unklar ist indes, wo genau sich die Detonation ereignete. Nach Berichten lokaler Fernsehsender explodierte der Sprengsatz gegen 11 Uhr in einem Krankenhaus in einem Aufenthaltsraum für ehemalige Soldaten. Die Sender stützen sich dabei auf Angaben der Polizei. Nach Angaben örtlicher Medien detonierte der Sprengsatz indes in der Apotheke des Krankenhauses.

Das Krankenhaus King Mongkut - benannt nach einem früheren König - liegt im Zentrum Bangkoks. Die Behörden hatten zunächst die Vermutung geäußert, dass die Explosion durch einen Defekt in einer Gasleitung oder eine Klimaanlage ausgelöst worden sein könnte. Die meisten Verletzten wurden von Glassplittern getroffen. Drei von ihnen befinden sich noch in Behandlung.

Dritter Anschlag in wenigen Wochen

Vergangene Woche waren bei der Explosion einer kleineren Bombe vor dem Nationaltheater in Bangkok bereits zwei Frauen leicht verletzt worden. Die Hintergründe sind ebenfalls noch unklar. Bei beiden Bomben soll es sich nach Medienberichten um die gleiche Bauart handeln.

Zudem waren am 9. Mai in einem Einkaufszentrum der südthailändischen Stadt Pattani, etwa 1000 Kilometer von Bangkok entfernt, zwei Sprengsätze explodiert. Dabei gab es mehr als 60 Verletzte. In der mehrheitlich muslimischen Region an der Grenze zu Malaysia kämpfen Rebellen seit vielen Jahren für die Unabhängigkeit. Seit dem Wiederaufflackern des Konflikts 2004 gab es bereits mehr als 6500 Tote.

Das südostasiatische Königreich wird seit Mai 2014 von einer Militärregierung geführt. Wahlen wurden mehrfach verschoben. Als neuer Termin ist nun Ende 2018 im Gespräch. Vize-Regierungschef Prawit Wongsuwan hatte nach dem Anschlag vergangene Woche gesagt, damit solle die Militärregierung "diskreditiert" werden.

Quelle: ntv.de, teb/dpa/AFP