Panorama

Größtes Sumpfgebiet der Welt Brasilianisches Pantanal steht in Flammen

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Das Pantanal ist das größte Binnenland-Feuchtgebiet der Erde. Nun belegen Satellitenbilder, dass hier tausende Brände wüten.

(Foto: imago images/blickwinkel)

Wieder wüten in Brasilien schwere Brände, diesmal breiten sie sich über ein Sumpfgebiet von fast 50.000 Hektar aus. Das artenreiche Ökosystem ist Lebensraum für Hunderte Fisch- und Vogelarten. Die Regierung des Bundesstaates bezeichnet die Lage als "kritisch".

Im brasilianischen Pantanal, dem größten Sumpfgebiet der Welt, lodern die schlimmsten Brände seit Jahren. Die Lage in dem artenreichen Feuchtgebiet sei "kritisch", warnte die Regierung des Bundesstaats Mato Grosso do Sul. Fast 50.000 Hektar seien betroffen.

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Nach Angaben des brasilianischen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) wurden auf Satellitenbildern vom Pantanal seit Jahresbeginn schon 8479 Brände registriert - das war die höchste Zahl seit zwölf Jahren. Allein im Oktober gab es demnach 2427 Brände - mehr als 20 Mal so viel wie im Vorjahresmonat, als nur 120 Feuer gezählt wurden. Schlimmer war die Lage nur im Oktober 2002, als 2761 Feuer registriert wurden.

Das Pantanal erstreckt sich auch auf den Bundesstaat Mato Grosso und die Nachbarländer Bolivien und Paraguay. In dem artenreichen Ökosystem gibt es 500 Vogel- und 260 Fischarten sowie viele Säugetiere und Wasserpflanzen.

Trockenheit begünstigte Feuer

Durch Wind und trockene Vegetation werde die Ausbreitung der Flammen beschleunigt, wie ein Sprecher des Bundesstaats sagte. Betroffen sind demnach auch die drei Ortschaften Corumbá, Miranda und Aquidauana, über die Touristen ins Pantanal kommen. Bisher kämpfen nur etwa zwei Dutzend Feuerwehrleute und Mitarbeiter der brasilianischen Umweltbehörde Ibama gegen die Flammen. Mato Grosso do Sul forderte deshalb die Hilfe der Regierung in Brasília an.

Im August und September hatten bereits im brasilianischen Amazonas-Gebiet verheerende Waldbrände gewütet. Präsident Jair Bolsonaro wurde vorgeworfen, nicht genug gegen die Feuer zu unternehmen. Der ultrarechte Staatschef ist eng mit der brasilianischen Agrarlobby verbündet und zweifelt den menschengemachten Klimawandel an.

Quelle: ntv.de, joh/AFP