Panorama

Sammlung von Ex-Tengelmann-Chef Briefmarken im Millionenwert unterm Hammer

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Seit 1967 nicht mehr am Markt: Für die Briefmarke "Blue Boy" gilt ein Startgebot von einer Millionen US-Dollar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Unternehmer Erivan Haub baute nicht nur den Tengelmann-Konzern auf. Bis zu seinem Tod 2018 trug er auch eine weltweit einzigartige Briefmarkensammlung zusammen. Nun kommen Stücke von erlesener Seltenheit unter den Hammer.

Die Briefmarkensammlung des früheren Tengelmann-Chefs Erivan Haub gilt als eine der bedeutendsten der Welt - nun soll sie versteigert werden. Zu den prominenten Stücken in der Auktion am 8. Juni in Wiesbaden gehören der "Baden-Fehldruck 9 Kreuzer" mit einem Startgebot von 800.000 Euro und der "Alexandria Blue Boy" mit einem Startgebot von einer Million US-Dollar, teilte das Heinrich Köhler Auktionshaus in Wiesbaden mit.

"Dass eine solche Sammlung verkauft wird, ist relativ selten", sagt der Geschäftsführer des Bundes Deutscher Philatelisten, Reinhard Küchler, in Bonn. Der 1932 geborene Haub habe im Laufe seines Lebens eine der bedeutendsten Sammlungen weltweit zusammengetragen. Der Milliardär war im März 2018 im Alter von 85 Jahren gestorben.

Die Sammlung Erivan Haubs umfasst unter anderem Briefmarken und Briefe der Sammelgebiete "Altdeutsche Staaten", "Postbeförderung mit Zeppelinen", "Schweizer Kantonal- und Bundesmarken" sowie "Österreich und Lombardei-Venetien". Bei der Versteigerungsserie, die am 1. Juni in Stockholm startet, sind in den kommenden fünf Jahren insgesamt 30 Auktionen weltweit geplant.

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Rarität: Auch ein Brief mit der Briefmarke "Baden-Fehldruck 9 Kreuzer" ist Teil der Sammlung des ehemaligen Tengelmann-Chefs Erivan Haub.

(Foto: picture alliance/dpa)

Aufgerufen werden rund 8000 Lose, berichtete das Auktionshaus Köhler. "Viele der angebotenen Marken und Briefe waren seit Jahren oder sogar Jahrzehnten nicht mehr am Markt", erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Dieter Michelson. Der Baden-Fehldruck habe letztmals im Jahr 1985 den Besitzer gewechselt. Ein unaufmerksamer Drucker habe in den 1850er-Jahren bei der Herstellung der 9-Kreuzer-Marke versehentlich zu grünem statt rosafarbenem Papier gegriffen - und damit eine philatelistische Berühmtheit geschaffen. Das grüne Papier war eigentlich für die 6-Kreuzer-Marken vorgesehen.

Die lokal vom Postmeister gedruckte Briefmarke "Blue Boy" der amerikanischen Stadt Alexandria wurde laut Mitteilung zuletzt in einer öffentlichen Auktion 1967 verkauft.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

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