Panorama

Schwimmunfall in der Elbe Bruder des Opfers sticht 16-Jährigen nieder

Zwei Polizeibeamte stehen zwischen Einsatzfahrzeugen. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

Gegen den mutmaßlichen Messerstecher wurde Haftbefehl erlassen.

(Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild)

Ein Jugendlicher wird beim Baden in der Elbe von der Strömung mitgerissen und gilt seitdem als vermisst. Wenige Tage später sticht der Bruder des Vermissten einen 16-Jährigen nieder. Die Polizei vermutet, dass die Tat mit dem Badeunfall zusammenhängt.

Ein 16-Jähriger ist am Sonntagnachmittag in Hamburg-Harburg niedergestochen und schwer verletzt worden. Die Tat soll Medienberichten zufolge im Zusammenhang mit einem Badeunfall an der Elbe stehen, bei dem ein 15-Jähriger seit Freitag vermisst wird.

Wie der NDR berichtet, soll es sich bei dem Messerstecher um den Bruder des vermissten 15-Jährigen handeln. Er soll dem 16-Jährigen am Kalischer Platz mehrere Male in den Rücken gestochen und damit lebensgefährlich verletzt haben. Der 16-Jährige musste notoperiert werden. Sein Zustand gilt weiterhin als kritisch. Vor der Messerattacke sollen sich die beiden Jugendlichen gestritten haben.

Der mutmaßliche Angreifer wurde rund vier Stunden nach der Tat in seiner Wohnung von der Polizei gefasst. Mittlerweile ist gegen den 19-Jährigen ein Haftbefehl erlassen worden, teilte die Polizei mit. Ermittler prüfen, ob der Angreifer den 16-Jährigen aus Rache niedergestochen hat.

Messeropfer war wohl bei Badeunfall anwesend

Der Bruder des mutmaßlichen Angreifers war am Freitagabend zusammen mit einer Gruppe am Falkensteiner Ufer an der Elbe. Als er baden wollte, wurde er von der Strömung mitgerissen. Ein weiterer Jugendlicher sprang ins Wasser und versuchte vergeblich zu helfen. Augenzeugen wählten daraufhin den Notruf. Ein Polizist, der schnell vor Ort war, ging mit einer Rettungsleine ins Wasser. Dem Beamten gelang es noch, den Helfer aus dem Wasser zu ziehen, meldet der NDR.

Bei dem Badeunfall soll auch der niedergestochene 16-Jährige anwesend gewesen sein. Der mutmaßliche Messerstecher soll auf den 16-Jährigen wütend gewesen sein, schreibt die "Hamburger Morgenpost". Offenbar warf er ihm vor, nichts getan zu haben, um das Leben des Vermissten zu retten.

Trotz großer Suchaktion von DLRG, Feuerwehr und Polizei konnte der vermisste 15-Jährige bis zum späten Abend nicht gefunden werden. Selbst der Einsatz von Tauchern und Drohnen blieb ohne Erfolg. Für den Vermissten gibt es kaum noch Hoffnung.

Quelle: ntv.de, jpe

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