Panorama

Omikron-Vakzin frühestens im Mai Corona-Impfung wirkt bei Kleinkindern nicht wie erhofft

Ein gerade geimpftes Kind hat ein Pflaster mit einem Nilpferd-Motiv auf dem Arm. Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild

Für Kleinkinder müsse die Wirkung besonders klar belegt werden, sagt Lauterbach.

(Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild)

Für Kinder unter fünf steht in Deutschland kein Corona-Impfstoff zur Verfügung. Ob sich das ändert, ist laut Gesundheitsminister Lauterbach unklar. Auch für die Omikron-Impfung, an der derzeit gearbeitet wird, ist eine allgemeine Empfehlung unwahrscheinlich.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat Zweifel an einer Corona-Impfung für unter Fünfjährige geäußert. "In den Studien haben die Impfstoffe bei den Kleinkindern nicht die Impfwirkung gezeigt, die wir erhofft hatten", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Gerade in dieser Altersgruppe muss die Wirkung aber besonders klar belegt sein." Es sei daher "im Moment unklar, ob es eine Impfempfehlung für unter Fünfjährige in Deutschland geben wird".

Lauterbach bekräftigte, dass er mit einem angepassten Omikron-Impfstoff frühestens im Mai rechne. "Dessen Booster-Wirkung gegen andere Varianten, zum Beispiel Delta, wird wahrscheinlich nicht so stark sein. Der Omikron-Impfstoff wird daher die bisherigen Impfstoffe nicht komplett ersetzen", sagte er. "Trotzdem ist es gut, dass wir ihn bekommen."

Der Minister fügte hinzu, er rechne nicht mit einer allgemeinen Empfehlung, sich mit dem Omikron-Vakzin impfen zu lassen. "Am Ende muss das aber die Ständige Impfkommission entscheiden", sagte Lauterbach.

Appell für Impfpflicht

Angesichts der wieder stockenden Corona-Impfungen warb Lauterbach erneut für eine übergreifende Verständigung für eine allgemeine Impfpflicht. "Wir sollten unsere Kräfte bündeln", sagte er. "Die Impfpflicht hat dann eine Chance, wenn diejenigen sich zusammenfinden, die uns eine schwere Herbstwelle mit neuen Einschränkungen ersparen wollen."

Lauterbach sagte weiter: "Wenn wir uns jetzt auf einen gemeinsamen Antrag einigen könnten, dann wären wir auch bereit, auf die Union zuzugehen." Er empfehle deswegen allen Antragstellern für eine allgemeine Impfpflicht, sich hinter einen gemeinsamen Antrag zu stellen. "Ich appelliere auch an den Unionsfraktionsvorsitzenden Friedrich Merz persönlich, hier im Dienste der Gesundheit der Bevölkerung dabei zu helfen."

Quelle: ntv.de, mbo/dpa

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