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Tier wird obduziertDänemark will toten Buckelwal nun doch bergen

19.05.2026, 19:41 Uhr
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Spaziergänger sollen sich dem Tier nicht nähern. (Foto: picture alliance/dpa)

In Dänemark werden gestrandete Wale als natürliches Phänomen betrachtet, Eingriffe gibt es in der Regel nicht. Auch im Falle des toten Tiers im Nordosten des Landes ist eine Bergung zunächst nicht vorgesehen. Doch nun kommt es zur Wende.

Die dänischen Behörden wollen den Kadaver des Buckelwals vor der Insel Anholt entfernen und eine Obduktion ermöglichen. Das Tier liege an einem gut besuchten Strand im flachen Wasser und werde dort Badegäste und Einheimische voraussichtlich stark stören, hieß es von der dänischen Umweltbehörde zur Begründung. Deshalb solle der Wal geborgen werden. "Derzeit wird an einer Lösung gearbeitet, die es gleichzeitig ermöglicht, eine Obduktion durchzuführen und wertvolle wissenschaftliche Proben für Forschungszwecke zu sichern", so Jane Hansen von der Umweltbehörde.

Die Bergung des Wals, die Obduktion und die Probeentnahme übernehmen den Angaben zufolge dänische Forscher und Tierärzte. "Die dänischen Behörden sind zugleich in engem Austausch mit den deutschen Behörden über die Situation, und es findet eine laufende Abstimmung zwischen dänischen und deutschen Forschungseinrichtungen statt", sagte Hansen laut einer Mitteilung.

Ein Sprecher des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern bestätigte auf Nachfrage den von den Dänen geplanten Abtransport des Walkadavers. Die Aktion sei voraussichtlich für die kommende Woche geplant.

Die dänische Umweltbehörde forderte Bürgerinnen und Bürger auf, sich dem Wal weiterhin nicht zu nähern, da Ansteckungsgefahr bestehen könne. Das mehrfach an Ostseeküsten gestrandete, geschwächte Tier war vor mehr als zwei Wochen von einer privaten Initiative zur Nordsee transportiert worden, wurde dann aber tot vor der Insel Anholt angeschwemmt.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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