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Wetterwoche im Schnellcheck Der goldene Herbst wehrt sich wacker

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Auch Anfang November stehen die Chancen auf einen Nachschlag des "Goldenen Oktobers" gut.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Süden Deutschlands fällt der erste Schnee. Doch der Wintereinbruch wird nicht lange anhalten, denn der goldene Herbst gibt sich so leicht nicht geschlagen. Meistens bleibt es trocken und der Wind lässt ebenfalls nach.

Nachdem der Oktober schon bald als siebter, deutlich zu warmer Monat in Folge durchs Ziel gehen wird, dürften wohl nicht wenige unter uns gar nicht mehr mit so etwas wie Winter gerechnet haben. Jedoch zeigte Frau Holle lange vor dem eigentlichen Winterbeginn, dass sie es schon drauf hat. In den Hochalpen fiel in der Schweiz, in Österreich und in Norditalien am Alpenhauptkamm mit 40 bis 80 Zentimeter reichlich Neuschnee. Beispielsweise in Sankt Moritz 42, Arosa 72, Corviglia 76 oder in der Pitztaler und Ötztaler Gletscherregion 40 bis 50 Zentimeter. Letztere Schneeladung in Kombination mit dem strammen Wind auf den Bergen sorgte schlussendlich im österreichischen Sölden für die Absage des Ski-Weltcups.

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Gleichzeitig holte der Winter ebenfalls im Süden Deutschlands zu einem ersten Paukenschlag aus. Vom Schwarzwald und Oberschwaben über die Schwäbische Alb bis zum Oberpfälzer Wald fiel am Morgen stellenweise Schnee bis in Lagen um 400 Meter Höhe. Einige Beispiele: Landsberg 1, Augsburg 1, Ulm 6, Villingen-Schwenningen 9, Kaufbeuren 9, Westerheim 15 und Klippeneck 16 Zentimeter. Hier ging also ohne eine entsprechende Bereifung am Auto nichts mehr.

Allerdings ist dieser Wintereinbruch alles andere als nachhaltig. Denn auch wenn der Wochenstart noch satte Temperaturkontraste mit einem winterlichen Hauch in der Eifel und um die 20 Grad an der Oder bringt, so wird sich in der zweiten Wochenhälfte die mildere Luft überall wieder durchsetzen. Außerdem gibt es damit durchaus Chancen auf einige Sonnenanteile am Himmel. Der goldene Herbst will sich noch nicht so schnell geschlagen geben.

Das sieht übrigens am zentralen Mittelmeer aktuell ganz anders aus. Hier dreht sich ein Unwettertief, das nahezu in ganz Italien bis rauf in die Südalpen ergiebige Niederschläge bringt und zum Teil für Überflutungen, Erdrutsche und Murenabgänge sorgen wird. Eine extrem angespannte Situation also, die eventuell sogar über den Monatswechsel hinaus erhalten bleiben könnte. Bei uns geht es unterdessen ruhiger weiter. Hier der Fahrplan für die neue Wetterwoche:

Montag

Verbreitet trüb oder neblig, an der Küste und in der Westhälfte zeitweise Regen, der auf den Bergen in Schnee übergeht. Dazu ist es windig und recht ungemütlich bei 5 bis 10 Grad. Im Südosten Bayerns werden es mit etwas Sonne und Föhnunterstützung hingegen 13 bis 18, in Passau bis 20 Grad.

Dienstag

Ein weiterer Tag mit großen Temperaturunterschieden: im Westen bei einem starken bis stürmischen Wind zeitweise Regen, in Gipfellagen der westlichen Mittelgebirge Schnee und nasskalte 4 bis 9 Grad. Im Osten und Südosten sieht es derweil ganz anders aus. Nach Auflösung von Nebelfeldern wird es zeitweise sonnig bei 13 bis 19, Richtung Oder auch 20 oder 21 Grad.

Mittwoch und Donnerstag

Die Wetterberuhigung setzt sich weiter durch und damit wird es auch im Westen wieder milder. Meistens bleibt es dabei trocken und der Wind lässt ebenfalls nach. In Sachen Sonne hat der Osten weiterhin die Nase vorn. Doch auch im Westen zeigt sich die Sonne nach Nebelauflösung immer häufiger. Die Temperaturen bringen es am Mittwoch auf 11 bis 17 Grad und auf 12 bis 18 Grad am Donnerstag.

Freitag und am Wochenende

Die Chancen auf einen Nachschlag des "Goldenen Oktobers" sind zum Novemberbeginn ebenfalls vorhanden. Zwar sind bei den Modellberechnungen auch wechselhaftere Varianten dabei, jedoch sieht es momentan am ehesten nach ruhigem Herbstwetter aus. Dabei bleiben die Temperaturen nach wie vor auf der milden Seite bei meistens 13 bis 18 Grad. Stellenweise sind auch Spitzenwerte bis zu 20 Grad nicht auszuschließen.

Quelle: n-tv.de

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