Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Die Eisheiligen bringen Schnee und Frost

Nach dem sommerlichen Wochenende dürfte es vielen in der kommenden Woche wesentlich einfacher fallen, zu Hause zu bleiben: Kaltluft aus dem Osten Grönlands beschert uns einen Temperatursturz um rund zehn Grad, der von teils kräftigen Gewittern begleitet wird.

Den kalten Witterungs- und Bauernregeln geht es in Zeiten des Klimawandels bekanntlich an den Kragen. Denn wenn es wärmer wird, dann haben es die kälteren Luftmassen generell schwerer bis in unsere Breiten zu kommen. Nichtsdestotrotz sind auch die kalten Gesellen aus der Wetterküche nicht gänzlich chancenlos. Das beweisen uns die Eisheiligen 2020. Und zwar ziemlich punktgenau und ebenso eindrucksvoll.

Denn während am Muttertag noch schwül-warme und dementsprechend sommerlich anmutende Luft vor allem in der Südhälfte des Landes für einen eher hochtemperierten Wochenausklang sorgten, formiert sich über dem Nordatlantik der Wetterwechsel. Kaltluft aus dem Osten Grönlands rauscht zwischen Islandhoch "Quirinius" und Skandinavientief "Britta" geradewegs nach Mitteleuropa.

Dieser spätwinterliche Gruß bringt im Bergland oberhalb von rund 500 Metern Schneeschauer. Stellenweise sind selbst Schneeglätte und Schneebruch nicht auszuschließen - insbesondere im Bereich Hochschwarzwald und Erzgebirge. Aber auch für alle Hobbygärtner sollten aufpassen: Empfindliche Pflanzen gilt es unter nächtlichem Aufklaren abzudecken oder reinzuholen. Die Nächte bis einschließlich Freitag bringen wiederholt Frost oder Bodenfrost. Am Boden kann es sich dabei vereinzelt auch mal unter minus 5 Grad abkühlen.

Vor dem Frost sorgt der Wetterumschwung allerdings weiterhin teils kräftige Gewitter. Hier die Details.

Nacht zu Montag

Quer übers Land drohen von Nordrhein-Westfalen hinüber nach Brandenburg teilweise schwere Gewitter mit örtlicher Unwettergefahr. Ansonsten bleibt es ruhiger und häufiger trocken bei Tiefstwerten zwischen 15 und 4 Grad.

Montag

Ein insgesamt intensiver Wettertag, der einiges zu bieten hat: Von der Kölner Bucht bis zur Nordsee scheint die Sonne und bleibt trocken. Sonst ist es grau und nass. Kräftiger Dauerregen fällt hierbei in einem Streifen vom Schwarzwald bis nach Brandenburg. Die Kaltluft setzt sich langsam durch und so sinkt die Schneefallgrenze bis zum Abend in den Mittelgebirgen im Bereich Harz, Thüringer Wald, Rhön, Erzgebirge Sauerland und Eifel auf 500 Meter, im Schwarzwald bis auf 800 Meter. Es besteht die Gefahr von Schneebruch aufgrund der belaubten Bäume.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

(Foto: ntv)

In Bayern bleibt es hingegen lange gewittrig und warm bei 14 bis 20 Grad. Für den großen Rest kühlt es im Tagesverlauf ab und so erreichen wir am Nachmittag nur noch fünf bis zwölf Grad. Verbreitet gibt es somit von Sonntag auf Montag einen Temperatursturz um 15 bis 20 Grad. Kein Wunder: Denn der Wind kommt direkt aus nördlichen Richtungen und frischt zum Teil lebhaft auf.

Dienstag

In der Nacht zu Dienstag erreicht die Kaltluft auch den Alpenrand. Dort ebenfalls mit Schneefall ab circa 500 Meter aufwärts. Dafür ist der Spuk tagsüber alles in allem recht schnell wieder vorbei und es wird freundlicher. Die Temperaturen zeigen sich mehr als verhalten bei maximal noch 7 bis 15 Grad. Damit ist der Dienstag der kälteste Tag der Wetterwoche.

Mittwoch bis Freitag

Wir bleiben erst einmal in einer kühlen Nordströmung und damit sind auch die Temperaturen deutlich zu kalt für Mitte Mai. Nachts erwarten uns gebietsweise Frost oder Bodenfrost und tagsüber kommen wir nur mühsam in Richtung der 20 Grad-Marke: Mittwoch werden es 8 bis 16, Donnerstag 10 bis 18 und Freitag 12 bis knapp 20 Grad.

Samstag und Sonntag

Es bleibt bei einem Mix aus Sonne und Wolken, der nur vereinzelt mit Schauern einhergeht. Am ehesten wird es im Süden mal etwas nässer. Im Rest der Republik bleibt es dagegen trocken. Die Temperaturen behalten ihren sachten Aufwärtstrend bei und bringen es auf 13 bis 21 Grad am Samstag und 14 bis 22 Grad am Sonntag.

Quelle: ntv.de

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