Panorama

Nach Explosion bei Lidl Dritte Brief-Bombe in München entschärft

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Beim Öffnen eines Briefes war es in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm zu einer Explosion mit drei Verletzten gekommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach zwei detonierten Bomben in der Lebensmittelbranche können Ermittler eine dritte Explosion in München gerade noch rechtzeitig verhindern, indem sie ein verdächtiges Paket abfangen. Experten sehen Zusammenhänge zwischen den Fällen.

Nach der Brief-Explosion in der Lidl-Zentrale und einer Paket-Explosion bei einem Getränkehersteller ist auch in München ein verdächtiges Paket entdeckt worden. In einem Paketverteilzentrum beim Flughafen München sei es gelungen, die Postsendung abzufangen und zu entschärfen, teilten die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mit.

Das Paket war an ein Lebensmittelunternehmen mit Sitz in Bayern adressiert. Die Ermittlungen zu allen drei Fällen werden bei LKA und Staatsanwaltschaft in Baden-Württemberg zentral gebündelt, "da derzeit von einem Tatzusammenhang ausgegangen wird". Auch das Bayerische Landeskriminalamt sei eng eingebunden. Alle Sendungen waren an Lebensmittelunternehmen adressiert.

Beim Öffnen eines Briefes war es in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) zu einer Explosion mit drei Verletzten gekommen. Zuvor war bei der Verpuffung in der Warenannahme eines Getränkeherstellers in Eppelheim (Rhein-Neckar-Kreis) ein Mitarbeiter verletzt worden. Laut Polizei war für die Verpuffung ein Paket verantwortlich, das der Mann angenommen hatte. Er erlitt ein Knalltrauma. Die bei den Detonationen Verletzten haben das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen.

Spezialisten prüfen die an den Tatorten und an der entschärften Sendung gesicherten Spuren, um möglichst rasch dem Täter oder den Tätern auf die Spur zu kommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Ein Motiv zeichne sich noch nicht ab. Auf die Frage, wie das verdächtige Paket in München identifiziert werden konnte, gab die Anklagebehörde keine Antwort.

Quelle: ntv.de, can/dpa

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