Panorama

Film machte Dealer berühmt Drogenbaron Lucas gestorben

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Lucas im Jahr 2007, als auch "American Gangster" ins Kino kam.

(Foto: dpa)

Auf dem Höhepunkt seiner kriminellen Karriere nimmt Frank Lucas eine Million US-Dollar ein. Selbst Hollywood ist fasziniert von der Geschichte des Drogenhändlers. Nun ist er gestorben.

Frank Lucas, einer der berüchtigsten US-Drogenbarone der 60er- und 70er-Jahre, ist tot. Lucas sei im Alter von 88 Jahren eines natürlichen Todes gestorben, sagte sein Neffe Adrian Lassiter dem Magazin "Rolling Stone". International bekannt wurde Lucas durch den Thriller "American Gangster" von 2007 mit Denzel Washington in der Rolle des Drogenbarons.

Der Afroamerikaner wuchs in North Carolina auf, wurde aber Ende der 60er-Jahre einer der größten Heroin-Dealer von New York. Das Rauschgift aus Südostasien schmuggelte er nach eigenen Angaben in den Särgen von im Vietnamkrieg gefallenen US-Soldaten in die USA. Obwohl Zeitzeugen Lucas Behauptungen immer wieder infrage stellten, übernahm Regisseur Ridley Scotts sie für seinen halbbiografischen Film.

Lucas selbst erzählte der "New York Times" im Jahr 2000, dass er auf dem Höhepunkt seiner kriminellen Karriere eine Million US-Dollar am Tag eingenommen habe. Seinen Reichtum trug er gerne zur Schau, unter anderem beim berühmten Boxwettkampf 1971 zwischen Muhammad Ali und Joe Frazier im Madison Square Garden, den er mit langem Pelzmantel und passendem Hut besuchte.

Nach seiner Verhaftung 1975 und seiner Verurteilung zu 70 Jahren Haft arbeitete Lucas mit den Behörden zusammen. Sechs Jahre später wurde er begnadigt, kam aber 1984 erneut wegen Drogenhandels in Haft. Diesmal musste er seine siebenjährige Haftstrafe absitzen. Sein Leben verarbeitete er in dem 2010 veröffentlichten Buch "Original Gangster".

Quelle: n-tv.de, sba/AFP