Panorama

Razzia in zwei Bundesländern Ehepaar soll Arbeiter eingeschleust haben

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Bei den Hauptverdächtigen soll es sich um ein Ehepaar aus Erfurt handeln.

(Foto: dpa)

Die Polizei geht in zwei Bundesländern gegen die Ausbeutung illegaler Arbeitskräfte vor, die unter falschem Pass in Deutschland tätig sind. Bei den Drahtziehern soll es sich um ein Ehepaar aus Erfurt handeln.

Wegen des Verdachts der Ausbeutung illegaler Arbeitskräfte hat die Bundespolizei in Sachsen-Anhalt und Thüringen mehrere Objekte durchsucht. Insgesamt wurden bei Razzien seit dem frühen Morgen zwölf Objekte in Arnstadt, Erfurt, Ilmenau, Ichtershausen und Braunsbedra durchsucht, wie ein Sprecher sagte.

Zwei Hauptverdächtige seien in Erfurt festgenommen worden, es handele sich um ein Ehepaar. Ihnen werde vorgeworfen, Arbeitskräfte aus Osteuropa eingeschleust, sie mit falschen Ausweisen versorgt und sie an Firmen verliehen zu haben, twitterte die Bundespolizei Mitteldeutschland. Das Paar im Alter von 39 und 35 Jahren stamme aus der Ukraine. Die beiden werden verdächtigt, eine "übergeordnete Rolle" in dem Fall zu spielen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Wie die Bundespolizei auf Twitter weiter mitteilte, wurden in den Unterkünften mehr als 100 Personen angetroffen. Deren Ausweise und Aufenthaltsstatus würden überprüft. Die rund 800 Beamten suchten demnach auch parallel nach Beweismitteln. Den Angaben zufolge wurde in dem Fall bereits seit Herbst 2018 ermittelt.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa