Panorama

Einzige Ente auf PazifikinselEinsamster Erpel der Welt ist tot

28.01.2019, 14:42 Uhr
trevor
Vor gut einem Jahr kam Trevor angeflogen. Und es gefiel ihm so gut, dass er blieb. (Foto: facebook.com/thepuddleniueisland)

Vor einem Jahr landet ein Erpel auf einer Insel im Pazifik, auf der es keine weiteren seiner Art gibt. Trevor wird zum Maskottchen und Liebling aller Einheimischen. Doch nun ist die Pfütze, die er bewohnte, verwaist.

Die wahrscheinlich einsamste Ente der Welt ist tot. Der Erpel namens Trevor, der ohne Artgenossen auf der Pazifikinsel Niue lebte, soll von einem Hund getötet worden sein.

Anfang 2018 landete Trevor aus unbekannten Gründen auf der Insel und blieb. Bis heute ist unklar, woher er kam. Es wird vermutet, dass er gut 2500 Kilometer aus Neuseeland anflog. Aus diesen Grund gab man ihm den Namen des dortigen Parlamentspräsidenten Trevor Mallard.

"Er war im Januar letzten Jahres nach einem schweren Sturm auf Niue aufgetaucht. Wir glauben, dass er hierher geflogen ist", sagte Rae Findlay, Chef der Handelskammer auf Niue laut dem britischen Sender "BBC". Es sei auch nicht auszuschließen, dass er aus Tonga oder von einer anderen Pazifikinsel kam.

Wohnen in einer Pfütze

Auf Niue leben 1500 Menschen, und ab diesem Zeitpunkt gab es dort mit Trevor genau eine Ente. Und weil es auf der Insel keine Flüsse oder Seen gibt, wohnte Trevor in einer großen Pfütze. Die örtliche Feuerwehr kümmerte sich darum, dass der Erpel stets genug Wasser hatte.

Die Idee, ihm eine Ente zu organisieren, um seine Einsamkeit zu beenden, wurde verworfen, denn laut Findlay, der auch Trevors Facebook-Seite betreut, freundete sich das Tier mit einem Hahn, einem Huhn und einem einheimischen Vogel, einem Weka, an. Außerdem streifte er jeden Tag durch die Gegend und wurde von den Anwohnern mit Erbsen und Hafer versorgt.

"Hahn, Huhn und Weka machten heute einen verlassenen Eindruck, als sie nahe der ausgetrockneten Pfütze umherwanderten", so Findlay. Er und die übrigen Inselbewohner würden den Enterich definitiv vermissen, fügte er an.

Quelle: nan/dpa

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