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Abschlussbericht vorgelegt Ermittler bei MH370 schlicht ratlos

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Die Ermittler haben weiter keine Ahnung, was sich an Bord der MH370 abspielte - und wo das Wrack ist.

(Foto: picture alliance / dpa)

Es ist einer der mysteriösesten Fälle der Fluggeschichte - und wird es bleiben: Auch vier Jahre nach dem Verschwinden von Flug 370 müssen die Ermittler einräumen, weiter im Dunkeln zu tappen. Für die Angehörigen der Passagiere und Crewmitglieder eine Enttäuschung.

Mehr als vier Jahre nach dem Verschwinden von Flug MH370 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines bleibt das Rätsel weiter ungeklärt. Im offiziellen Abschlussbericht, den Malaysias Regierung in Kuala Lumpur veröffentlichte, heißt es: "Das Team ist nicht in der Lage, den Grund für das Verschwinden von MH370 zu bestimmen." Angehörige von Passagieren und Crew äußerten sich enttäuscht.

Die Boeing 777 war im März 2014 mit 239 Menschen an Bord aus ungeklärten Gründen von den Radarschirmen verschwunden, als sie auf dem Weg aus Kuala Lumpur nach Peking war. Das Wrack wird irgendwo auf dem Boden des südlichen Indischen Ozeans vermutet. Die Suche blieb bislang ohne Erfolg, auch wenn an verschiedenen Küsten einzelne Teile angeschwemmt wurden. Von den Insassen fehlt jede Spur.

Eingriff eines Dritten nicht ausgeschlossen

Aufgrund der gefundenen Wrackteile vermuten die Experten, dass die Maschine "wahrscheinlich" auseinanderbrach. Sie legten sich aber nicht darauf fest, ob dies in der Luft oder beim Aufprall auf dem Wasser geschah. Chef-Ermittler Kok Soo Chon wollte sich zu weiteren Spekulationen nicht äußern.

In dem Bericht wird auch keine plausible Erklärung dafür genannt, warum die Maschine mitten in der Nacht plötzlich vom Kurs abwich und dann vermutlich noch stundenlang unterwegs war. Mangels Beweisen könne keine Möglichkeit ausgeschlossen werden, heißt es. Und weiter: "Die Möglichkeit einer Intervention einer dritten Partei kann auch nicht ausgeschlossen werden."

Was man mit Sicherheit weiß, ist, dass die Maschine noch etwa sieben Stunden über den Indischen Ozean flog, nachdem sie vom Radar verschwunden war. Anfangs in westliche Richtung, dann nach Süden. So lange nahm ein Satellit noch die sogenannten Ping-Signale auf. Und so lange dauerte es in etwa, bis der Tank leer war.

Für die Airline war das Verschwinden der Maschine eines von zwei dramatischen Ereignissen 2014. Nur wenige Monate später wurde über der Ostukraine eine Maschine abgeschossen. Laut niederländischen Ermittlern stammte die Rakete von der russischen Armee. Die Maschine war am 17. Juli auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ostukraine abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord waren getötet worden; die meisten kamen aus den Niederlanden.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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