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Hatte Eurofighter einen Defekt? Ermittler nehmen Schleudersitz ins Visier

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Laut einem Medienbericht könnte der Schleudersitz nicht ausgelöst worden sein.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bei dem Absturz zweier Eurofighter-Jets in Mecklenburg-Vorpommern kommt ein Pilot ums Leben. Die Ermittlungen zur Unglücksursache laufen derzeit auf Hochtouren. Aktuell wird spekuliert, ob der Schleudersitz des Verunglückten nicht einwandfrei funktionierte.

Nach dem Tod eines Eurofighter-Piloten beim Absturz seiner Maschine besteht der Verdacht, dass der Schleudersitz des 27-Jährigen nicht ausgelöst haben könnte. Erste Indizien am Wrack nährten diese Zweifel, schrieb die "Bild"-Zeitung. So sei teilweise intaktes Explosionsmaterial gefunden worden, das vor dem Ausstieg eigentlich die Cockpit-Haube wegsprengen soll. 

Der Deutschen Presse-Agentur wurde aus Militärkreisen bestätigt, dass auch untersucht werde, ob der Schleudersitz einer Maschine ausgelöst worden sei. Offiziell hieß es aber, die Luftwaffe beteilige sich nicht an Spekulationen. Das Ergebnis von Untersuchungen müsse abgewartet werden.

Bei einer Kampfflug-Übung am Montag waren über der Mecklenburgischen Seenplatte zwei Eurofighter kollidiert und abgestürzt. Ein Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz und überlebte den Unfall verletzt, der andere starb. Die Maschinen gehörten zum Geschwader 73 "Steinhoff", das in Laage bei Rostock stationiert ist. Dort werden Eurofighter-Piloten ausgebildet.

Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. So müsse geklärt werden, ob menschliches Versagen oder eine technische Ursache zu Zusammenstoß und Absturz geführt haben, sagte Behördensprecherin Beatrix Heuer. Die Luftwaffe hat die Flugschreiber bereits gesichert, deren Daten noch ausgewertet werden. 

Die Bundeswehr bereitete den Abtransport der beiden Eurofighter-Wracks bei Nossentiner Hütte vor. Die Bergung soll in den kommenden Tagen beginnen. Die Rümpfe der Maschinen sollen zusammen mit gefundenen Teilen in Laage genau untersucht werden, um die Unfallursache zu ermitteln.

Quelle: n-tv.de, dpa

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