Panorama

Grausiger Fund in RusslandErmittler rätseln über 54 abgehackte Hände

09.03.2018, 11:36 Uhr

Im Osten Russlands ragt eine abgetrennte Hand aus dem Schnee hervor. Passanten alarmieren die Polizei, die Ermittler stoßen auf einen Sack mit grausigem Inhalt. Seither brodelt in der Umgebung die Gerüchteküche.

In Sibirien machen russische Ermittler einen gruseligen Fund: Nahe der Stadt Chabarovsk, rund 8000 Kilometer östlich von Moskau, hatten Passanten zunächst eine abgehackte Hand im Schnee entdeckt und die Polizei alarmiert. Als die angerückten Beamten in der Umgebung Spuren suchten, stießen sie auf einen geheimnisvollen Beutel - in dem sich 53 weitere Hände befanden.

Ersten Ermittlungen zufolge, gehören die Körperteile paarweise zueinander. Wie die "Siberian Times" berichtet, handelt es sich um die Hände von 27 Personen. Zunächst blühten in der Umgebung wilde Theorien über den Grusel-Fund. Eine davon besagt, dass die Hände als Bestrafung für Diebstahl abgehackt worden sein könnten. Spekuliert wurde auch über Opfer von Organhändlern, die nicht identifiziert werden sollen, bis hin zu weggeworfenen Leichenteilen von verstorbenen Patienten.

Die russische Ermittlungsbehörde schloss einen kriminellen Hintergrund jedoch rasch aus, wie örtliche Medien berichteten. Die Handpaare seien von der Gerichtsmedizin untersucht worden, um Informationen über nicht identifizierte Leichen zu sammeln, teilten die Ermittler der Agentur Ria Nowosti zufolge mit. Bei den Körperteilen seien auch Reste von Verbänden und blaue Plastiküberzieher für Schuhe gefunden worden, wie sie in Laboren aus Hygienegründen benutzt würden. Die Behörde kam zu dem Schluss, die Hände seien unsachgemäß entsorgt worden. Nun werde überprüft, wer für die Entsorgung verantwortlich war.

Laut "Siberian Times" gibt es bereits eine Spur in dem Fall. An einer der abgehackten Hände habe man einen Fingerabdruck gefunden, der zu keinem der anderen Hände passe.

Quelle: dsi/dpa

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