Panorama

Zwei Tage nach Vorfall bei Ikea Erneut Geldtransporter in Berlin überfallen

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Details zu den Umständen der Tat gibt es laut Polizei bislang nicht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am Dienstag erbeuten drei bewaffnete Räuber an einem Möbelhaus in Schöneberg einen Geldkoffer und flüchten. Kurze Zeit später kommt es in Treptow zu einer ähnlichen Tat. Rund 70 Beamte sind im Einsatz. Doch von den Tätern fehlt jede Spur.

In Berlin hat es den zweiten Überfall auf einen Geldtransporter innerhalb von drei Tagen gegeben. Diesmal seien im Einkaufszentrum Park Center Treptow gegen 16 Uhr zwei Geldboten überfallen worden, sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei. Vermutlich sei ein Geldkoffer erbeutet worden. Die Polizei gehe von mehreren Tatverdächtigen aus.

Am Tatort im Südosten der Stadt waren danach rund 70 Kräfte im Einsatz, darunter SEK-Beamte. Die Täter waren der Polizei zufolge am frühen Abend noch auf der Flucht. Nähere Details zu den Tatumständen lagen noch nicht vor. In der näheren Umgebung wurden laut Polizei mehrere Straßen gesperrt. Dadurch ist es zu Behinderungen im Feierabendverkehr gekommen.

Erst am Dienstag hatten drei unbekannte Räuber einen Geldtransporter am Ikea-Möbelhaus in Berlin-Schöneberg überfallen und einen Geldboten mit Schusswaffen bedroht, der die Filiale durch einen Hintereingang verließ. Wegen des letzten Einkaufstages in Möbelhäusern vor dem harten Corona-Lockdown stauten sich die Menschen und Autos vor dem Geschäft. Die Unbekannten erbeuteten einen Geldkoffer. Sie flüchteten in einem weißen Audi mit gestohlenen Kennzeichen. Die Täter war auch am Donnerstag weiter auf der Flucht, die Ermittlungen dauern an, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Ähnliche Verbrechen in diesem Jahr

Die Tat erinnert an mehrere ähnliche Verbrechen in Berlin diesem Jahr. Am 16. Juni überfielen Räuber einen Geldboten an einer Bank in der Detmolder Straße in Wilmersdorf. Die Täter sollen einen Geldkoffer mit einer halben Million Euro erbeutet haben. Am 31. Juli verübten vier Räuber einen Überfall auf einen Geldboten an einer Postbank-Filiale am Hermannplatz in Neukölln. Sie versprühten Reizgas und versuchten, dem Mann Geld zu entreißen, flüchteten aber ohne Beute mit einem Auto.

Am 4. August folgte ein Überfall auf die selbe Bankfiliale in Wilmersdorf wie im Juni. Die Täter rammten mit einem Wagen ein Fenstergitter und gelangten in das Gebäude. Ein Wachmann tauchte auf, mehrere Schüsse wurden abgefeuert, der Mann wurde getroffen. Die Täter zündeten das Auto an und liefen zur nahe gelegenen Autobahn 100, wo ein Fluchtfahrzeug wartete. Am nächsten Tag sperrte die Polizei für umfangreiche Fahndungsmaßnahmen mit speziellen Spürhunden die Stadtautobahn.

Gefasst wurden die Täter bisher nicht. Die Polizei verwies immer wieder auf unterschiedliche Vorgehensweisen bei den Taten, prüfte jedoch mögliche Zusammenhänge. Außerdem ermittelte sie, ob Spuren oder Hinweise zu kriminellen Mitgliedern arabischstämmiger Clans führen, die in den vergangenen Jahren mehrfach Überfälle auf Geldtransporte und Kaufhäuser und Einbrüche in Banken verübten.

Quelle: ntv.de, chf/dpa

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