Panorama

14 Gipfel in sieben Monaten Ex-Elitesoldat besteigt Berge in Rekordzeit

So schnell war noch keiner oben und wieder unten: Nirmal Purja besteigt 14 Gipfel in sieben Monaten. Bei seiner Mission erklimmt er ausschließlich Achttausender-Berge. Der ehemalige Elitesoldat stellt damit die früheren Rekordhalter weit in den Schatten.

Der Nepalese Nirmal Purja hat eigenen Angaben zufolge einen Rekord für die schnellste Besteigung aller 14 Achttausender aufgestellt. Insgesamt brauchte der 36-Jährige, ein früherer Soldat der britischen Spezialkräfte, weniger als sieben Monate für seine Aufgabe.

"Mission erfüllt", hieß es auf der Facebookseite des "Project Possible", wie Purja seinen Rekordversuch bezeichnete. Als letzten Berg bestieg er den 8027 Meter hohen Shishapangma in China. Die bisherige Bestmarke lag bei rund sieben Jahren und elf Monaten. Als erster Bergsteiger hatte Reinhold Messner 1986 die Achttausender-Reihe komplettiert. Als Achttausender werden die Berge bezeichnet, die höher als 8000 Meter sind. Zu ihnen zählen unter anderen der Mount Everest, der Nanga Parbat und der K2.

Bereits Ende September informierte Purja die Öffentlichkeit über einen Rekord. Damals hatte er gerade die Spitze des Bergs Manaslu in Nepal erreicht - es war der 13. Berg in seiner Achttausender-Etappe. Damals stand noch nicht fest, ob Purja den Shishapangma besteigen können wird.

Zum damaligen Zeitpunkt sperrten chinesische Behörden den Berg in Tibet. Als Grund dafür wurde unter anderem schlechtes Wetter genannt. Purja schrieb auf Twitter, dass Nepals Regierung mit China sprechen wolle, um ihm den Aufstieg zu ermöglichen. Vor etwa zwei Wochen schrieb der Bergsteiger dann, dass er das Visum für China bekommen habe.

Schlangestehen auf Mount Everest

Purja machte schon einmal international Schlagzeilen: Von ihm stammt ein im Frühling viral gegangenes Foto von Bergsteigern, die auf dem Mount Everest Schlange stehen.

Das Bild des Massenandrangs löste eine Debatte über stärkere Sicherheitsmaßnahmen auf dem 8848 Meter hohen Berg und höchsten Gipfel der Erde aus. Im Mai waren innerhalb weniger Tage elf Kletterer bei der Besteigung gestorben.

Quelle: ntv.de, ibu/AFP/dpa