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Probleme im Straßenverkehr Ex-Innenminister muss einparken üben

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De Maizière musste im März 2018 überraschend den Posten des Innenministers räumen.

(Foto: picture alliance / Maurizio Gamb)

Eigentlich hält sich der ehemalige Innenminister de Maizière für einen guten Autofahrer. Doch als er nach 13 Jahren im Amt plötzlich wieder selbst hinter dem Steuer sitzt, fällt ihm auf: Der Abschied von der Macht geht auch an seinem Privatleben nicht spurlos vorbei.

Der ehemalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière fand nach dem Verlust seines Amtes nur langsam wieder ins normale Leben zurück und musste vor allem das Autofahren neu üben. "Ich bin ja viele Jahre nur mitgefahren", sagte er der "Bild am Sonntag". Er habe sich immer für einen guten Autofahrer gehalten. "Aber nach 13 Jahren ohne Übung hatte ich schon Probleme beim Einparken."

De Maizière musste im März 2018 überraschend den Posten des Innenministers räumen, weil die CSU in den Koalitionsverhandlungen das Ministerium für sich beansprucht hatte. Der Abschied von der Macht sei ihm sehr schwer gefallen, sagte der CDU-Politiker. "Es ist wie bei Spitzensportlern: Die können nicht von heute auf morgen aufhören, das würde ihr Körper nicht verkraften. Sie müssen langsam abtrainieren", so der 65-Jährige.

"Minister zu sein ist eine schöne und erfüllende Aufgabe, aber der Preis ist dennoch hoch", sagte de Maizière. "Ich hatte zwar mit all meinen Fahrern und Personenschützern großes Glück. Aber es ist trotzdem ein tiefer Eingriff ins Privatleben, wenn bei jedem Spaziergang, bei jeder Autofahrt mit der Ehefrau jemand dabei ist."

Quelle: n-tv.de, jki/AFP

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