Vier Tote in HessenFabrikarbeiter starben an den Folgen einer Vergiftung

Die Trauer ist groß in Runkel nach dem Tod von vier Menschen in einer Lederfabrik. Genauso wie das Rätselraten, warum es zu dem Unglück kam. Nun ist immerhin klar, woran die Mitarbeiter starben.
Nach dem tödlichen Arbeitsunfall in einer Lederfabrik im hessischen Runkel haben sich die Staatsanwaltschaft Limburg und die Polizei zur Todesursache geäußert. Die Obduktionen ergaben demnach, dass eine Schwefelwasserstoff-Vergiftung "hauptursächlich" für den Tod gewesen war.
Darüber hinaus seien weitere Untersuchungen notwendig. So sei eine forensisch-toxikologische Untersuchung in Auftrag gegeben worden. Auch die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern den Angaben nach an. Die Behörden waren zunächst davon ausgegangen, dass eine Kohlenmonoxidvergiftung den Tod der Männer verursacht hatte.
Rettungskräfte hatten am vergangenen Donnerstag insgesamt fünf Männer aus einer Grube auf dem Gelände der Lederfabrik geholt. Drei von ihnen im Alter von 38, 58 und 59 Jahren starben vor Ort, die beiden anderen wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Einer von ihnen, ein 35 Jahre alter weiterer Mitarbeiter des Betriebs, starb am Mittwoch im Krankenhaus an den Folgen des Unglücks.
Schwefelwasserstoff in hoher Konzentration kann innerhalb kürzester Zeit zu Kollaps, Bewusstlosigkeit, Atemlähmung und Herzversagen führen. Wie es zu dem Unglück kam, ist laut Staatsanwaltschaft und Polizei weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.