Feuerwehr und SEK im EinsatzFahrraddieb sitzt 22 Stunden auf Autohaus fest
Solingen wird zum Schauplatz einer filmreifen Verfolgungsjagd. Sie endet für die Polizei und einen Fahrraddieb in einer Zwickmühle.
Ein misslungener Diebstahl endete in Solingen in einem Großeinsatz für Polizei, Feuerwehr und SEK. Nach dem Versuch, ein Fahrrad zu entwenden, wurde der 35-jährige Täter von der Polizei gestellt, ehe eine Verfolgungsjagd zu Fuß begann. Der Täter fand Zuflucht auf einem schwer zugänglichen Autohausdach. Dort harrte er rund 22 Stunden aus, da die Beamten lange keinen Zugriff bekamen.
Die schrägen Dachflächen, Schnee und Eis hatten das Betreten des Daches zu einer lebensgefährlichen Aktion gemacht. Für die Beamten war ein Zugriff daher zu riskant. Über einen Kran versuchte ein Verhandlungsteam des SEK, den Mann, der seit Stunden bei Minusgraden auf dem Dach blieb, zur Aufgabe zu bringen.
Auch die Feuerwehr stand bereit, um den Mann vom Dach zu retten. Hierzu wurde ein Sprungpolster in Stellung gebracht. "Die Lage dauert weiter an. Der 35-Jährige ist in einer psychischen Ausnahmesituation, der Einsatz läuft", sagte ein Polizeisprecher der "Bild"-Zeitung am frühen Dienstagmorgen. Erst um 10.35 Uhr konnte die Polizei dann bestätigen, dass der Einsatz beendet und der 35-Jährige leicht unterkühlt in ein Krankenhaus eingeliefert wurde.
