Panorama

"Parma" wütet über Philippinen Fast 250 Tote durch Erdrutsche

Der Tropensturm "Parma" über den Philippinen hat bislang 245 Menschen das Leben gekostet. "Parma" und Sturm "Ketsana" im September richteten insgesamt Schäden in Höhe von umgerechnet 183 Millionen Dollar an; noch immer suchen Retter nach Vermissten unter den Erdmassen.

RVR13_PHILIPPINES-FLOODS-_1010_11.JPG7634035670667514692.jpgNach den verheerenden Unwettern im Norden der Philippinen steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Behörden bezifferten die Opferzahl bereits auf 245. Unterdessen suchen Helfer weiter nach Vermissten in den Schlamm- und Geröllmassen und den reißenden Fluten. In vielen Bezirken waren nach tagelangem strömenden Regen gewaltige Erd- und Gerölllawinen die Hänge hinabgestürzt und begruben Dutzende Häuser und ihre Einwohner. Tausende Menschen harrten auf den Dächern ihrer Häuser aus, die von Wasser umgeben waren.

Besonders betroffen war das Bergdorf La Trinidad in der Provinz Benguet, etwa 210 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila. Dort hatten die Schlammlawinen die Menschen in der Nacht überrascht und mehr als 30 Häuser verschüttet. "Die Erdrutsche haben fast das komplette Dorf zerstört. Wir brauchen mehr Bagger, Seile und Lampen, damit wir die Suche auch in der Dunkelheit fortsetzen können", sagte der Dorfbürgermeister. Die Behörden teilten mit, dass weitere Soldaten der Philippinen und der USA in die betroffenen Regionen unterwegs seien.

Leichte Entspannung in Luzon

Philippines_Asia_Storm_XAF112.jpg437694346077361647.jpgNach tagelangem Dauerregen klarte der Himmel über der Hauptinsel Luzon unterdessen auf. Aus Dutzenden überschwemmten Städten und Dörfern floss das Wasser langsam ab, so dass Rettungsmannschaften auch zu bislang unzugänglichen Ortschaften vorstoßen konnten. Viele Straßen waren aber immer noch unpassierbar.

Auslöser der Katastrophe war der Tropensturm "Parma", der tagelang in der Region gewütet und für sintflutartige Regengüsse gesorgt hatte. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde NDCC waren zeitweise bis zu 80 Prozent der nördlichen Küstenprovinz Pangasinan überflutet. 50.000 Menschen hätten ihre Häuser und Wohnungen in tiefer gelegenen Gebieten verlassen müssen. Wegen der Wassermassen mussten einige Staudämme ihre Schleusen öffnen, wodurch tiefer liegende Gebiete überflutet wurden.

Erst im September hatte "Ketsana" für die schlimmsten Überschwemmungen in Manila in mehr als 40 Jahren gesorgt. Dabei waren 337 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als vier Millionen Menschen waren von dem Sturm betroffen, etwa 300.000 mussten in Notunterkünften ausharren. Insgesamt verursachten die beiden Stürme einen Schaden von umgerechnet 183 Millionen Euro in Landwirtschaft und Infrastruktur. Das World Food Programme (WFP) teilte mit, dass Japan mehr als drei Millionen Dollar für die Opfer und die Rettungsaktionen zur Verfügung gestellt habe.

Quelle: ntv.de, dpa/rts