Panorama

Feuer in Club in KehlZeugen aus Disco berichten von gleicher Brandursache wie in Crans-Montana

31.03.2026, 07:56 Uhr
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29-03-2026-Baden-Wuerttemberg-Kehl-Mit-schwerem-Geraet-arbeitet-sich-die-Feuerwehr-zu-Glutnestern-vor-nach-einem-Brand-in-einem-Club-Hunderte-Feiernde-retteten-sich-ins-Freie
Mit schwerem Gerät arbeitete sich die Feuerwehr zu Glutnestern vor. (Foto: dpa)

An Silvester sterben durch ein Flammeninferno in der Schweiz 41 Menschen. Der Brand in Kehl am vergangenen Wochenende soll ebenfalls durch eine Feuerwerkskerze auf einer Flasche ausgelöst worden sein.

Laut Zeugenaussagen ist das Feuer in einer Großraum-Disco in Kehl wie die Brandkatastrophe im schweizerischen Crans-Montana durch sprühende Partyfontänen ausgelöst worden. Die französische Zeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" zitierte sowohl einen Gast als auch einen Mitarbeiter der Diskothek mit entsprechenden Angaben.

Einem 25-jährigen Partygast zufolge streifte demnach eine Feuerwerkskerze auf einer Flasche die Decke, die sich blitzschnell entzündet habe. Ein Mitarbeiter bestätigt den Hergang laut dem Bericht.

Die Polizei prüft einem Sprecher zufolge Videos, die aus der Nacht des Brandes stammen sollen und auf denen solche Fontänen zu sehen seien. Die Ermittler schlossen diese als Brandursache am Montag nicht aus; der Sprecher betonte zu dem Zeitpunkt jedoch, bislang sei der Auslöser völlig unklar. Es werde ebenso ermittelt, ob ein technischer Defekt oder ein anderer Grund vorgelegen haben könnte.

Derartige Fontänen hatten in der vergangenen Silvesternacht den verheerenden Brand in einem Club im schweizerischen Crans-Montana ausgelöst. 41 Menschen waren bei dem Inferno ums Leben gekommen, Dutzende wurden verletzt. 

Bei dem Brand im baden-württembergischen Kehl am frühen Sonntagmorgen hatten sich 750 Menschen aus der Halle selbst in Sicherheit bringen können, niemand wurde schwerer verletzt. Nach Angaben der Polizei entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden im unteren einstelligen Millionenbereich. Das Feuer hatte sich über beide Stockwerke des Betriebes unweit der französischen Grenze erstreckt und das gesamte Gebäude zerstört.

Quelle: ntv.de, chl/dpa

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