"Kleine Schwester" der WartburgFeuer zerstört Teile von Burg aus dem 12. Jahrhundert

In einem Eckgebäude der Runneburg entbrennt in der Nacht ein Feuer. Die Feuerwehr im thüringischen Weißensee ist schnell vor Ort und kann Schlimmeres verhindern. Dennoch ist der Schaden erheblich. Die Ursache des Brandes ist noch nicht klar.
Teile einer Burg aus dem 12. Jahrhundert sind bei einem Brand im Norden Thüringens beschädigt worden. Feuerwehrleute verhinderten ein Übergreifen auf weitere Teile der Runneburg in Weißensee, wie ein Polizeisprecher sagte. Das Feuer verursachte nach ersten Erkenntnissen mutmaßlich erheblichen Sachschaden. Offen ist, warum das Feuer in der Nacht ausgebrochen war.
Das Feuer war demnach in der Nacht in einem Eckgebäude der Wehranlage ausgebrochen, direkt neben einem hohen Wachturm. Verletzt wurde bei dem Brand ersten Erkenntnissen zufolge niemand. Der Einsatzort ist laut einem Sprecher abgesperrt. Im Laufe des Tages sollen dort die Ermittlungen zum Brand beginnen.
Zunächst waren die Einsatzkräfte von Schlimmerem ausgegangen: Durch den Wind und großen Funkenflug habe es so ausgesehen, als würden die Flammen auf weitere Teile des historischen Gebäudes übergreifen, sagte der Sprecher weiter. Feuerwehrleute hätten das verhindert. Wegen des starken Funkenflugs wurden in angrenzenden Straßen geparkte Autos möglicherweise beschädigt, teilte die Polizei mit.
Die Runneburg ist laut der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten um 1170 erbaut worden und thront auf einem kleinen Berg am Rand der kleinen Stadt Weißensee. Sie zählt demnach zu einem der bedeutendsten Zeugnisse romanischer Baukunst in Deutschland. In kaum einer Anlage sei so viel originale Bausubstanz des Hochmittelalters erhalten. Die Stiftung bezeichnet sie auch als "kleine Schwester" der Wartburg.