Panorama

Behörden rufen zur Flucht auf Feuerwalze frisst sich durch US-Ortschaft

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Flammendes Inferno: Foto aus der Ortschaft Greenville.

(Foto: AP)

Seit Wochen kämpft die Feuerwehr im US-Bundesstaat Kalifornien gegen einen mächtigen Waldbrand. Wie zerstörerisch die Flammen des "Dixie Fire" sind, ist in der Ortschaft Greenville zu sehen. In der Gemeinde sind zahlreiche Häuser bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

Das sogenannte "Dixie Fire" in Kalifornien hat sich durch einen 800-Einwohner-Ort gefressen und zahllose Häuser zerstört. Aufnahmen von Fotografen in Greenville zeigten von der Hitze der Flammen verbogene Laternenmasten und bis auf die Grundstrukturen abgebrannte Häuser. Zuvor hatten die US-Behörden die Bewohner von Greenville und anderer Ortschaften in dramatischen Appellen zur Flucht vor den Flammen aufgefordert.

"Wenn Sie noch immer in der Gegend um Greenville sind, befinden Sie sich in unmittelbarer Gefahr und müssen das Gebiet jetzt verlassen", erklärten die Behörden. "Rettungskräfte können Ihnen möglicherweise nicht helfen, wenn Sie bleiben." Wenig später erreichte das Feuer den 800-Einwohner-Ort und ließ die Häuser in Flammen aufgehen.

"Ich würde sagen, der Großteil von Greenville Downtown ist komplett zerstört", twitterte der auf Waldbrände spezialisierte Fotograf Stuart Palley. "Mein Herz weint um diese schöne kleine Stadt."

Experten sehen Zusammenhang zum Klimawandel

Auch andere Orte waren akut von den Flammen bedroht. "Wenn Sie noch da sind, sollten Sie sich Richtung Osten bewegen, sofort", twitterte das Büro des Sheriffs von Pluma. Das sogenannte "Dixie Fire" war Mitte Juli in den Wäldern des nördlichen Kalifornien ausgebrochen. Tausende Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, die so sehr zugenommen haben, dass sie inzwischen ihr eigenes Mikroklima bilden und sich dadurch weiter anfachen.

Waldbrände sind in der Region keine Seltenheit. Doch dieses Jahr sind sie wegen einer mehrjährigen Dürre, böiger Winde und eines heißen Frühsommers ungewöhnlich früh ausgebrochen. Experten sehen einen Zusammenhang zum Klimawandel. Bislang haben die Brände dreimal mehr Vegetation vernichtet als zur gleichen Zeit 2020 - dem bisherigen Rekordjahr für Waldbrände in Kalifornien.

Eine vorläufige Untersuchung hat ergeben, dass wohl ein auf eine Stromleitung gekippter Baum die Ursache für das "Dixie Fire" war. Der Betreiber der Leitung, der US-Energieversorger Pacific Gas and Electric (PG&E) war bereits für das sogenannte "Camp Fire" in Kalifornien im Jahr 2018 verantwortlich gemacht worden. Damals lösten defekte Stromleitungen und mangelhafte Schutzvorkehrungen den Brand aus, bei dem 86 Menschen ums Leben kamen.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

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