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"Wir schulden Ihnen ... " Feuerwehr hinterlässt Küchen-Notiz

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Mit einem kleinen Brief sorgte die Feuerwehr für eine Überraschung.

(Foto: Paul Sefky/Facebook)

In Australien wüten derzeit gefährliche Buschbrände. Die Feuerwehrkräfte sind im Dauereinsatz, um die Flammen in New South Wales einzudämmen. Ein Mann staunt nicht schlecht, als er in sein gerettetes Haus zurückkehrt. Denn in der Küche hinterlässt jemand eine besondere Nachricht.

Ein australischer Hausbewohner, der fast zum Opfer der verheerenden Buschbrände im Osten des Landes geworden wäre, hat in seiner Küche den Brief eines Feuerwehrmannes gefunden. Paul Sekfy kehrte nach dem Waldbrand in sein Haus zurück, als er auf der Küchen-Anrichte eine handgeschriebene Notiz erblickte, wie unter anderem das australische Portal SBS News berichtete.

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Darauf fand er folgende Botschaft: "Es war uns eine Freude, Ihr Haus zu retten. Entschuldigen Sie bitte, dass wir den Schuppen nicht retten konnten." Darunter steht außerdem "Urunga RFS", die Abkürzung für die örtliche Feuerwehr. Doch besonders interessant ist die kleine Nachricht, die ganz unten auf dem Zettel steht: "PS: Wir schulden Ihnen etwas Milch."

Sekfy war über diese Notiz und die Rettung seines Hauses so erfreut, dass er den netten Brief der Feuerwehrmänner auf Facebook veröffentlichte. Er postete den kurzen Brief mit dem Kommentar: "Die beste Küchen-Notiz seit dem Morgen nach meiner Hochzeit." Dahinter postete er ein paar Emojis, unter anderem einen nach oben gestreckten Daumen und Herzchen. Kurz darauf meldete sich ein Feuerwehrmann bei ihm mit den Worten: "You made my day".

Laut SBS News fand Sekfy dann heraus, dass eine vierköpfige Mannschaft sein Haus vor den Flammen gerettet hatte. Dann erfuhr er auch die ganze Geschichte hinter dem Zettel: "Sie fanden unser Haus und hatten großen Durst, weil alles Wasser aus ihrem Truck heiß war. Sie sagten, sie wollten es trinken, konnten es aber nicht", berichtet Sekfy. "Obwohl der Strom ausgefallen war, war ein Liter Milch im Kühlschrank und so tranken sie den ganzen Liter."

Sekfy musste mit seiner Familie rund 20 Kilometer entfernt in Sicherheit gebracht werden und darf erst wieder einziehen, sobald die Feuer unter Kontrolle sind. Die Familie hatte großes Glück, denn die Bewohner und Einsatzkräfte in New South Wales kämpfen verzweifelt gegen die Buschfeuer.

Auch die Millionenmetropole Sydney ist von den Feuern bedroht. Die Brände sind aktuell nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt. Aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung versprüht die Feuerwehr Brandschutzmittel in einem Vorort der Stadt. Bei den Buschfeuern kamen bislang mindestens drei Menschen ums Leben. Tausende Menschen mussten flüchten, rund 150 Häuser brannten nieder.

Quelle: ntv.de, sgu